Mannheim: Mannheim feiert von Freitag bis Sonntag Stadtfest
Von Volker Endres
Mannheim. Fünf Bühnen, 50 Großsonnenschirme, rund 70 Bands und Musikgruppen, 15.000 Liter Bier und mit Davin Herbrüggen sogar ein "Superstar" - das alles und noch viel mehr bietet das 29. Mannheimer Stadtfest. Von Freitag bis Sonntag, 24. bis 26. Mai, spielt zwischen Wasserturm und Paradeplatz die Musik. Auch das Kinderfest auf den Kapuzinerplanken, der Münzplatz in Q 6/Q 7 und die Partys im Schneckenhof sind wieder mit dabei. In den druckfrischen Programmen ist Herbrüggen - singender Altenpfleger und Sieger der jüngsten Staffel des Formats "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) - gar nicht vorhanden. So frisch war seine Verpflichtung, die Nadine Oswald, Verantwortliche der Eichbaum-Bühne am Wasserturm, am Montag bekannt gab. "Das hat sich kurzfristig so ergeben", sagte sie. Herbrüggen hat seinen Auftritt am Freitag gegen 20.20 Uhr.
Das Programm ist buntgefächert, reicht von Klassik mit dem Nationaltheater (Samstag und Sonntag ab 16 Uhr auf der Kulturnetz-Bühne, O 3/O 4) und im Hof der Musikhochschule, über Bigband-Sound, Rock und Pop hin zu lateinamerikanischen und Schlagerklängen. Im Schneckenhof wartet die tanzbare elektronische Musik - eine kunterbunte Partymischung eben. "Viel mehr ist in der Breite kaum möglich", unterstrich deshalb Thomas Sprengel, für den es das letzte Stadtfest unter seiner Regie ist. Der Chef der städtischen Tochter "Event & Promotion", die das Fest zum zehnten Mal im Auftrag der Stadt durchführt, geht zum Jahresende in den Ruhestand.
Zuvor feiert er aber wieder ein Stadtfest an gewohnter Stelle: "Nach zwei Jahren sind die Planken endlich wieder komplett frei", erklärte Bürgermeister Michael Grötsch (CDU). Auch wenn die Planken längst zu klein für die große Feier geworden sind. So ist der Münzplatz in diesem Jahr erstmals "offizieller" Bestandteil der Veranstaltung und beherbergt die "Unesco-City of Music"-Bühne. Dort kocht Georg Meyle zunächst am Freitagabend ab 19 Uhr, ehe er am Samstag ab 20 Uhr singt. Die Bühne ist auch die Spielwiese für Mannheimer Bands und Künstler.
Der Bereich zwischen Q 6 und Q 7 ist auch die erste Außenstelle des Kinderfests, das auf den Kapuzinerplanken längst alle räumlichen Grenzen gesprengt hat. "Wir sind mittlerweile bei 19 Bühnenacts und 30 Mitmachstationen", zählte Karmen Strahonja vom Mannheimer Stadtmarketing auf. Deshalb gibt es in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule in deren Innenhof in N 7 mit dem "HofMusikTanzFest" auch eine zweite Außenstelle.
Auf den Planken selbst bilden die Eichbaum-Bühne am Wasserturm und der RNF-Truck am Paradeplatz die beiden Pole. Auf dem Paradeplatz eröffnet Michael Grötsch am Freitag um 18 Uhr die Veranstaltung mit dem Fassbieranstich. Dann zieht er weiter zum Wasserturm, wo er dem Fest ab 19 Uhr noch einmal einen guten Verlauf wünscht. Dazwischen (O 3) ist die Bühne des Kulturnetzwerks Mannheim-Rhein-Neckar und, wieder am angestammten Platz zwischen P 7 und O 7, die Feuerio-Feiermeile mit einer Bühne, auf welcher der Verein beweist, dass er viel mehr kann als nur Fasnacht.
Und wer davon am Freitag und Samstag noch nicht genug hat, ist bei den Mannheim City-Sounds im Schneckenhof richtig, wo jeweils bis 1 Uhr weitergefeiert wird. An allen anderen Orten endet das Bühnenprogramm um 23 Uhr, sonntags um 22 Uhr. "Für dieses großartige Programm sind drei Tage Stadtfest beinahe zu kurz", sagte Grötsch scherzhaft. Sein Wunsch: gutes Wetter.
Info: Das Programm ist im Internet unter www.mannheimer-stadtfest.de abrufbar.