Theater | Nibelungenfestspiele: Der Schutt des Schicksals
Wenn zu Beginn Kriemhild und Siegfried mit Popcorntüten auf der Bühne herumlaufen, ahnt man nichts Böses. Noch nicht. Aber wir alle wissen, wie jedes Jahr bei der Uraufführung der Wormser Nibelungenfestspiele: Nichts wird gut ausgehen. Dass man sich diese deutscheste aller deutschen Sagen trotz des blutig-martialischen Endes immer wieder anschaut, hängt wohl durchaus mit der hollywoodesken Anlage des Stoffes zusammen, mit seinen thrillerartigen Wendungen, mit seiner hochexplosiven, emotionalen Mixtur aus Verrat und Vergeltung.
Die Figuren also mit dem klassischen Kino-Futter auszustatten und sie überdies hie und da das Spektakel auf der Bühne auf einem dort angebrachten Bildschirm beobachten zu lassen, bedeutet mithin für das Publikum vor dem Dom, auc
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