Tausende Menschen demonstrieren in Washington gegen Rassismus und Polizeigewalt
In Washington sind am Samstag tausende Menschen zu neuen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA geströmt.
In Washington sind am Samstag tausende Menschen zu neuen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA geströmt. Vor dem Weißen Haus und am nahegelegenen Lincoln-Denkmal in der Hauptstadt versammelten sich die Menschen auch am zweiten Wochenende nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd.
Der unbewaffnete Floyd war am 25. Mai in Minneapolis festgenommen worden, weil er mutmaßlich mit Falschgeld Zigaretten gekauft hatte. Ein weißer Polizist drückte dann fast neun Minuten lang sein Knie auf den Nacken des am Boden liegenden Mannes, der mehrfach sagte, er bekomme keine Luft mehr.
Die Polizei in Minneapolis kündigte am Freitag an, Beamten den Würgegriff zu verbieten, der bereits 2014 in New York zum Tod des Schwarzen Eric Garner geführt hatte. Der Polizeichef von Seattle erklärte angesichts neuer Demonstrationen, 30 Tage auf den Einsatz von Tränengas zu verzichten.
US-Präsident Donald Trump hatte vergangenen Montag friedliche Demonstranten vor dem Weißen Haus mit Tränengas und Gummigeschossen vertreiben lassen, um anschließend zu Fuß zu einer nahegelegenen Kirche zu gehen. Vor dem Gotteshaus ließ er sich mit einer Bibel in der erhobenen Hand fotografieren.