Polizei: Bayern verstärkt im Kampf gegen Schleuser die Grenzpolizei
Zur Bekämpfung von Schleuserkriminalität und illegaler Migration schickt der Freistaat Bayern in den Sommermonaten verstärkt Einheiten seiner Bereitschaftspolizei in den Grenzraum zu Tschechien und Österreich. Das kündigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag an. Die Gewerkschaft der Polizei begrüßte den Schritt als richtig und notwendig, wies aber auf die angespannte Personalsituation bei der bayerischen Polizei hin.
Zur Bekämpfung von Schleuserkriminalität und illegaler Migration schickt der Freistaat Bayern in den Sommermonaten verstärkt Einheiten seiner Bereitschaftspolizei in den Grenzraum zu Tschechien und Österreich. Das kündigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag an. Die Gewerkschaft der Polizei begrüßte den Schritt als richtig und notwendig, wies aber auf die angespannte Personalsituation bei der bayerischen Polizei hin.
Nach Darstellung Herrmanns sollen die zusätzlichen Einheiten vor allem bei der Schleierfahndung hinter der Grenze helfen. In Ab- und mit Zustimmung der Bundespolizei führt die bayerische Polizei auch temporär eigenständige Grenzkontrollen unmittelbar an der Grenze zu Österreich durch. Die Kontrollen hinter der Grenze sollen aber mit der Bundespolizei koordiniert werden.
Konkret soll die Bereitschaftspolizei jede Woche bis zu 50 Einsatzkräfte der Grenzpolizei für Schwerpunktkontrollen unterstellen, heißt es in einer Mitteilung des Innenministeriums. Parallel dazu werde die Grenzpolizei personell aufgestockt. Die Zahl der Beamten soll von derzeit 820 bis 2025 auf mehr als 1000 wachsen.
Hintergrund sind seit März vermehrt aufgetretene Fälle von Schleusungen mit Gruppen von zum Teil mehr als zehn Menschen. Die Migranten würden dabei hauptsächlich in Lastwagen und Kleintransportern nach Bayern eingeschleust.
Schwerpunkte liegen nach Angaben des Ministeriums im Bereich Passau, Simbach am Inn und Burghausen. "Von den engmaschigeren Kontrollen profitiert die Sicherheitslage in Bayern und ganz Deutschland", sagte Herrmann. "Vor allem geht es unseren Grenzfahndern darum, gemeinsam mit der Bundespolizei die menschenverachtenden Schleusernetzwerke zu zerschlagen", sagte der Minister.
Aus reiner Profitgier würden Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht zwischen der Ladung oder in Zwischenräumen teils für viele Stunden transportiert. "Das kann für die Geschleusten gerade bei den hohen Temperaturen im Sommer schnell lebensgefährlich werden."
Mitteilung Innenministerium