Theater | „I Did It My Way“ bei der Ruhrtriennale: Der traurige Mann von Watertown
Frank Sinatras berühmtester Song, I Did It My Way, erklingt meist als Hymne der Selbstbehauptung: Ein Mensch bekennt sich dazu, immer seinen eigenen Vorstellungen und Werten treu geblieben zu sein – und gesteht nebenbei auch Fehler ein. In Sinatras eigenen Aufnahmen des Songs schwingt bei allem Bekenntnispathos auch eine tief empfundene Melancholie mit. Es hat eben seinen Preis, den eigenen Weg zu gehen. Bei anderen Künstlerinnen und Künstlern kann dies einem wilden Trotz weichen und wie in Sid Vicious’ berühmter Interpretation dem Song einen wütend-aggressiven Ton verleihen.
Nur, wie klingt I Did It My Way, wenn der, der dieses Lied anstimmt, nie wirklich eine echte Vorstellung davon hatte, was eigentlich sein Weg sein könnte? Wohl so wie bei Lars
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