Mauer: Urgeschichtliches Museum hat einen neuen Anziehungspunkt
Mauer. (tri) Sie gilt als älteste menschliche Skulptur der Welt: die "Venus vom Hohle Fels" von der Schwäbischen Alb. Eine Kopie dieser sechs Zentimeter großen und 40.000 Jahre alten Venus-Nachbildung aus Mammut-Elfenbein und rund 50 weitere Kostbarkeiten können Besucher ab jetzt in einer neuen Vitrine im Urgeschichtlichen Museum im Rathaus bewundern. Dietrich Wegner hat die einmalige Kunstsammlung mit Skulpturen, Musikinstrumenten, Schnitzereien aus Mammutelfenbein und Jagdwaffen aus vielen europäischen Ländern liebevoll zusammengestellt. Diese wurde nun bei der Präsentation der neuen Stiftung (siehe Artikel links) vorgestellt.
Der Biologe ging in seinem Vortrag mit dem Titel "Die älteste Kunst der Menschheit: 45.000 bis 10.000 Jahre vor heute" auf die Stücke ein. Volker Liebig vom Verein "Homo heidelbergensis von Mauer" bedankte sich für dieses große Engagement: "Den Text zu den Stücken mussten wir außerhalb der Vitrine anbringen", sagte er. "Denn Dietrich hat uns mit den Objekten bombardiert, sodass uns der Platz ausging." Es handle sich jedoch um "Masse mit Qualität".
Gespannt hörten die Besucher den Worten Wegners zu, der zu den Gründungsmitgliedern des Vereins zählt und schon als junger Neckarbischofsheimer Gymnasiallehrer mit seinen Schülern zu den berühmten Bilderhöhlen nach Südwestfrankreich gefahren ist. "Auch Kopien dieser einmaligen Kunstwerke waren teils sehr schwer aus dem Ausland herbeizuschaffen", betonte er.
Zur Steinzeitmusik von "ForestFlow" an Flöten, Trommeln und Streichinstrumenten hätte manch einer vor Freude gerne einen "Urtanz" gewagt. Beim Umtrunk wurden Postkarten vom Unterkiefer und dem Architektenentwurf für ein Museumsgebäude verteilt.