Leimen: Ulrike Eckl starb überraschend im Alter von 63 Jahren
Leimen. (fre) "Eine Frau, die weiß, wo bei den Bürgern der Schuh drückt." So wurde sie einmal beschrieben. Und diese Frau, die auch bei Wind und Wetter nur mit dem Fahrrad unterwegs war, wird fehlen. Ulrike Eckl, die frühere Stadträtin und Vorsitzende des CDU-Stadtverbands, starb völlig überraschend in der Nacht zum vergangenen Mittwoch. Sie wurde nur 63 Jahre alt.
Ulrike Eckl entstammt mütterlicherseits einer alteingesessenen St. Ilgener Familie. Als die Eltern irgendwann in den 1960er Jahren in der Probsterwaldsiedlung heimisch wurden, wurde das Elternhaus zu ihrem Zuhause – auch wenn sie zwischendurch viele Jahre in Baden-Württemberg unterwegs war. Ulrike Eckl war technische Lehrerin und unterrichtete Hauswirtschaft an Schulen in Freiburg, Rastatt, Titisee, Karlsruhe, Mühlheim und die letzten Jahrzehnte an der Luzenbergschule in Mannheim. Schon von Berufs wegen wusste sie nur zu genau, wie wichtig Bildung für junge Menschen ist, zumal wenn sie einen schwierigen heimischen Hintergrund haben.
Daheim war das Gärtnern ihr großes Hobby. Gemeinsam mit der Mutter, die vor anderthalb Jahren starb, war Ulrike Eckl treibende Kraft bei den Gartenfreunden Probsterwald, deren Vorsitz sie inne hatte.
Ihr Interesse an der Kommunalpolitik weckten nicht zuletzt ihre beiden Onkels: der frühere und 2011 verstorbene Leimener Oberbürgermeister Herbert Ehrbar sowie dessen Bruder, der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Udo Ehrbar. Ulrike gehörte dem CDU-Ortsverband St. Ilgen an, leitete diesen seit 2009 und später auch den gesamten Stadtverband. Auch beim Stadtteilverein hatte sie den Vorsitz inne.
Dem Gemeinderat der Großen Kreisstadt gehörte Ulrike Eckl ab 2014 für eine Legislaturperiode an. Neben der Vertretung "ihres" St. Ilgens zählten die Bereiche Jugendarbeit und Bildungspolitik zu ihren Schwerpunkten. Ihre gemeinderätliche Arbeit zeichnete aus, was sie insgesamt auszeichnete: Ulrike Eckl war keine Frau, die Fensterreden hielt, sondern eine, die sich vielseitig engagierte, zupackte und auf deren Wort sich alle verlassen konnten.
Ihre letzte Ruhe findet Ulrike Eckl nun auf dem St. Ilgener Waldfriedhof. Der Abschied wird im engen Familienkreis erfolgen. Ihre Aufgaben im CDU-Stadtverband übernimmt kommissarisch Thorsten Niemzik. Er war bislang stellvertretender Vorsitzender.