„Wie David gegen Goliath“
Die GIESSEN 46ers erwarten in Runde eins des BBL-Pokals am 23./24. September den Bundesliga-Zwölften RASTA Vechta.
Zwei Jahre nach dem 79:73-Coup gegen die HAKRO Merlins Crailsheim und zwölf Monate nach der 79:103-Niederlage gegen den Mitteldeutschen BC mit Ex-Kapitän John Bryant haben die GIESSEN 46ers abermals in Runde eins des BBL-Pokals einen attraktiven Gegner zugelost bekommen: Am Dienstag, 23. September, oder Mittwoch, 24. September (die genau Terminfestlegung erfolgt noch), bekommt es der Altmeister mit RASTA Vechta zu tun. Das ergab die Auslosung, die gestern am frühen Abend beim Fernsehsender Dyn in Düsseldorf von BBL-Geschäftsführer Stefan Holz sowie dem ehemaligen MBC-Center Martin Breunig vorgenommen wurde.
„Ein Match wie David gegen Goliath“, zog 46ers-Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic aus seinem Urlaubsdomizil in Griechenland einen Vergleich zur biblischen Geschichte und dem jungen Hirten David, der den riesigen Krieger Goliath mit einer Steinschleuder besiegte.
„Das Match ist zunächst einmal eine Standortbestimmung für uns. Wie weit sind wir? Wo stehen wir? Können wir schon früh in der Saison auch mit einem Bundesligisten mithalten? Wenn uns unsere leidenschaftlichen Fans in einem solchen Match auch schon vor unserem ersten ProA-Spieltag unterstützen, dann ist alles möglich“, so der Deutsch-Serbe weiter. „Wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst. Vechta ist natürlich der Favorit, uns zu besiegen wird aber nicht leicht für sie.“
Dass die Niedersachsen, die in der abgelaufenen BBL-Saison nach 16 Siegen und 16 Niederlagen Rang zwölf belegten, die 46ers in der Spielzeit 2022/23 aus dem Playoff-Halbfinale kegelten, haben Männer wie Luis Figge oder Roland Nyama, die damals schon in der Osthalle aktiv war, nicht vergessen. Dennoch haben sich die Zeiten geändert. Vechta ist inzwischen zu einem etablierten Erstligisten geworden, Gießen indes geht in seine vierte ProA-Saison in Serie.
Mit Christian Held haben die Männer aus dem Städtedreieck Bremen, Oldenburg und Osnabrück, seit 1. Juli einen neuen Chefcoach. Er ersetzt den Österreicher Martin Schiller, den es nach Utah zog. Der 36-jährige Held, der derzeit die U20 bei der EM auf Kreta betreut und dem 46ers-Kapitän Robin Benzing assistiert, wird mit einer auf vielen Positionen neu formierten Mannschaft in die kommende Saison gehen.
Topscorer Brandon Randolph ist zu den Zhejiang Golden Bulls nach China weitergezogen, dafür ist Philipp Herkenhoff (ratiopharm Ulm) nach Vechta zurückgekehrt. Neu ist auch Big Man Lars Thiemann, der aus Bonn nach Niedersachsen gewechselt ist. Den Vertrag mit dem lange verletzten Guard Ryan Schwieger hat RASTA inzwischen aufgelöst, Joel Aminu trägt künftig das Trikot der Telekom Baskets Bonn und Eigengewächs Johann Grünloh entschied sich schon früh, künftig sein Glück an der University of Virginia zu suchen. Weitere Neuerwerbungen werden bei RASTA Vechta noch folgen.
Erste Runde BBL-Pokal (23./24. September): GIESSEN 46ers – RASTA Vechta, BG Göttingen – Telekom Baskets Bonn, HAKRO Merlins Crailsheim – Science City Jena, Tigers Tübingen – VET-CONCEPT Gladiators Trier, Phoenix Hagen – Rostock Seawolves, Eisbären Bremerhaven – EWE Baskets Oldenburg, Frankfurt Skyliners – MHP RIESEN Ludwigsburg, Veolia Towers Hamburg – Baskets Bamberg.
Achtelfinale BBL-Pokal (18./19. Oktober): Alba Berlin – ratiopharm Ulm, Sieger aus Hagen/Rostock – Sieger aus Crailsheim/Jena, MLP Academics Heidelberg – Sieger aus Frankfurt/Ludwigsburg, Sieger aus Bremerhaven/Oldenburg – FIT/One Baskets Würzburg, Syntainics MBC – Sieger aus Hamburg/Bamberg, Sieger aus Gießen/Vechta – Chemnitz 99ers, Sieger aus Tübingen/Trier – Sieger aus Göttingen – Bonn, Bayern München – Baskets Braunschweig.
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