Ravensetin-Ballenberg: Diese Maßnahmen sollen realisiert werden
Ballenberg. (F) Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Ortschaftsrat Ballenberg im Nebenzimmer des Gasthauses "Zum Ochsen" in seiner Sitzung abzuarbeiten, zu der zahlreiche interessierte Zuhörer gekommen waren. Im Mittelpunkt stand ein Sachstandsbericht über die noch in diesem Jahr geplanten Maßnahmen in Ballenberg sowie der Haushaltsplan für 2020, wobei der Ortschaftsrat zahlreiche gewünschte Großprojekte zur Realisierung anmeldete.
Anfangs befasste sich das Gremium mit dem aktuellen Stand der geplanten Maßnahmen in Ballenberg für das restliche Jahr. Wie Ortsvorsteher Clemens Walz hierzu erläuterte, könnten viele Maßnahmen, die im Frühjahr geplant worden seien, nicht mehr umgesetzt werden, so zum Beispiel die umfangreich geplante Sanierung von Feldwegen.
In den drei verbleibenden Monaten dieses Jahres sollen aber noch folgende Maßnahmen realisiert werden: das Streichen der Fenster im Bürger- und im alten Rathaus, die Installation neuer Eingangstüren für die Wohnungen im Falkenbergerhaus, die notwendige Reparatur der Heizung im Bürgerhaus und die Reinigung der dortigen Lüftungsanlage sowie die Planung für die Platzgestaltung der Zufahrt zur Zehntscheune.
Weiterer Punkt war der Haushaltsplan 2020. Wie Walz informierte, habe Kämmerer Marcus Wägele eine Übersicht über die geplanten Großprojekte angefordert. Bereits im August habe man der Kämmerei eine Vielzahl von Vorschlägen übermittelt wie die Renovierung der Brücke in der Graf-Eberstein-Straße mit einem Plansatz von 70.000 Euro. Diese Maßnahme, so der Ortsvorsteher, sei schon seit mehreren Jahren immer wieder aus Kostengründen verschoben worden. Zumindest eine Teilrenovierung werde vom Ortschaftsrat als dringend erforderlich erachtet.
Zum Ausbau der Zufahrt zur Zehntscheuer seien 40.000 Euro veranschlagt worden. Dabei sollen auch noch die restlichen Flächen zum Eingang der Zehntscheuer und der Kelter angelegt werden. Ein Gestaltungsvorschlag sei bereits mit der Feuerwehr und dem Jugendklub ausgearbeitet worden.
Weitere Wünsche seien die Renovierung von städtischen Gebäuden, die Erschließung von weiteren Bauplätzen im Neubaugebiet, die Planung eines Radweges von Ballenberg nach Unterwittstadt und die Feldwegunterhaltung mit 50.000 Euro, die aus dem Etat 2019 herausgenommen und ins neue Haushaltsjahr verschoben worden seien.
Weitere Vorschläge seien noch vom Ortschaftsrat aufgenommen und beschlossen worden, wobei nach über 20 Jahren ein Neuanstrich im unteren Saal des Bürgerhauses als erforderlich angesehen werde. Zudem seien Fenster im ehemaligen Rathaus auszutauschen und ein neuer Anstrich der Blockhütte sowie ein Beamer für das Bürgerhaus nötig.
Der Ortschaftsrat stimmte den einzelnen Maßnahmen zu. Walz wies aber vorsorglich darauf hin, dass die Wünsche des Ortschaftsrates mit den finanziellen Möglichkeiten der Stadt abgestimmt werden müssten. Final entscheide der Gemeinderat, welche Maßnahmen unter der Berücksichtigung der Gesamtsituation der Stadt umgesetzt würden.
Das Aufstellen von Hundeklo-Behältern war ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung. Wie der Ortsvorsteher hierbei sagte, sei er von einer Hundebesitzerin angesprochen worden, ob es nicht möglich sei, Sammelbehälter für den Hundekot aufzustellen. Seitens der Ortschaftsräte wurde dieser Vorschlag begrüßt. Für die Leerung der Behälter, so Walz, wäre die Stadt zuständig. Einstimmig beschlossen wurde, dass am Multifunktionsweg nach Erlenbach und am Feldweg in Verlängerung der Stadtstraße (Richtung Aussiedlerhof nach Oberndorf) je zwei solcher Sammelbehälter aufgestellt werden.
Keinen Beschluss fasste der Ortschaftsrat beim Thema "Verkehrstechnische Regelungen". Grund für diesen Tagesordnungspunkt war die Anfrage des Ortschaftsrats Daniel Straßwiemer, ob es nicht sinnvoll sei, 30er-Zonen für ausgewählte Straßen auszuweisen. Prinzipiell, so Walz, müsse dies mit den Anliegern besprochen werden, wobei es am besten wäre, diese würden einen Antrag stellen. Allerdings gebe es jedoch bisher keine solchen Anträge und somit bestehe kein aktueller Handlungsbedarf für den Ortschaftsrat.
Ortsvorsteher Walz stellte den Antrag, die 30er-Zone an der Einmündung der Stadtstraße in die Georg-Metzler-Straße bis vor die Bushaltestelle auszuweiten. Eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde sei hier nur schwer zu realisieren. Ein Beschluss hierfür wurde nicht gefasst.
Weiter informierte Walz darüber, dass das Streichen der Wände in den beiden Vorräumen der Leichenhalle sowie der Einbau der Sanitärinstallation in Kürze erfolgen werde. Zudem fragte der Ortsvorsteher nach, ob noch Bedarf an neu zu pflanzenden Bäumen im Stadtteil bestehe oder ob kranke Bäume gefällt werden müssten und eine Neuanpflanzung erforderlich sei. Er schlug vor, die Zierobstbäume am Brunnen in der Kurmainzstraße zu fällen und durch andere Bäume zu ersetzen. Hierzu gab es vom Gremium ebenfalls keinen Beschluss.