Eberbach: Depot 15/7 muss noch klotzen
Eberbach. (hje) Das projektierte Kulturzentrum Depot 15/7 in der Güterbahnhofstraße soll nach vierjähriger Umbauphase voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 eröffnet werden, sagt Vereinsvorsitzender Benny Safferling auf der Mitgliederversammlung. Seit Januar seien die Innenausbauten im Gange. Die Dach-Sanierung, sowie der Einbau von Fenstern und Türen sei fertiggestellt. Der Verein will das ehemalige Lagerhaus bekanntlich als kulturelle und soziale Begegnungsstätte betreiben und es sollen neben Musikevents auch Workshops und Seminare für Kunst, Sport und Ernährung durchgeführt werden. Auch eine Kooperation mit der Musikschule sei geplant.
Der mögliche Übergabetermin durch die Stadt im April/Mai stünde zwar im Raum, dennoch gibt es noch viele Unbekannte. Bislang ist der Mietvertrag noch nicht abgestimmt, ebenso treibt das Thema der Weitervermietung für Veranstaltungen die Gemüter um. Die Vereinsverantwortlichen gehen davon aus, dass die Belegung sowie der Veranstaltungsplan in ihren Hände liegt. Aus den geplanten Einnahmen sollen die Unterhaltskosten für das Gebäude und die notwendige Veranstaltungstechnik gedeckt werden. Um das finanzielle Risiko im Rahmen zu halten, schwebt dem Verein vor, die Fixkosten durch Sponsorengelder zu decken. Mit 10 bis 15 Interessenten liefen derzeit Vorgespräche. Durch die Nutzung der Depot-Räumlichkeiten durch potenzielle Kooperationspartner wie die Pop-Akademie soll ein finanzieller Grundstock gelegt sowie eine Grundauslastung gesichert werden.
Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Nach Abschluss der Umbauarbeiten seitens der Stadt muss der Verein noch die notwendige Infrastruktur installieren. Dazu gehört die Ton- und Lichttechnik. Die Schanklizenz müsse beantragt sowie die notwendige Hygieneschulung absolviert werden, erklärt Vorsitzender Safferling. Auch müsse für eine passende Möblierung und Einrichtung gesorgt werden, die sich am vorgesehenen Gestaltungs- und Dekorationskonzept ausrichten solle. Der Verein stehe in den Startlöchern. Doch solange der Übergabetermin noch nicht verbindlich sei, stünde jede weitere Planung auf sehr wackligen Beinen. "Genügend Anfragen unter anderem von Musikbands und Seminaranbietern sind vorhanden", sagt Schriftführerin Nicole Guida. Damit ließe sich der Veranstaltungsraum für 2019 voll belegen. Die Vereinsmitglieder bleiben optimistisch: für den Tag X ist ein Eröffnungswochenende mit umfangreichem Musikprogramm geplant.
Als künftiger offizieller Veranstalter müsse sich der Verein noch selbst finden, auch hinsichtlich der Organisation des Kulturzentrums. Aktuell zähle er 82 Mitglieder, doch geht der Vorstand davon aus, dass der harte Mitgliederkern das Depot wuppen müsse. Vordringlich sei nun, die Kommunikation zwischen Vorstand und Mitgliedern nach der "heimatlosen" Zeit wieder zu intensivieren. Mittels Rundschreiben soll auf bevorstehende Anlässe hingewiesen werden. Ziel sei es, die Helfersituation nachhaltig zu verbessern. Jetzt brauche es einen letzten Energieschub, um das Depot Realität werden zu lassen, meint Safferling.
Schatzmeister Tim Kirchgessner stellte den Kassenbericht vor. Nach Einzug der Mitgliedsbeiträge 2019 verfüge der Verein über flüssige Mittel in Höhe von ca. 10.000 Euro. Schatzmeister und Vorstand wurden einstimmig entlastet.