News des Tages: Zahl von Spam-Mails steigt drastisch
Die Meldungen im Kurz-Überblick:
- Straßen in Kassel überflutet (8.07 Uhr)
- Neuseeland öffnet Mine mit Verschütteten (8.02 Uhr)
- Zahl von Spam-Mails steigt drastisch (5.05 Uhr)
- Niki Lauda ist tot (2.56 Uhr)
- US-Gerichtshof bestätigt Jagdrecht für Ureinwohner (2.32 Uhr)
- Drei Monate Aufschub für Huawei (0.02 Uhr)
Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:
+++ 8.07 Uhr: Straßen in Kassel überflutet +++
Tief "Axel" hat Hessen starke Regenfälle gebracht. In Kassel waren am Morgen mehrere Straßen im Stadtgebiet überflutet. Viele Keller im Stadtgebiet seien vollgelaufen, sagte ein Polizeisprecher. Der Deutsche Wetterdienst gab eine Unwetterwarnung für Osthessen, die Region um Kassel und Teile Südhessens heraus. Es sei mit ergiebigem Dauerregen zu rechnen. Auch für den Rest von Hessen warnt der Dienst vor zum Teil heftigen Niederschlägen. In Fulda mussten nach Angaben der Polizei ebenfalls mehrere Straßen gesperrt werden. Sowohl in Fulda als auch in Gießen berichtete die Polizei von umgestürzten Bäumen.
+++ 8.02 Uhr: Kumpel seit 2010 verschüttet: Neuseeland öffnet Mine erstmals wieder +++
Achteinhalb Jahre nach einem schweren Minenunglück in Neuseeland mit 29 Toten ist die Unglücksstelle erstmals wieder geöffnet worden. Ein Team von drei Experten brach das Siegel auf, mit dem das Bergwerk Pike River Mine auf der Südinsel des Pazifikstaats 2010 verschlossen worden war. In den nächsten Monaten soll erkundet werden, was genau damals geschah. Offen ist bislang, ob auch versucht wird, die Opfer zu bergen. Trotz aller Bitten der Familien liegen die Leichen der 29 Männer nach all den Jahren immer noch unter der Erde.
Bei der Katastrophe im November 2010 hatten sich nur zwei Bergleute retten können. Es war eines der schlimmsten Minenunglücke in der neuseeländischen Geschichte. Der Zugang wurde neun Tage nach der ersten Explosion verschlossen, die Suche nach Überlebenden eingestellt. Insgesamt gab es vier Explosionen. Die Hinterbliebenen verlangen seither, dass die Toten geborgen und die Hintergründe aufgeklärt werden. Die Erkundungsmission soll mehr als 20 Millionen Euro kosten.
+++ 7.22 Uhr: Attentäter von Christchurch formell wegen Terrorismus angeklagt +++
Der australische Rechtsextremist Brenton Tarrant, der für die tödlichen Anschläge auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch verantwortlich gemacht wird, ist formell wegen Terrorismus angeklagt worden. Das teilte die neuseeländische Polizei mit. Neben der Terroranklage muss sich Tarrant auch wegen Mordes in 51 Fällen sowie versuchten Mordes in 40 Fällen verantworten. Der Rechtsextremist hatte am 15. März zwei Moscheen in Christchurch gestürmt und das Feuer auf die Gläubigen eröffnet. 51 Menschen wurden getötet. Die Taten übertrug er live im Internet.william-christchurch 13.36
+++ 6.37 Uhr: Maduro für vorgezogene Parlamentswahl in Venezuela +++
Im Machtkampf in Venezuela hat sich Präsident Nicolás Maduro für vorgezogene Parlamentswahlen ausgesprochen. "Nehmen wir die Herausforderung an, uns vorgezogenen Wahlen zur Nationalversammlung zu stellen, damit wir mit Stimmen zeigen, wer den Rückhalt des Volkes genießt", schrieb Maduro auf Twitter. Einen möglichen Termin nannte er nicht. Die von der Opposition kontrollierte Volksvertretung ist bis Ende 2020 gewählt. Guaidó wies Maduros Vorschlag zurück und bekräftigte seine Forderung nach einem Ende von dessen "widerrechtlicher Herrschaft".
Die Opposition hatte die Parlamentswahl Ende 2015 mit großer Mehrheit gewonnen. Der linksgerichtete Präsident Maduro war vor einem Jahr in höchst umstrittenen Präsidentenwahlen für eine zweite Amtszeit gewählt worden, die er im Januar antrat. Parlamentspräsident Juan Guaidó rief sich daraufhin zum Interimspräsidenten aus und wurde von mehr als 50 Ländern anerkannt. Er hat seither aber vergeblich versucht, Maduro mit Massenprotesten aus dem Amt zu drängen.03-Demonstranten wollen sich nicht einschüchtern lassen-6032582851001
+++ 5.05 Uhr: Zahl der täglichen Spam-Mails in Deutschland um 34 Prozent gestiegen +++
Das Aufkommen an Spam-Mails in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr erheblich erhöht. Nach einer Statistik der beiden führenden E-Mail-Anbieter Web.de und GMX kamen bei deren Kunden 2018 im Schnitt 150 Millionen als Spam zu qualifizierende E-Mails an. Dies waren demnach 38 Millionen solcher unliebsamen E-Mails mehr als im Jahr 2017, das Plus betrug damit 34 Prozent.
Spam-Mails Heftstück 20.45Bei GMX und Web.de hat den Angaben zufolge jeder zweite Deutsche sein E-Mail-Postfach. Zu den führenden Thementrends der Versender dieser Müll-Nachrichten zählen den Angaben zufolge angebliche Bitcoin-Gewinne, Heilerfolge mit Cannabis-Öl sowie Zukunftsvorhersagen. Die kriminellen Versender versuchten zudem zunehmend, die Spam-Filter der E-Mail-Anbieter auszutricksen. So würden vielfach auch nur einzelne Buchstaben im Betreff einer Mail oder bei Reizwörtern durch Zeichen aus einem anderen Alphabet ersetzt.
+++ 4.32 Uhr: Widodo offiziell Sieger der Präsidentschaftswahl in Indonesien +++
Fünf Wochen nach der Präsidentschaftswahl in Indonesien ist Amtsinhaber Joko Widodo offiziell zum Sieger erklärt worden. Nach den jetzt veröffentlichten Ergebnissen der Wahlkommission entfielen auf den 57-jährigen Widodo 55,5 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Prabowo Subianto kam demnach auf 44,4 Prozent. Das Ergebnis war aus Furcht vor Protesten und Unruhen ohne vorherige Ankündigung bekannt gegeben worden. Die Wahl hatte am 17. April stattgefunden. Der seit 2014 amtierende Widodo hatte im Kampf um eine zweite Amtszeit stets auf seine zahlreichen Infrastrukturprojekte verwiesen. Wegen seiner Menschenrechtspolitik steht er in der Kritik.
+++ 2.56 Uhr: Formel-1-Legende Niki Lauda ist tot +++
Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist tot. Der Österreicher starb gestern im Alter von 70 Jahren, wie sein Arzt Walter Klepetko am frühen Morgen bestätigte. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft Laudamotion, dessen Namensgeber Niki Lauda ist, schrieb im Namen der Familie Lauda: "In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser geliebter Niki am Montag, den 20.05.2019 im Kreise seiner Familie friedlich entschlafen ist. Seine einzigartigen Erfolge als Sportler und Unternehmer sind und bleiben unvergesslich."21-Niki Lauda ist tot-6039206550001
Der 69-Jährige mit der roten Kappe als Markenzeichen hatte seit seinem schweren Unfall auf dem Nürburgring 1976 immer wieder mit Gesundheitsproblemen zu tun. Nur knapp hatte er damals das Flammeninferno überlegt. Nicht nur seine Kopfhaut wurde dabei durch schwere Verbrennungen gezeichnet. Der spätere Airline-Besitzer zog sich unter anderem auch Verätzungen der Lunge zu. Im Sommer vergangenen Jahres war Lauda eine Lunge transplantiert worden. Nach einer Grippe-Erkrankung musste er im Januar erneut im Krankenhaus behandelt werden. Anlässlich seines 70. Geburtstages am 22. Februar hatte sich Lauda noch in einer kurzen Audio-Botschaft beim ORF für die Glückwünsche mit den Worten bedankt: "Ich komme wieder zurück und es geht volle Pulle bergauf."
+++ 2.32 Uhr: Oberster US-Gerichtshof bestätigt Jagdrecht für Ureinwohner +++
Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat die Jagdrechte amerikanischer Ureinwohner gestärkt. Fünf der neun Richter stimmten dafür, dass die in einem Vertrag aus dem Jahr 1868 gewährten Jagdrechte für die Mitglieder des Absarokee-Volkes auch heute noch gelten. In dem Fall ging es um Clayvin Herrera, der 2014 außerhalb der Jagdsaison und ohne Jagderlaubnis im Staatsforst Bighorn im US-Bundesstaat Wyoming zusammen mit anderen Absarokee-Mitgliedern einen Elch erlegt hatte. Das Reservat der Absarokee befindet sich im Nachbarstaat Montana. Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, dass die Jagdrechte des Absarokee-Volkes erloschen sind, seitdem Wyoming 1890 zu einem US-Bundesstaat wurde. Gerichte in Wyoming folgten dieser Argumentation. Herreras Anwälte hingegen machten geltend, dass das im Vertrag von Fort Laramie gewährte Jagdrecht für beide Bundesstaaten gelte. Der Oberste Gerichtshof in Washington gab den Anwälten recht.
+++ 1.31 Uhr: Scholz gegen rasche Steuersenkungen zur Ankurbelung der Wirtschaft +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat rasche Steuersenkungen zur Ankurbelung der Wirtschaft abgelehnt. "Wir brauchen jetzt keine hektischen Maßnahmen, sondern müssen klug die strukturellen Voraussetzungen für zusätzliches Wachstum schaffen", sagte der SPD-Politiker der "Welt". Ein wichtiger Faktor dabei seien Investitionen in Forschung und Entwicklung, damit Deutschland technologisch Weltspitze bleibe. Deshalb lege die Regierung in diesen Tagen erstmals eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung für Unternehmen auf.
+++ 0.22 Uhr: Niederlage für Trump im Streit um Finanzunterlagen +++
Im Streit über die Offenlegung seiner Finanzunterlagen hat US-Präsident Donald Trump eine Niederlage einstecken müssen. Trump hatte sich vor Gericht gegen den Versuch der Demokraten im Kongress gewehrt, über eine Buchhaltungsfirma Einsicht in dessen Finanzen zu bekommen. Ein Bundesrichter wies Trumps Einwände in Washington jedoch zurück und entschied, dass der Präsident die Aufforderung aus dem Kongress nicht blockieren könne. Trump kritisierte die Entscheidung und kündigte an, dagegen Berufung einzulegen.
+++ 0.02 Uhr: US-Unternehmen dürfen Huawei noch drei Monate Technologie liefern +++
Im Streit um den Ausschluss des Netzausrüsters Huawei vom US-Markt hat die US-Regierung einen Aufschub von drei Monaten für Technologieexporte an das chinesische Telekommunikationsunternehmen gewährt. Bis Mitte August ist die Ausrüstung Huaweis mit US-Technologie damit weiter möglich, wie es in einem Dokument des US-Handelsministeriums heißt. Diese Zeitspanne werde für Software-Updates und die Erfüllung anderer Vertragsverpflichtungen benötigt. Das von US-Präsident Donald Trump erlassene Dekret, das US-Unternehmen die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Risiko für die nationale Sicherheit der USA eingestuft wird, werde durch den Aufschub jedoch nicht aufgehoben, hieß es in dem Dokument weiter.Google und Co. vs. Huawei: Was Nutzer jetzt wissen müssen 1440