Danke Edi Lieber – der Obmann tritt zurück!
Der Obmann des DSV Leoben gibt zwei Jahre nach Übernahme des Vereines seinen Rücktritt bekannt. Edi Lieber, ein Macher, der stets Alles für den Verein gegeben hat, kann stolz sein, was er erreicht hat. Seine Bilanz ist eindeutig positiv! Er hat den Verein in sportlich sehr herausfordernden Zeiten übernommen – der DSV Leoben befand sich zum Jahreswechsel 2018/19 als Vorletzter der Landesliga auf einem Abstiegsplatz. Sein persönliches Engagement, sein Bemühen um Unterstützung in der regionalen Wirtschaft und sein Streben nach einer Akzeptanz durch harte Arbeit zeigten Erfolg, wurden aber immer wieder gebremst von sportlichen Misserfolgen. Die Mannschaft unter Trainer Reinmayer schaffte es nicht, sich aus der Abstiegszone zu befreien, erst mit dem Engagement von Ivo Gölz wurde „fünf Minuten vor zwölf“ der Turbo gezündet und die Saison ohne Relegation auf einem sicheren Tabellenplatz beendet.
In der Sommerpause wurde mit Mo Idrissou eine Transferbombe gezündet, die sich nach anfänglicher Euphorie und einigen Erfolgserlebnissen, in Schall und Rauch auflöste. Viel wurde in den Saisonauftakt investiert „Es sind viele Arbeiten im Stadion zu machen, denn wir möchten unseren Zusehern das Umfeld, und im sportlichen Bereich, Leoben würdig präsentieren. Wir arbeiten daran, dass ihr wieder gerne in unser Stadion kommt.“ – eine gut besuchte Tribüne ließ erahnen, daß man in Leoben auch das Feuer für den DSV entfachen kann – vorübergehend war man sogar Tabellendritter, doch dann folgte der Einbruch. Verletzungspech, Niederlagen und die Probleme rund um Idrissou ließen Kritiker, die es schon immer wussten, dass das nicht funktionieren konnte, aus ihren Löchern kriechen. Das ganz Herzblut, das er persönlich investierte, ob es im Gebäudeinnenbereich oder im Erscheinungsbild nach außen war, wurde wieder mit dem Erlolg/Misserfolg der Kampfmannschaft in Frage gestellt. Einen Mann, der wirklich Alles der Arbeit im Verein unterordnete, kränkten manche Äußerungen von Leuten, die immer nur nach Fehlern suchten – nie aber das Positive sahen.
Auch seine nächste Vision, eine Videowall im Stadiongelände, die als Werbefläche und am Spieltag als Matchuhr dient, wurde nach einigem Misstrauen im engeren Umfeld von ihm konsequent umgesetzt. Diese Investition machte sich schnell bezahlt. Während durch die Covid-Pandemie ab März 2020 das öffentliche und sportliche Leben plötzlich stillstand, konnte der DSV über die Videowall Inserate schalten und somit finanzielle Mittel lukrieren. Den Lock-Down nütze Lieber, um eine neue Mannschaft und einem neuen Trainer Markus Rebernegg (nachdem der Gesundheitszustand von Ivo Gölz das nicht mehr zuließ) zu installieren. Die regionale Wirtschaft wurde unter dem Mantel „Wir Leobener“ angesprochen, neue Dressen mit diesem Schriftzug, neue Fahnen und Werbeschilder auf den Tribünen, sollten den Aufbruch sichtbar machen. Wieder war es sportlich ein Auf und Ab im Herbst, wieder war man den eigenen Erwartungen hinterher. Und wieder waren es die Zweifler, die sich bemerkbar machten.
Nach dem neuerlichen Meisterschaftsabbruch Ende Oktober und der anschließenden Pause kann man die Bilanz seiner Tätigkeit so lesen. In keinem Bereich, weder sportlich, finanziell oder sonst irgendwie ist der DSV Leoben schlechter als vor seiner Übernahme. Im Gegenteil. Der DSV Leoben ist ein wirtschaftlich gesunder Verein, mit einer ligatauglichen Mannschaft (Platz 11) und die wiedererwachte Nachwuchsarbeit lässt für die Zukunft hoffen. Die Infrastruktur im Stadion und die Kontakte zur Wirtschaft sind deutlich verbessert. Unter schwierigen Voraussetzungen hat Edi Lieber das Zepter übernommen und übergibt es nun wieder. Wir möchten uns aufrichtig bei ihm bedanken und wünschen ihm und seiner Familie für die Zukunft Alles Gute!
Um eine Herzensangelegenheit muss man kämpfen. Die Probleme gibt es gratis dazu! Danke Edi!