Nice Guy war einmal: Vorhang auf für den Performativen Mann
Neulich habe ich einen performativen Mann in echt gesehen: Während ich meine Mutter vorm ICE verabschiedete, küsste sich ein Paar – Typus Philosophiestudierende – lang und umständlich zum Abschied. Sie stand drin, er reckte und bog sich in den Zug hinein. Beinahe hätte er wohl einen seiner Füße im Rom-Com-Style angehoben. Wie ein blond gelockter Lars Eidinger blickte er dem ICE noch hinterher, erfüllt von Sehnsucht, diesem ach so schweren Gefühl, als ich schon auf der Rolltreppe stand. Vermutlich hätte sie sich mehr gefreut, wenn er ihr geschrieben hätte, dass sie ihm schon jetzt fehlt, anstatt genau das fremden Menschen mitzuteilen.
Für diese Art von Männern, die eine weichere, progressivere Männlichkeit mehr perf
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