Wiesloch: Feuerwehr hat einen neuen Geräte- und Transportwagen
Wiesloch. (hds) Bei der feierlichen Übergabe des neuen Geräte- und Transportwagens an die Freiwillige Feuerwehr Wiesloch ließ es sich Bürgermeister Ludwig Sauer trotz Erkrankung nicht nehmen, einige Worte an die Gäste zu richten: "Wir haben zwar eine angespannte Haushaltslage in unserer Stadt und dennoch haben es die Mitglieder des Gemeinderats ermöglicht, dass diese wichtige Investition getätigt werden konnte, dafür bedanke ich mich." Damit werde zum einen die Arbeit der Feuerwehr gewürdigt, zum anderen ein wichtiger Beitrag zum Wohl und zur Sicherheit der Bürgerschaft geleistet.
Man habe sehr lange mit der Neuanschaffung gewartet. "Zu lange", räumte Sauer ein, denn das Vorgängerfahrzeug wurde bereits 2017 durch einen irreparablen Getriebeschaden außer Gefecht gesetzt. Glücklicherweise, so Sauer, hätten die Nachbarfeuerwehren mitgeholfen, die Situation durch ihre Unterstützung zu überbrücken.
"Ich werde mich persönlich dafür stark machen, dass wir nicht nochmals in eine solch prekäre Lage versetzt werden und ohne Fahrzeug dastehen", versprach der Bürgermeister. Auf der Anschaffungsliste stehen derzeit noch drei - genehmigte - Fahrzeuge, unter anderem auch der Ersatz für den Drehleiter-Wagen.
Michael San José, Untergruppenführer der Wehren im Rhein-Neckar-Kreis, betonte, jetzt sei die Feuerwehr leistungsfähiger geworden. "Was lange währt, wird endlich gut", freute sich der stellvertretende Stadtbrandmeister Ronald Martin. Mit der Entscheidung für das neue Fahrzeug habe man einen "Schritt in die richtige Richtung" getan. Eingesegnet wurde der Gerätewagen vom evangelischen Pfarrer Dr. Andreas Blaschke und dem katholischen Diakon Michael Barth-Rabbel, für den nach eigenen Worten "ein Jugendtraum" in Erfüllung ging.
"Ich wollte schon immer mal einen Feuerwehrwagen einsegnen", gestand er ein. Auch Rainer Kircher, Ehrenkommandant der Wieslocher Feuerwehr, richtete ein paar Worte an die Besucher. Ein kleines Maskottchen, der aus dem Fernsehen bekannte, putzige Drache namens "Grisu", soll künftig dafür sorgen, dass bei allen anstehenden Einsätzen eine schützende Hand über das Fahrzeug und die Mannschaft gelegt wird.
Laut Abteilungskommandant Jürgen Bodri sind die Anforderungen an einen Gerätewagen in den zurückliegenden Jahren stets angestiegen. Früher habe es sich eher um einen "leeren Lastwagen" gehandelt, heute könne das neue Fahrzeug fünf Rollcontainer mit den unterschiedlichsten Materialien aufnehmen. Selbst eine Einrichtung für die Reinigung der Kleidung der Wehrleute vor Ort ist vorhanden.
"Ich bin jetzt seit 30 Jahren bei der Wieslocher Feuerwehr, ähnlich lange musste der alte Gerätewagen seinen Dienst versehen", fügte er hinzu. Auch Bodri äußerte den Wunsch, dass mit dem neuen Fahrzeug "alles gut" laufe und man wohlbehalten von den Einsätzen zurückkomme. "Wir sind in diesem Jahr bereits 179 Mal ausgerückt", informierte er.
Lobende Worte gab es von allen Seiten für die umfangreichen Vorbereitungen im Vorfeld der Anschaffung. In verschiedenen Teams - auch hinsichtlich der neu drei ausstehenden Neuanschaffungen - sei viel gearbeitet worden, um die Angebote zu prüfen und letztendlich die genaue Ausstattung festzulegen. Gekostet hat der neue Transport- und Gerätewagen 210.000 Euro, 34.000 Euro gab es als Zuschüsse.