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Traumtour über die Alpen: Transalp: Von Garmisch-Partenkirchen nach Meran – auf Skiern

Stern 

Alpenüberquerungen zu Fuß oder mit dem Mountainbike sind längst in Mode gekommen. Im Winter dagegen ist eine fünftägige Skitour von der Zugspitze durch Tirol bis ins frühlingshafte Meran ein einsames Abenteuer mit endlosen Tiefschneeabfahrten.

"Ganz klar von Nord nach Süd." Für Paul ist die Richtung vorgegeben. "Es macht einfach mehr Sinn, weil ich dann vom Winter in den Frühling komme oder anders gesagt: von den Bergen ans ‚Meer'. Über die Route selbst lässt sich diskutieren." Paul Walser liebt mehrtägige Durchquerungen und ist immer auf der Suche nach ungewöhnlichen, sprich einsa­men, nicht alltäglichen Touren. "Klar sind auch eine Haute Route oder Venter Runde schön, aber da gibt's kein Neuland, da ist alles bekannt", meint der Ötztaler Bergführer. "Der Reiz einer Transalp ist für mich, dass man neue Gebiete und Orte kennenlernt und abseits der Modetouren unterwegs ist."

Auftakt am Gatterl

Von Garmisch-Partenkirchen aus geht es ganz gemütlich mit der Baye­rischen Zugspitzbahn ins kleine Skigebiet unter Deutschlands höchstem Gipfel – und zum Start der ersten Etappe. Früher, als sich noch keiner Steilabfahrten wie den Extremklassiker "Neue Welt" zutraute, war die Variante über das Gatterl etwas ganz Besonderes. Doch auf der Suche nach dem Extremen ist die Variantenabfahrt auf die Sonnenseite der Zugspitze in Vergessenheit geraten. Und so wechseln wir nach den beliebten Tiefschneehängen von "Klein Kanada" schnell ins echte Powderparadies. Unter den Wänden der Gatterlköpfe hält sich der Pulverschnee perfekt, die sanften Hänge sind wunderschön kupiert – und Platz gibt es mehr als genug.

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Die bei der Planung noch offene Frage, wie genau die Querung vom Platt zum Gatterl verläuft, hat sich beim Blick vom Gipfel der Zugspitze weitgehend aufge­klärt. Und so fellen wir auf rund 2020 Meter Höhe unter einem markanten Felsturm an und steigen in Richtung eines großen Felsbrockens auf. Eine kurze Querung, dann atmen wir auf: Schräg unter uns ist das Gatterl zu sehen, alles richtiggemacht. Also Felle runter, ein paar Schwünge und schon stehen wir im Sattel und schauen nach vorne, in die traumhafte Schneedünenlandschaft unter dem Feldernjöchl.

Dahinter versteckt sich noch eine zweite Schneeschüssel, die den Übergang zu den sonnen­verwöhnten Hängen auf der Südseite der Gatterlköpfe ermöglicht. Das Skigebiet der Ehrwalder Alm wird nur am Rande tangiert und schon geht es weiter Richtung Coburger Hütte. Anfangs auf einer gespurten Loipe, dann überaus einsam an der Seebenalm vorbei hinein in die Mieminger Berge. Wir ziehen nach rechts und spuren hinüber zur Biberwierer Scharte, hinter der zum Abschluss eine Steilabfahrt in die Langlehn wartet. Steil und schattig versteckt sich hier unter hohen Felswänden ein Kar, das bei sicheren Verhältnissen zum skifahrerischen Höhepunkt und krönenden Abschluss des ersten Tages wird.

"Das Schwierige an der Transalp ist die Suche nach einer Linie, die Sinn macht", fasst Paul die Planung zusammen. "Du brauchst Übergänge, die funktionieren. Aufstieg und Abfahrt sind nie identisch, was natürlich den Reiz einer Durchquerung ausmacht, andererseits weißt du nie, wie dort die Verhältnisse sind, wie genau das Gelände ausschaut, wo die Gefahrenstellen sind." Mit Garmisch-Partenkirchen und Meran waren Ausgangspunkt und Zielort schnell gefunden. Beide Orte sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und lassen sich mit einer für Skitourengeher interessanten Linie verbinden. Der Plan: In fünf Tagen von der winterlichen Alpennordseite in den Frühling, ins mediterrane Meran mit seinen Palmen.

Von Biberwier ins Inntal

In Biberwier sind die Wege kurz. Raus aus dem Quartier, rein in den Lift und rauf aufs Marienbergjoch. Für Paul liegt die Nutzung der Lifte auf der Hand. "Allein aus zeitlichen Gründen. Es macht für mich keinen Sinn, über eine Skipiste raufzugehen. Ich geh ja nicht zu Trainingszwecken, sondern ich will eine Tour erkunden und das mache ich auf einer Skipiste nicht." So denken im Grunde viele und deshalb trifft man am Marienbergjoch morgens fast mehr Tourengeher als Pistenskifahrer, die zur überaus beliebten Grünstein-Umfahrung aufbrechen. Doch auf der Transalp berühren wir diese Strecke nur kurz.

Youtube Etappe2

Die Masse steigt über die schweißtreibenden Sonnenhänge der Höllreise in die Grünsteinscharte auf, während wir nach der Abfahrt vom Höllkopf völlig allein ins Stöttltor ziehen. Die Abfahrt unter den mächtigen Wänden der Griesspitzen ist grandios – skifahrerisch wie landschaftlich. Einzelne Schneezungen zwischen den Latschen verlängern die Abfahrt, bei der der Frühling schon ganz deutlich zu spüren ist. Bei der Boasligbrücke ist endgültig Schluss mit Skifahren, weiter aufs Mieminger Plateau geht es nur noch zu Fuß. Doch auch das gehört zu einer Transalp.

Vom Inntal über den Alpenhauptkamm

In Obermieming ist man dem Frühling näher als dem Winter, doch gegenüber, auf der anderen Seite des Inntals, locken bereits die tief verschneiten Stubaier Alpen. Mit dem Bus geht es über Innsbruck quer durch das Inntal nach Axams und anderntags mit dem Skibus in die schneesichere Axamer Lizum. Die Kulisse ist gigantisch, die Freeride-Möglichkeiten sind genial – und als Ausgangspunkt für eine Skitour ist der Hoadl auch ganz gut zu gebrauchen. Beim landschaftlich großartigen Anstieg über die Adolf-Pichler-Hütte zum Gamskogel sind wir überraschenderweise allein, was vielleicht auch an dem dichten Nebel liegt. Die Sicht geht gegen null, so dass wir die bizarre Felslandschaft der Kalkkögel, die mit ihren Türmen und Couloirs an die Dolomiten erinnert, nur erahnen können. Blindflug auch bei der Abfahrt vom Schlicker Schartl ins Skigebiet Schlick 2000, dafür reicht der Schnee dank Beschneiung locker bis Fulpmes im Stubaital.

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"Das Schönste im Stubai ist der Blick ins Ötztal." Bei der Bergstation der Schaufeljochbahn kann sich der Ötztaler Paul diesen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. Im Grunde könnte er hier mit den Skiern runterfahren und wäre schon fast zu Hause. Doch viel interessanter ist für ihn die heutige Schlüsseletappe der Transalp. Massen an Skitourengehern starten vom Stubaier Gletscher zum Zuckerhütl, dem höchsten Gipfel der Stubaier Alpen. Doch wir lassen den Trubel links liegen und steigen auf ins Gamsplatzl.

In aller Stille spuren wir über die zunehmend steile Gletscherflanke unter das Hohe Eis und stapfen schließlich über flache Schneefelder auf die Eiskuppe der Sonklarspitze – neugierig beäugt von einer Gämse, die scheinbar auch die Einsamkeit sucht. Das benachbarte Zuckerhütl ist zum Greifen nah und doch liegen Welten dazwischen. Wer sich dort in die breite Spur einreiht, der folgt der Herde und kann davon ausgehen, den Gipfel zu erreichen. Auf der benachbarten Sonklarspitze zeigt sich Skitourengehen dagegen von seiner ursprünglichen Seite. Keine Spur weit und breit, das Gelände steil und lawinengefährdet, die Route nicht klar vorgegeben. Erst vor Ort erweist sich, ob der Anstieg über die Steilflanke neben dem Hängegletscher möglich ist oder alternativ der Umweg über die Siegerlandhütte in Betracht gezogen werden muss. "Gerade bei so einer Tour muss man sehr flexibel sein", erklärt Paul, "und unbedingt einen Plan B haben."

Auf der Etappe über die Sonklarspitze funktioniert aber alles wie geplant. Langsam schwingen wir entlang des Grates zu einem Steinmann und damit zum Beginn der Felsstufe, die das Gipfelschneefeld vom riesigen Übeltalferner trennt. Zu Fuß klettern wir vorsichtig entlang des Sommerwegs über den Ostgrat ab, bis eine Schneezunge die Ausfahrt auf die weiten Gletscherflächen ermöglicht. Mit Blick auf den Wilden Freiger und hinaus ins Ridnauntal umrunden wir die Sonklarspitze und wechseln flach hinüber zur Schwarzwandscharte – und damit zum Start der großartigen Abfahrt über die Timmelsalm. Über eine schier endlose Folge an großartigen Hängen schwingen wir talauswärts, wechseln je nach Schnee die Talseite und stoppen erst 1300 Meter weiter unten an der Timmelsjochstraße, wo wir mit dem Taxi nach Pfelders wechseln.

Vom Winter in den Frühling

Das Ende der Welt, so könnte man den ersten Eindruck von Pfelders beschreiben. Dennoch besitzt der Ort ein kleines Skigebiet, das aber eher Leute anspricht, die Ruhe abseits der Masse suchen. Ein paar Skitourengeher starten von hier aus ins Falschnaltal Richtung Schieferspitze, doch wie schon auf den letzten Etappen verlassen wir schnell das verspurte Gelände. In aller Ruhe genießen wir den unberührten, in der Sonne glitzernden Pulverschnee und die unverwechselbare Kulisse der Dreitausender der Texelgruppe. Die Etappe zeigt einmal mehr, wie fantastisch eine Skidurchquerung sein kann, bei der man das Bekannte verlässt und im Unbekannten seine Spur zieht. Und bei Erreichen des Spronser Jochs und dem Blick Richtung Süden meint, im Dunst das Mittelmeer zu sehen.

Skibuch 14.40

Das ist natürlich stark übertrieben und doch fühlt es sich so an. Auch weil Meran ein logischer Endpunkt ist. "In Meran ist Schluss, da bist du bei den Palmen und trinkst ein Glas Wein", meint Paul. "Würdest du von Süd nach Nord ziehen, dann geht es in die Berge rein und du hörst irgendwo in den Alpen auf, an einem Ort, an dem man durchaus noch ein paar Touren dranhängen könnte."

Doch vor dem Wein steht die Abfahrt über die Spronser Seen. Im Sommer ein ganz beliebtes Wandergebiet, im Winter verirrt sich dagegen kein Mensch hierher. Dabei ist die Landschaft mehr als faszinierend: Die Seeaugen inmitten mächtiger Felsrücken sind meterdick verschneit, die Abfahrt über die wunderschön kupierte Landschaft ein Traum und der Schnee trotz Südostausrichtung überraschend gut – zumindest, wenn man geschickt die Nordhänge mit einbezieht.

Tag 5: Der Ötztaler Bergführer Paul Walser am Ziel im frühlingshaften Meran, bei einem Südtiroler Bier.
© Stefan Herbke

Spätestens unterhalb der Bockerhütte ist im dichten Wald Schluss mit dem Skivergnügen. Wir wechseln vom Winter in den Frühling, von der Kälte in die Wärme des Südens. In Meran hat längst die Wandersaison begonnen, so dass wir mit Skiern, Tourenklamotten und Rucksack neugierig als Exoten bestaunt werden und reichlich Fragen nach dem Woher beantworten dürfen. Und schließlich bei fast schon sommerlichen Temperaturen einen großen Eisbecher und Südtiroler Flair genießen – das perfekte Ende einer fünftägigen Transalp.

Leicht gekürzte Fassung aus: "Traumtouren - 25 außergewöhnliche Skidurchquerungen in den Alpen. Mit Transalp, Haute Route und Tauerncross" von Stefan Herbke. Erschienen im Tyrolia Verlag, 224 Seiten; 294 Abbildungen, Preis: 35,95. Dort finden Sie auch den umfangreichen Serviceteil für diese Tour.

Infos: https://bergbild.infowww.walserpaul.comwww.tyroliaverlag.at

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