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Deutschlands vergessene Afghanen in Pakistan: Helfer wütend auf Regierung

Pakistan schiebt Menschen nach Afghanistan ab, denen Deutschland schon lange zugesagt hat, sie aufzunehmen. Eine NGO-Mitarbeiterin erzählt im Interview, wie sie bei der Betreuung dieser Menschen deren Verzweiflung erlebt. "Kabul Luftbrücke" ist eigentlich gar keine mehr. Unter dem Namen hat sich 2021 eine Nichtregierungsorganisation gegründet, als die Taliban die Macht in Afghanistan rasant wieder übernahmen und es darum ging, Menschen zu helfen, die mit dem Regimewechsel in Chaos und große Gefahr geraten waren. Die Bedrohung aber gibt es immer noch. Auch Zusagen Deutschlands, bestimmten Afghanen Visa zu geben und sie ins Land zu holen, bestehen weiter. Doch die Bundesregierung tut nichts für rund 2.300 Afghanen, die immer noch im Nachbarland Pakistan warten. Dort heben keine Flieger für sie nach Deutschland ab und die dortige Regierung verliert die Geduld mit Deutschland: Sie hat mit Abschiebungen begonnen. Als die Polizei in Islamabad in von der deutschen Regierung angemieteten Hotels auf die Suche nach Afghanen ging, meldete sich das Handy von Elaha Hakim pausenlos. Die 44-jährige gebürtige Afghanin arbeitet für "Kabul Luftbrücke" und ist ansprechbar für die Menschen, die dort im Ungewissen ausharren. Seit acht Wochen ist sie wieder in Pakistan. Im Interview berichtet sie von dramatischen Momenten, dem Engagement mancher deutscher Stellen und dem großen Versagen der Politik, die einfach die Zeit verrinnen lässt. t-online: Frau Hakim, wie hart ist es für die Menschen, dass sie reihenweise aus Pakistan nach Afghanistan abgeschoben werden, während ihnen Deutschland ein neues Leben in Sicherheit versprochen hat? Elaha Hakim : Es ist nicht erst jetzt hart. Es ist hart, zwei Jahre hierzubleiben. Man darf nicht arbeiten, man sitzt fast wie in einem Gefängnis, weil man sich aus Angst vor Verhaftungen und einer Abschiebung nicht frei bewegen kann. Für diese Menschen hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die GIZ, im Auftrag der Bundesregierung Hotels und Gästehäuser angemietet . Du bekommst dort auch drei Mahlzeiten. Aber Deine Kinder dürfen nicht zur Schule, dürfen nicht in den Kindergarten. Es gibt in vielen Gästehäusern keinen Innenhof, die Kinder spielen in den Fluren. Die Unterkünfte können die Menschen kaum verlassen. Sie sind inzwischen illegal hier, weil sie schon so lange hier warten und Pakistan ihre Visa nicht verlängert. Und jetzt schaut Pakistan auch nicht mehr zu, sondern hat mit Abschiebungen begonnen. Es war damit zu rechnen. Bereits im Januar hatte die pakistanische Regierung eine Frist gesetzt, bis Ende März. Diese Frist wurde mehrfach verlängert, zuletzt bis Ende Juni. Der deutschen Regierung scheint das egal gewesen zu sein, denn seit Mai stehen die Visaverfahren in Islamabad still. Und Pakistan hat seine Ankündigungen umgesetzt. Wir haben befürchtet, dass es Anfang August losgeht und schon vor dem Szenario gewarnt. Aber es blieb zunächst ruhig. Ich hatte Hoffnung, dass die Bundesregierung vielleicht etwas getan und erreicht hat. Dann kam der 12. August, ein Dienstag, direkt vor mehreren Feiertagen. Wie liefen die Razzien dann ab? Die Polizei kam gezielt in die angemieteten Unterkünfte. Sie hatte eine Liste, wer wo untergebracht ist und hat genau diese Personen gesucht und mitgenommen. Am Mittwoch waren es allein 200 Menschen, die abgeholt wurden. Jeden, den sie erwischen konnten. Die Bundesregierung spricht von rund 450 Menschen, die von den pakistanischen Behörden zur Abschiebung festgenommen wurden. Und es wären mehr gewesen, wenn viele sich nicht noch versteckt hätten oder im Krankenhaus oder bei wichtigen Erledigungen gewesen wären. Nur Schwerkranke und Schwangere wurden nicht mitgenommen, Familien auseinandergerissen. Alle anderen schon. Ohne Koffer, manche ohne Handy oder Pass, nur mit dem, was sie am Leib hatten. Und wie ging es nach den Festnahmen weiter? Die Menschen kamen direkt ins Abschiebecamp. Wir haben Berichte, dass es dort Stockschläge gab, Frauen gewürgt wurden. Dort wurde auf Befehle wie "Aufstehen" oder "Sei still" Gehorsam erwartet, sonst drohten Schläge. Und die ersten 35 wurden nach einem Tag am Mittwoch aus dem Camp an die Grenze nach Afghanistan gebracht und abgeschoben. Donnerstag folgten die nächsten 200, die am Mittwoch in den Unterkünften mitgenommen worden waren. Menschen, die in Pakistan im Kontakt mit deutschen Stellen darauf warteten, dass die von Deutschland gegebene Aufnahmezusage eingelöst wird. Unter den Verhafteten waren ja sogar Menschen mit Eilentscheidungen des Verwaltungsgerichts Berlin , dass ihre Aufnahmezusagen rechtlich verbindlich sind und dringend gehandelt werden muss. Da kam auch jemand ins Abschiebelager, der aus unserer Sicht extrem gefährdet ist. Da haben wir über einen Anwalt allen zuständigen deutschen Stellen ganz klargemacht: "Wenn der über die Grenze gebracht wird, dann habt ihr eure erste Leiche." Was passierte mit ihm? Zum Glück konnten die Anwälte das Auswärtige Amt rechtzeitig auf den Fall aufmerksam machen. Gemeinsam mit rund 200 anderen, die erst am Donnerstag bei Razzien gefasst worden waren, ist er doch nicht abgeschoben worden. Sie wurden nach Peschawar gebracht und dürfen nicht nach Islamabad zurück. Die deutschen Stellen in Pakistan haben wirklich schnell und engagiert reagiert, um die Leute da wieder herauszuholen. Und das unter schwierigen Umständen: Für die deutsche Botschaft und die GIZ war es kaum möglich, auf pakistanischer Seite jemanden zu erreichen, weil die Razzien ja über die Feiertage stattfanden. Aber Deutschland wusste ja, dass es zu der Situation kommen kann. Haben Sie erfahren, was aus den Abgeschobenen geworden ist? Ja, wir haben Kontakt. Kurz vor der Grenze haben sie ihre Handys von der pakistanischen Polizei wiederbekommen und mussten aus Pakistan raus. Was sie dann auf der anderen Seite machen, ist denen ja egal. Hinter der Grenze ist eine Anlaufstelle der Internationalen Organisation für Migration (IOM) der UN , wo sie sich eintragen mussten und Geld bekamen, 1.000 Afghani pro Familie. Etwa 12 Euro. Viele hatten ja alles zurücklassen müssen. Ein Anruf hat mich erreicht, dass eine Frau ihre Periode bekommen hat und nicht mal Binden besorgen kann. Hjiabs hatten die Frauen ohnehin nicht, um sich wie in Afghanistan vorgeschrieben vollständig zu bedecken. Die Leute wurden dann hinter der Grenze von einem Dienstleister der Bundesregierung abgeholt und vorläufig in eine sichere Unterkunft in Afghanistan gebracht. Die Bundesregierung will eine Rückkehr ermöglichen. Ich weiß nicht, wie das in manchen Fällen gehen soll. Darunter sind Mädchen von 17, 18, die allein nach Afghanistan abgeschoben wurden, weil die Eltern gerade nicht angetroffen worden waren. Frauen können aber das Land gar nicht allein verlassen. Deren Transporte haben auch wir bisher organisiert und durchgeführt, deswegen wissen wir das so genau. Die Bundesregierung hätte sich vorher darum kümmern müssen. Dobrindt will das einfach nicht. Er sagt, er möchte keinen mehr herholen. Nur die, die das bereits rechtlich durchgesetzt haben. Was heißt das für die Menschen mit Aufnahmezusage? Dass es bald wieder losgehen wird mit Abschiebungen. Pakistan hat das für die Menschen mit deutscher Aufnahmezusage nur ausgesetzt. Deutschland hat vom 15. August an einen Monat Zeit bekommen, die Leute herauszuholen und zu schützen. Was denken Sie, was bis dahin passieren wird? Gar nichts. Die deutsche Regierung macht nichts und reagiert nur auf den Druck der Gerichte und Anwälte. Auf die Politik ist kein Verlass, null. Sie hat diese Menschen verraten und in eine noch schlimmere Lage gebracht. Aber es sollen doch wieder Sicherheitsüberprüfungen aufgenommen werden, die nach einer Aufnahmezusage noch eine Hürde vor einer Visaerteilung sind. Ja, angeblich nach dem 1. September. Die Leute dafür in der Botschaft waren seit Mai weg. Dabei fehlt die Überprüfung noch jedem Zweiten der in Pakistan Wartenden. Und die erfolgte Überprüfung bedeutet nicht, dass jemand danach gleich losfliegen kann. Es gibt Menschen, die auch ein Jahr nach ihrem Sicherheitsinterview noch auf das Ergebnis der Prüfung warten. Deshalb führt "Kabul Luftbrücke" auch Klagen. Wir konnten bei dem Zustand nicht mehr zusehen. Die Menschen sind im Vertrauen auf zugesagte Verfahren auf Aufforderung der Bundesregierung nach Pakistan gereist. Da sind Leute dabei, die hätten in Programme anderer Länder gehen können. Jetzt sind für sie alle Wege zu. Es geht nicht darum, dass jeder von denen nach Deutschland kommt. Es geht darum, dass die Verfahren zu Ende gebracht werden. Und wenn jemand alle Sicherheitsüberprüfungen und alles bestanden hat, dann müssen wir diese Menschen rausfliegen und nicht einfach hier sitzen lassen. Sind die Menschen dort inzwischen auch von Ihnen enttäuscht? Nein, die wissen, dass wir nicht die Bundesregierung sind. Aber mir setzt die Situation zu. Was um die Razzien herum auf meinem Handy los war ... Anrufe und Messages, Hilferufe, ich soll irgendwas machen. Aber Du kannst nichts machen. Das nimmt mich sehr mit, in mir geht etwas kaputt. Inwiefern? Ich schäme mich da, Deutsche zu sein. Ich war immer stolz, auch wenn ich rassistisch beschimpft wurde, das ging an mir vorbei. Ich habe immer an unseren Staat geglaubt, an unsere Demokratie, an das Recht. In den vier Jahren im Umgang mit den Menschen aus Afghanistan hat die Politik so viel zerstört von dem Glauben an das, was ich in unserem Land gelernt habe.

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