Nußloch: 12 000 Liter Wasser gegen brennende Gartenhütte
Nußloch. (luw) 22 Feuerwehrleute aus zwei Gemeinden, vier Fahrzeuge und fast 12 000 Liter Wasser waren nötig, um den Brand einer Gartenhütte zu löschen. Das Feuer in einem Schrebergarten im Seidenweg brach am Freitag gegen 14 Uhr aus, verletzt wurde niemand.
"Undefiniertes Feuer" lautete das Alarmstichwort für den Einsatz "am Seidenweg in Richtung Wald", wie der Nußlocher Kommandant Bernd Rensch gegenüber der RNZ berichtete. Vor Ort traf die Wehr schnell auf die "in Vollbrand" stehende Hütte. "Das Eingangstor zum Gelände war verschlossen, wir mussten es mit Gewalt öffnen", so Rensch. Der Besitzer der Hütte sei im Laufe des Einsatzes hinzugekommen.
Schnell hatten die Flammen offenbar auf eine benachbarte Hütte übergegriffen: "In dieser zweiten Hütte stand auch ein Traktor", sagte der Kommandant. Man habe hier aber schnell löschen können, sodass das Fahrzeug unversehrt blieb. Eine weitere Schwierigkeit habe in der Wasserversorgung bestanden: "Da oben gibt es ja keine Hydranten und das Verlegen einer Schlauchleitung wäre ein großer Aufwand gewesen." Also setzte man auf die drei Löschfahrzeuge, die auch dank der Unterstützung der Kameraden aus Sandhausen zur Verfügung standen: Die insgesamt über 6000 Liter aus den Tanks reichten aber nicht, wie sich bald herausstellte. "Der Brand an sich war zwar relativ schnell gelöscht, aber wir mussten die einzelnen Teile der Hütte auseinanderziehen, wodurch es immer wieder begann zu brennen", erklärt Rensch. Also fuhren die Wehren abwechselnd mit ihren leeren Fahrzeugen zu Hydranten am Ortsrand, um die Tanks wieder aufzufüllen und zurück an den Einsatzort zu kommen. So seien insgesamt die eingangs genannten knapp 12 000 Liter zusammengekommen – und gegen 17 Uhr sei auch die letzte Glut endgültig erloschen.
Den Sachschaden konnte die Polizei am Wochenende noch nicht beziffern. Nun befassen sich Brandermittler mit dem Fall.
Update: Sonntag, 16. Januar 2022, 20.23 Uhr