Rund um Wiesloch-Walldorf: Trotz enormer Niederschlagsmengen noch viel Luft nach oben
Rund um Wiesloch-Walldorf. (rö) Tief "Axel" hat am Montagabend, in der Nacht auf Dienstag und auch Dienstagmorgen für heftige Regenfälle gesorgt. Während in Teilen von Baden-Württemberg Hochwasseralarm gegeben wurde, ist die Region rund um Wiesloch und Walldorf glücklicherweise glimpflich davon gekommen. "Es hat alles funktioniert wie geplant", erklärte Josef Zöllner, der technische Geschäftsführer des Abwasser- und Hochwasserschutzverbands Wiesloch (AHW), auf RNZ-Anfrage.
Unsere Bilder entstanden am Dienstag am Hochwasserrückhaltebecken Dielheim-Unterhof (Bild 1), in der Baiertaler Ortsmitte (Bild 2) und am Becken in Schatthausen (Bild 3). Alle Anlagen des AHW hätten noch "absolut im unteren Level" gearbeitet, so Zöllner. Nach seinen Worten fielen in der Region bis zu 36 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, das sei "problemlos verkraftet" worden, obwohl es sich doch um eine "enorme Niederschlagsmenge" gehandelt habe. "Geholfen hat natürlich, dass die Böden noch trocken und sehr aufnahmefähig waren", hatte man laut Zöllner Unterstützung von der Natur.
Deshalb hätte es aus seiner Sicht "noch einige Zeit weiter regnen können, bis wir an unsere Grenzen gekommen wären". Dabei habe sich gerade auch das im vergangenen Jahr neu in Betrieb genommene Hochwasserrückhaltebecken in Schatthausen bewährt und für eine Entlastung der entlang des Gauangelbachs folgenden Becken (Hohenhardter Hof und Dielheim-Baiertal) gesorgt. "Wir hatten schon noch Luft nach oben", bekräftigte Zöllner.
Damit das auch künftig so bleibt, wurde Anfang Mai in Wiesloch mit dem Ausbau des Waldangelbachs im Abschnitt von der Schwetzinger Straße bis auf Höhe des Freibades begonnen. "Wir arbeiten mit Hochdruck und wollen bis nächstes Jahr im Herbst fertig sein", sagte Zöllner.
Gute Nachrichten gab es zudem von der Feuerwehr: Während die Walldorfer Floriansjünger laut ihrem Kommandanten Frank Eck "null Einsätze" verzeichneten, musste die Wieslocher Kameraden immerhin dreimal ausrücken, wie der stellvertretende Abteilungskommandant Marco Friz berichtete: An der Albert-Schweitzer-Schule stand der Hof unter Wasser, außerdem war in zwei Keller in der Schlossstraße Wasser gelaufen.