Ein Abkommen mit dem Iran steht wohl kurz vor der Vollendung. Brüssel bereitet neue Sanktionen gegen Teheran vor. Alle Entwicklungen im Newsblog. Samstag, 23. Mai Trump: Gespräche positiv – Straße von Hormus wird geöffnet Die Straße von Hormus wird im Rahmen eines Abkommens mit dem Iran wieder geöffnet, erklärte US-Präsident Donald Trump . Dies sei neben vielen anderen Punkten ein Element der Iran-Vereinbarung. Ein Abkommen mit dem Iran ist US-Präsident Donald Trump zufolge weitgehend ausgehandelt worden. Die letzten Details dieser Vereinbarung würden noch besprochen und in Kürze bekanntgegeben. Trump sprach auf "Truth Social" von positiven Gesprächen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Vertretern arabischer Länder. Die USA , der Iran und Vermittler Pakistan sprachen von Fortschritten bei den diplomatischen Bemühungen. "Es wurden einige Fortschritte gemacht", sagte US-Außenminister Marco Rubio am Rande seines Indien-Besuchs. Der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai sprach von einer "Annäherung der Standpunkte", und Pakistans Militär gar von "ermutigenden Fortschritten", die in den vergangenen 24 Stunden erzielt worden seien. Nach übereinstimmenden US-Medienberichten arbeiten Washington und Teheran mit Vermittlern an einer Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) mit 14 Punkten. Das Papier soll einen Rahmen für Verhandlungen schaffen und den Krieg formell beenden. Iran und Pakistan übermitteln neuen Vorschlag zur Beendigung des Kriegs Der Iran und Pakistan haben den USA Insidern zufolge einen überarbeiteten Vorschlag übermittelt, der eine Beendigung des Iran-Kriegs und eine Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Eine Antwort der US-Regierung werde bis Sonntag erwartet, sagten zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen aus Pakistan der Nachrichtenagentur Reuters. Die "Times of Israel" berichtet unterdessen, dass Trump sich wohl heute Abend noch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dazu beraten will. Iran warnt USA vor Wiederaufnahme der Kampfhandlungen Irans Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat die USA vor einer Wiederaufnahme des Krieges gewarnt. Der Iran werde bei den Rechten seiner Nation und seines Landes keine Kompromisse eingehen, sagt Ghalibaf dem pakistanischen Armeechef bei einem Treffen in Teheran laut einem Bericht des Staatsfernsehens. Die iranischen Streitkräfte hätten ihre Fähigkeiten während der Waffenruhe wiederaufgebaut, erklärt er weiter. Sollten die USA "törichterweise den Krieg wieder aufnehmen", wären die Konsequenzen "noch vernichtender und bitterer". Pakistanischer Armeechef berät in Teheran mit iranischer Staatsspitze Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf trifft sich in Teheran mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir. Die Gespräche seien Teil der laufenden diplomatischen Bemühungen angesichts der regionalen Spannungen, berichten iranische Staatsmedien. Munir kommt bei seinem Besuch im Iran zudem mit Präsident Massud Peseschkian im Beisein von Außenminister Abbas Aragtschi zusammen. Trump erwägt wohl neue Angriffe auf den Iran Ungeachtet der intensiven diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs erwägt US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge neue Angriffe auf die Islamische Republik. Der US-Sender CBS und das Nachrichtenportal "Axios" berichteten am Freitag, die USA würden sich auf eine mögliche Wiederaufnahme der Militärangriffe vorbereiten. Derweil traf Pakistans Armeechef Asim Munir für Vermittlungsgespräche in Teheran ein. "Axios" berichtete unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter, Trump habe am Freitagmorgen eine Sitzung mit seinen engsten Sicherheitsberatern abgehalten. Der Präsident sei zunehmend "frustriert" über die Verhandlungen mit Teheran – und tendiere inzwischen eher zu neuen Angriffen als zu einer Fortsetzung der Diplomatie. CBS berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, US-Militär- und Geheimdienstvertreter hätten ihre Reisepläne für das lange Wochenende angesichts möglicher Angriffe gestrichen. CBS wie auch "Axios" berichteten aber auch, eine Entscheidung für eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen sei noch nicht getroffen worden. Trump selbst hatte am Freitag auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärt, er könne wegen "Umständen" nicht an der bevorstehenden Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilnehmen. "Ich halte es für wichtig, während dieser wichtigen Zeit in Washington DC, im Weißen Haus, zu bleiben." Nähere Angaben zu den von ihm genannten Umständen machte der US-Präsident nicht. Freitag, 22. Mai EU bereitet Sanktionen gegen Iran vor Die EU hat den Weg für Sanktionen gegen Einzelpersonen und Organisationen im Iran wegen der Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus geebnet. "Die Maßnahmen des Iran gegen Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, verstoßen gegen das Völkerrecht", erklärte am Freitag der Europäische Rat. Der Rat beschloss nach eigenen Angaben, bestehende Sanktionen gegen den Iran auszuweiten. Die Maßnahmen sollen nun auch auf "Personen und Organisationen" angewendet werden, "die an den Handlungen des Iran beteiligt sind", welche die Freiheit der Schifffahrt in der Region bedrohten. Zu den möglichen Sanktionen gehören Verbote der Einreise und Durchreise in der EU und das Einfrieren von Vermögenswerten. Europäischen Unternehmen und Bürgern ist es zudem untersagt, mit Menschen Geschäfte zu tätigen, die auf der Sanktionsliste stehen. Die EU nannte zunächst keine Namen von Personen oder Organisationen, gegen die sich die neuen Sanktionen richten sollen. Pakistans Armeechef reist nach Teheran Inmitten neuer Verhandlungsbemühungen im Iran-Krieg reist Pakistans Armeechef Asim Munir nach Teheran. Munir sei unterwegs, um den Entwurf für eine Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zu besprechen, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Munir solle die iranische Führung treffen. In pakistanischen Sicherheitskreisen wird Optimismus verbreitet, dass eine Vorvereinbarung zwischen den USA und dem Iran greifbar sei. Munir hätte demnach eigentlich am Donnerstag nach Teheran reisen sollen. Er habe jedoch auf grünes Licht der iranischen Verhandler gewartet, dass tatsächlich eine erste Einigung erzielt werden kann. Um welche Punkte es dabei gerade genau geht, ist nicht bekannt. Feldmarschall Asim Munir werden gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt. Er gilt als Vermittler zwischen den Kriegsparteien. Der pakistanische Innenminister und Vertraute von Munir, Mohsin Naqvi, ist bereits in Teheran. Er habe sich dort in den vergangenen Tagen mehrfach mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi zum Austausch getroffen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Iran lässt 35 Schiffe Straße von Hormus passieren Nach iranischen Angaben sollen in den vergangenen 24 Stunden 35 Schiffe die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus passiert haben. Dies sei in Koordination mit der Marine der iranischen Revolutionsgarden erfolgt, zitierte der iranische staatliche Rundfunk eine Mitteilung der Streitkräfte. Es handelte sich den Angaben nach um Öltanker, Frachter und andere Handelsschiffe. Teheran betont stets, die Straße von Hormus sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschließend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt die iranische Führung hohe Gebühren. Völkerrechtlern zufolge verstoßen solche Gebühren gegen das Recht auf Transitpassage. Plant der Iran einen Überraschungsangriff? Der Iran könnte nach Angaben von Geheimdienstvertretern einen Überraschungsangriff mit Raketen und unbemannten Luftfahrzeugen (Drohnen) gegen Israel und mehrere Golfstaaten planen. Das berichtet die "Jerusalem Post". Die Möglichkeit eines präventiven iranischen Angriffs war demnach Thema einer israelischen Lagebeurteilung mit ranghohen Militärs und Verteidigungsminister Israel Katz. Die Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die USA und Iran weiterhin über eine Waffenruhe verhandeln. Berichten zufolge sind sich US-Präsident Donald Trump und Premierminister Benjamin Netanjahu uneins darüber, wie mit dem Iran weiter vorgegangen werden soll. Rubio: Trump sehr enttäuscht von Nato US-Präsident Donald Trump ist "sehr enttäuscht" von Bündnismitgliedern, die den USA die Nutzung von Stützpunkten auf ihrem Territorium für den Iran-Krieg verweigert hätten. Dies erklärt US-Außenminister Marco Rubio vor seiner Abreise zum Nato-Außenministertreffen in Schweden . "Es gibt Länder wie Spanien , die uns die Nutzung dieser Stützpunkte verweigern – warum sind sie dann in der Nato ? Das ist eine sehr berechtigte Frage", sagt Rubio vor Journalisten in Miami. Donnerstag, 21. Mai Teheran beansprucht Kontrolle bis zu Häfen der Emirate Der Iran hat nach eigenen Angaben seinen Anspruch zur Kontrolle der Straße von Hormus bis in das Hoheitsgebiet der Vereinigten Arabischen Emirate ausgeweitet. Das teilte die neu gegründete iranische Behörde zur Kontrolle der Meerenge am Mittwoch (Ortszeit) im Onlinedienst X mit. Demnach soll ihre "regulatorische Zuständigkeit" das Gebiet im Persischen Golf von dem iranischen Hafen Kuh-e Mubarak bis in die Gewässer südlich des wichtigen emiratischen Hafens Fudschaira umfassen sowie von der iranischen Insel Keschm bis zur Stadt Umm al-Kuwain in den Emiraten. Für eine "Durchfahrt durch dieses Gebiet zum Zwecke der Durchquerung der Straße von Hormus" sei demnach "eine Abstimmung mit der Behörde" sowie deren Genehmigung erforderlich, fügte die Behörde neben einer entsprechenden Karte der Meerenge hinzu. Die Emirate widersprachen den Aussagen aus Teheran nachdrücklich und wiesen das von der iranischen Behörde behauptete Kontrollgebiet als "Wunschtraum" zurück. Teheran versuche, "eine neue Realität zu schaffen, die aus einer klaren militärischen Niederlage hervorgeht", erklärte der emiratische Regierungsberater Anwar Gargasch auf X. In dem vom Iran beanspruchten Gebiet liegt auch der Hafen Khor Fakkan. Dort ist der wöchentliche Containerverkehr seit Beginn des Iran-Kriegs von 2.000 auf 50.000 angestiegen. Zuletzt schickte Saudi-Arabien dort täglich tausende Lastwagen hin , um die Blockade der Straße von Hormus in Teilen zu umgehen. Iran soll Attentate auf zwei prominente Deutsche geplant haben Ein mutmaßlicher Agent soll Attentate auf Volker Beck und Josef Schuster vorbereitet haben. Die Bundesanwaltschaft hat nun Anklage gegen zwei Männer erhoben. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . London bestellt israelische Diplomatin ein Nach der international scharf kritisierten Behandlung von pro-palästinensischen Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte in Israel hat Großbritannien die Geschäftsträgerin der israelischen Botschaft einbestellt. "Dieses Verhalten verstößt gegen die grundlegendsten Normen des Respekts und der Würde gegenüber Menschen", erklärt das britische Außenministerium. "Wir sind zudem zutiefst besorgt über die dargestellten Haftbedingungen und haben von den israelischen Behörden eine Erklärung verlangt. Wir haben ihnen ihre Verpflichtung zum Schutz der Rechte aller Beteiligten deutlich gemacht." Israels rechtsextremer Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hatte am Mittwoch ein Video veröffentlicht , auf dem festgesetzte Gaza-Aktivisten mit auf dem Rücken gefesselten Händen und gesenkten Köpfen auf dem Boden knien mussten, während er mit einer israelischen Flagge an ihnen vorbeiging und sie verhöhnte. Neben Großbritannien haben deswegen auch andere Staaten bereits israelische Spitzendiplomaten einbestellt. USA und Israel setzten wohl auf berüchtigten Antisemiten Mahmud Ahmadinedschad galt lange als einer der radikalsten Politiker der Islamischen Republik. Ausgerechnet er sollte wohl den von Israel und den USA angestrebten Machtwechsel anführen. Mehr dazu lesen Sie hier . Staatsmedien: Pakistanischer Armeechef reist nach Teheran Der im Iran-Krieg als Vermittler auftretende pakistanische Armeechef Asim Munir wird am Donnerstag in Teheran erwartet. Munir werde "Gespräche und Konsultationen" mit den iranischen Behörden fortsetzen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna. Nähere Details zum Inhalt der Treffen wurden nicht bekannt. Die Regierung in Teheran prüft derzeit nach eigenen Angaben einen neuen Vorschlag der USA zur Beendigung des Iran-Kriegs. Seit dem 8. April gilt im Konflikt des Iran mit den USA und Israel eine brüchige Waffenruhe. Die Verhandlungen über ein endgültiges Ende der gewaltsamen Auseinandersetzungen unter Vermittlung Pakistans brachten bislang jedoch keinen Durchbruch. Die USA und Israel hatten Ende Februar den Iran-Krieg mit Angriffen auf die Islamische Republik begonnen. Als Reaktion griff Teheran Ziele in Israel und in Nachbarstaaten in der Region an und blockierte weitgehend die für den Welthandel bedeutende Straße von Hormus vor seiner Küste. Die USA blockieren ihrerseits iranische Häfen. CNN: Iran fährt Drohnenproduktion wieder hoch Der Iran hat einem Medienbericht zufolge während der sechswöchigen Feuerpause bereits Teile seiner Drohnenproduktion wieder aufgenommen. Das Militär des Landes erhole sich deutlich schneller als zunächst angenommen, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf US-Geheimdienstkreise. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen. US-Präsident Donald Trump droht Teheran mit weiteren Angriffen, sollte das Land einem Friedensabkommen nicht zustimmen. Washington könne jedoch noch einige Tage auf die "richtigen Antworten" warten, sagt er. Wadephul kritisiert israelischen Polizeiminister In der Kontroverse um ein Video des israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir , das Gaza-Aktivisten in demütigender Weise zeigt , hat auch Außenminister Johann Wadephul das Verhalten des Politikers als "vollkommen inakzeptabel" bezeichnet. "Es widerspricht den Werten, für die Deutschland mit Israel gemeinsam stehen will, fundamental", sagte der CDU-Politiker in Berlin . Er sei seinem israelischen Amtskollegen Gideon Saar dankbar "für die klaren Worte, die er für dieses unsägliche Verhalten gefunden hat". Zuvor hatte bereits der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert , ähnliche Worte der Kritik gefunden. USA heben Sanktionen gegen UN-Expertin auf Die USA haben ihre Sanktionen gegen die UN-Expertin für die Palästinensergebiete, Francesca Albanese, aufgehoben. Dies berichtet das US-Finanzministerium auf seiner Webseite. Vergangene Woche hatte ein Bundesrichter die Sanktionen vorläufig blockiert. Zur Begründung hieß es, die Regierung von Präsident Donald Trump habe mit den Maßnahmen wahrscheinlich das Recht Albaneses auf freie Meinungsäußerung verletzt. Die US-Regierung hatte die Sanktionen im Juli 2025 verhängt. Sie warf der italienischen Anwältin vor, den Internationalen Strafgerichtshof zu Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen gegen Vertreter der USA und Israels gedrängt zu haben. Albanese hatte Israel in einem Bericht eine "fortlaufende Genozid-Kampagne in Gaza" vorgeworfen. Ältere Nachrichten zum Krieg in Nahost lesen Sie hier .