Erfolgreiche Teilnahme bei den Finals in Dresden.
Paula Auschill wird Deutsche Meisterin in der W20
Ein Titel, ein zweiter Platz und viele hervorragende Ergebnisse – das ist die Bilanz des VfL Münster REA Card Triathlon-Teams bei den Finals in Dresden.
Bereits im ersten Rennen am letzten Donnerstag, dem Auftakt der Triathlon-Wettbewerbe bei den Finals, gelang die größte Überraschung der vier Wettkampftage. Bei der DM Mixed Relay über 4×345 m Schwimmen, 7,3 km Radfahren und abschließend 1,35 km Laufen erkämpfte sich das jüngste Team des Tages einen herausragenden 7. Platz. Die Rennstrecke vor der weltberühmten Altstadtkulisse spornte das junge Team richtig an. Gleich nach dem Start am Königsufer der Elbe konnte Paula Auschill sich gut positionieren und beim Wechsel auf das Rad unterhalb des Sächsischen Landtags in der großen Verfolgergruppe Platz nehmen. Nach einem starken Lauf über die Augustusbrücke übergab sie auf Platz 12 liegend an Lukas Bugar. Er nutzte die sich ihm bietenden Chancen und konnte durch seine starke Schwimm- und Radleistung auf den 10. Platz nach vorne kommen. Antonia Seemann machte dann mit einer sehr starken Laufleistung einen weiteren Schritt nach vorne und kam als Neunte zum letzten Wechsel auf Christian Ache. Er ließ nichts mehr anbrennen und arbeitete unwiderstehlich weiter nach vorne. Als Siebtplatzierter kam er über die Augustusbrücke zurück in die Dresdner Altstadt und lief unter dem Beifall der prall gefüllten Zuschauertribüne ins Ziel auf dem Theaterplatz ein. Riesig war auch der Jubel unter den anderen Teammitgliedern und dem Betreuerstab – mit so einem starken Ergebnis hatte niemand gerechnet, zumal viele der anderen Teams mit Profis besetzt war.
Am zweiten Wettkampftag, dem Samstag, standen die Deutschen Meisterschaften der B-Jugend sowie der Damen-Elite auf dem Programm. Für das VfL Münster REA Card Triathlon-Team starteten in der B-Jugend Tim Gutfrucht und Bogdan Prokohrov – beide Kaderathleten des Hessischen Triathlon-Verbands und mit berechtigten Hoffnungen auf eine Top-10-Platzierung. Leider lief es für beide nicht besonders gut: Bogdan zog sich beim Schwimmausstieg eine Bänderverletzung am Fuß zu und musste noch vor dem Wechsel zum Radfahren aussteigen. Tim Gutfrucht hatte mit Magenproblemen zu kämpfen und landete auf einem für ihn enttäuschenden 46. Platz. Besser erging es Elias Menda, der erstmals im Trikot des Hessischen Triathlon-Verbandes an den Start gehen durfte. Er hatte sich beim Moret Triathlon für das Rennen in Dresden qualifiziert. Nach einer guten Schwimmleistung im Alberthafen konnte er seine Radstärke ausspielen und sich eine gute Ausgangsposition für das abschließende Laufen durch die Dresdner Altstadt erarbeiten. Den blauen Zielteppich vor der Semperoper erreichte er dann als 23. und zweitbester Hesse. Vor ihm war nur der neue deutsche Vizemeister Felix Veith.
Auch Antonia Seemann hatte in Dresden ihre Premiere: Sie startete über die Sprintdistanz bei der Deutschen Meisterschaft in der Eliteklasse. Die 21-jährige Studentin konnte sich einmal mehr auf ihre Laufstärke verlassen und in der abschließenden Disziplin noch Plätze gutmachen. Am Ende landete sie auf dem 41. Platz des sehr stark besetzten Frauenfeldes von 65 Top-Triathletinnen. In der U23-Wertung belegte sie den 25. Platz.
Am Schlusstag der Finals standen noch einmal zwei Triathlon-Rennen auf dem Programm.
Bei den Deutschen Altersklassen-Meisterschaften in der Sprintdistanz war nur Eva-Sophie Detmers vom 1. TC Oldenburg schneller als Paula Auschill vom VfL Münster REA Card Triathlon-Team. Nach 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen erreichte Paula das Ziel auf dem Dresdner Theaterplatz vor der Semperoper in 1:03:34 Stunden als Zweite der 140 gestarteten Frauen, was gleichzeitig den Sieg in der Altersklasse W20 bedeutete. Für Paula Auschill war dies bereits der dritte Deutsche Meistertitel nach ihren beiden Junioren-Titeln.
Den Schlusspunkt setzte das Elite-Rennen der Herren um die Deutsche Meisterschaft, das ebenfalls über die Sprintdistanz ausgetragen wurde. In einem Rennen, das gespickt war mit internationalen Stars der Triathlon-Szene, durften Christian Ache und Lukas Bugar ihre Premiere im Elitefeld feiern. Gleich beim Schwimmen sicherte sich Lukas Bugar eine gute Ausgangsposition und konnte mit der direkten Verfolgergruppe der drei Führenden um den späteren Sieger Henry Graf aufs Rad steigen. Christian Ache folgte etwas später und kam mit der dritten Gruppe auf die 20 km lange Radrunde. Beide zeigten auf den 20 Kilometern starke Leistungen und bestimmten das Renngeschehen in ihrer Gruppe mit. Nach dem zweiten Wechsel ging es beim abschließenden 5 km Lauf wieder durch die Altstadt von Dresden, vorbei am Fürstenzug zur Frauenkirche und dem Neumarkt, über die Brühlschen Terrassen und wieder auf den Theaterplatz. Dort drehte Christian Ache richtig auf. Bereits nach der ersten Laufrunde hatte er die Lücke zu Lukas geschlossen und konnte sich nach vorne absetzen. Dank seiner kämpferischen Leistung beim Laufen gelang es Lukas, seinen Platz im Mittelfeld zu behaupten. Die Ziellinie erreichte Christian Ache als 20. und Lukas als 28. In der Wertung der U23 landete Christian auf dem 12. Platz und Lukas auf Platz 17. Für beide Athleten war es ein hervorragendes Debüt in der Eliteklasse. Mit ihrer Leistung haben sie einmal mehr unterstrichen, dass sie aktuell zu den besten deutschen Junioren gehören.
In den nächsten Wochen stehen für die Athlet*innen weitere wichtige Rennen auf dem Programm. Am kommenden Sonntag sind Christian Ache und Lukas Bugar wieder an der Startlinie bei der 2. Bundesliga in Nürnberg. In der Woche darauf steigt das Finale der 2. Hessenliga der Damen sowie der EuropaCup in Riga, bei dem Christian Ache am Start ist. Beim V-Card Triathlon Viernheim (23.08.) stehen dann die Hessischen Meisterschaften der Nachwuchsathlet*innen (Schüler*innen und Jugend) und das Saisonfinale der 2. Bundesliga auf dem Programm. Lukas Bugar wird außerdem beim EuropaCup in Zagreb starten.