Eberbach: Fußgänger sollten Wald nach dem Sturm noch meiden
Eberbach. (mabi) Zu der angefallenen Sturmholzmenge kann Joachim Maier von der Stadtförsterei derzeit noch keine belastbare Aussage machen, da noch nicht alle Bereiche im Wald erreichbar sind. Bisher hat es aber für ihn den Anschein, dass Eberbach glimpflich davon gekommen ist.
"Spaziergänger sollten den Wald in den nächsten Wochen jedoch noch meiden, bis die größten Gefahren beseitigt sind. Viele Bäume sind durch die Trockenheit der letzten Jahre vorgeschädigt. Dadurch befinden sich viele abgestorbene Äste oder ganze Stammteile in den Kronen, die durch die Stürme gelockert wurden, auf Waldwege herabfallen und Waldbesucher verletzen können", teilt Maier mit.
Durch die frühzeitigen Warnhinweise des Deutschen Wetterdienstes konnte sich die Stadtförsterei rechtzeitig mit der Freiwilligen Feuerwehr Eberbach absprechen und auf ein größeres Sturmschadensereignis einstellen.
Die städtischen Rücke-maschinen wurden seit Mitte letzter Woche zum Arbeitsende immer zugriffsbereit auf dem Gelände der Stadtförsterei abgestellt, um bei Bedarf direkten und ungehinderten Zugriff auf die Maschinen gewährleisten zu können. Nach den Stürmen kontrollieren die Mitarbeiter der Stadtförsterei den Wald und beginnen mit den Aufräumarbeiten.
Zunächst werden laut Maier Straßen und Hauptzufahrtswege wieder befahrbar gemacht, bei Bedarf freigeräumt und Gefahren beseitigt. Mit der Zeit werden so alle Wege kontrolliert und die Schäden erfasst.
Bisher waren neben dem Wildgehege die Zufahrt zum Breitenstein und die Alte Dielbacher Straße Hauptarbeitsgebiete. Maier: "Das Wildgehege erweist sich in dieser Sturmsaison als besonderes Sorgenkind. Mehrfach musste der Zaun kontrolliert und wegen umgestürzter Bäume instandgesetzt werden."
Sobald die Waldwege wieder geöffnet sind, beginnen die eigentlichen Aufräumarbeiten: "Dann werden jene Bäume entfernt, die gerne vom Borkenkäfer befallen werden: Fichten, Lärchen und Tannen."
Jetzt gilt es, möglichst schnell alle angeschobenen Bäume, Wipfelbrüche und abgerissene Stämme zu finden und aufzuarbeiten, um eine Massenvermehrung zu verhindern. "Diese Arbeiten sind sehr zeitintensiv und binden viel Arbeitskapazität, die dann wieder für den regulären Betrieb fehlt."