Bezirksbeirat Rohrbach: "Schulweg mit 40-Tonnern, das geht nicht!"
Von Werner Popanda
Heidelberg-Rohrbach. Es sollte eigentlich nur um den Bebauungsplan in der Felix-Wankel-Straße gehen. Doch den Rohrbacher Bezirksbeiräten brannte dazu ein Thema unter den Nägeln, das gar nicht auf der Tagesordnung stand: Ein neues Verkehrskonzept wegen der "durch den Schwerlastverkehr unhaltbaren Verkehrssituation in der gesamten Felix-Wankel-Straße" zwischen Konrad-Zuse-Straße im Westen und Fabrikstraße im Osten forderte SPD-Bezirksbeirat Bernd Knauber. Seinem Antrag schlossen sich seine Kollegen schließlich einstimmig an.
Der Bezirksbeirat tagte nach der Kommunalwahl im Mai erstmals in neuer Zusammensetzung und hatte den "Vorhabenbezogenen Bebauungsplan Rohrbach Felix-Wankel-Straße 17-21", genauer: die "Zustimmung zum Entwurf und Beschluss der öffentlichen Auslegung" auf der Tagesordnung. In diesem Teil der Felix-Wankel-Straße sollen drei viergeschossige Wohngebäude mit 73 Wohnungen sowie eine Tiefgarage mit 92 Stellplätzen entstehen.
Der Kinderbeauftragte Knud Jahnke wies auf den Schwerlastverkehr hin, der wegen der Baustelle im Quartier am Turm unterwegs sei. Schon heute sei das eine "total gefährliche Situation". Es sei jetzt nicht mehr die Frage, ob, sondern nur noch, wann ein Unglück geschehen werde. "Letztendlich", so seine konkrete Forderung, "müssen die Lkw dort raus, ein Schulweg mit 40-Tonnern, das geht gar nicht!".
Auch an dem Bauvorhaben selbst gab es Kritik: Eher wenige große Wohnungen für Familien seien vorgesehen, sondern überwiegend kleinere Wohneinheiten. Noch größer war der Ärger allerdings über die geplante Tiefgaragenzufahrt. Denn diese ist für Knauber auf einer viel befahrenen Straße wie der Felix-Wankel-Straße schlicht zu normal angelegt. Nicht weniger problematisch ist für Grünen-Rat Eckhard Wolfin die Gehwegbreite. Was diese anbelangt, müsse die Stadt "darauf achten, dass aus Sicherheitsgründen 2,50 Meter durchgesetzt werden". Auch seiner Initiative, die Beschlussvorlage um einen entsprechenden Passus zu ergänzen, folgte der Bezirksbeirat einstimmig.