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David Rott über Männer-Krise: "Das macht den Männern Angst"

Männer müssen ihren Platz in der Gesellschaft neu erfinden. Wieso fällt es ihnen so schwer? t-online hat mit Schauspieler David Rott gesprochen. In der neuen Netflix-Serie "Alphamännchen" bekommen vier Freunde in ihren Vierzigern (gespielt von David Rott, Moritz Führmann, Serkan Kaya und Tom Beck) gesellschaftliche Veränderungen zu spüren. Auf einmal sind sie mit Frauen in Führungspositionen konfrontiert, mit Frauen als Hauptversorgerinnen und mit Frauen, die ihre Sexualität offen ausleben wollen. Das sorgt für einige Probleme. Schauspieler David Rott übernahm die Rolle der Hauptfigur Erik, der sich plötzlich mit einem modernen Beziehungskonzept auseinandersetzen muss. Mit ihm hat t-online über Männer in der heutigen Gesellschaft gesprochen. t-online: Herr Rott, stecken Sie und Ihre Spezies in der Krise? David Rott: Wir Männer? Auf jeden Fall. Ich hatte immer die Hoffnung, dass wir heute weiter sein würden. Aber wir Männer gehen gerade in die falsche Richtung. Welche Richtung meinen Sie? Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Wir brauchen Männlichkeit im früheren Sinne nicht mehr. Das Patriarchat bröckelt. Zum Glück. Was aber nicht heißt, dass da alles getan ist. Im Gegenteil. Es gibt noch sehr viel zu tun. Und das macht den Männern Angst. Deshalb erleben wir gerade eine Gegenbewegung. Was genau macht Ihnen Angst? Es gibt eine grundsätzliche Privilegierung von Männern durchs Patriarchat. Diese Strukturen sind im Begriff, aufgelöst oder aufgeweicht zu werden. Also haben sie Angst, dass ihnen etwas weggenommen wird. Sie haben Angst vor Kontrollverlust. Genau das ist der Nährboden für die reaktionären patriarchalen Tendenzen, die gerade überall hochkochen. Einige Männer begreifen aber nicht, dass es sich beim Patriarchat um ein strukturelles und nicht um ein persönliches Problem handelt. Haben Sie diese Veränderungen schon mal selbst zu spüren bekommen? Ja. Ich wollte vor einiger Zeit an einem Theater arbeiten. Aber das Ensemble plante, sich diverser aufzustellen und hatte zu viele weiße Männer in meinem Alter. Also bekam ich eine Absage. War das ein Problem für Sie? Erst mal nicht, weil ich den Gedanken dahinter verstanden habe. Aber es geht auch um meine Existenz. Ich bekomme durch diese Veränderungen auf einmal weniger Arbeit. Und dann muss ich abwägen: Ist mein Einzelschicksal wichtiger oder die gesellschaftliche Veränderung? Für mich ist die Antwort klar. Nicht alle Menschen würden das so sehen. In meinem Künstlerumfeld erlebe ich das schon. Wenn ich nicht drehe, arbeite ich gelegentlich in einem Sportgeschäft. Und meine Kollegen dort gehen oft weniger reflektiert mit diesem Thema um. Sie fragen sich: "Warum soll ich jetzt benachteiligt werden?" Was antworten Sie ihnen? Ich vermeide es, in einen Angriffsmodus zu verfallen. Stattdessen höre ich zu und versuche, ihren Standpunkt zu verstehen und dabei zu helfen, die Situation vieler nicht privilegierter Menschen verständlich zu machen. Es gibt Menschen, die sagen, reden allein bringt nichts. Für Veränderungen muss es unangenehm werden. Wir brauchen beides. Veränderungen können leise stattfinden. Das Gendern ist für mich zum Beispiel ein leises Instrument. Sprache ist geäußertes Bewusstsein. Aber laut zu sein, ist auch wichtig. Wann fühlen Sie sich "unmännlich"? Puh, gibt es Männlichkeit überhaupt? Das kann ich für mich nicht definieren. Die Attribute, die man Männern zuschreibt, gelten in meinen Augen auch für Frauen. Ich bin zum Beispiel nicht mit starken männlichen Vorbildern groß geworden. In meiner Familie war meine Mutter die stärkere Person. Bei Streitigkeiten habe ich mich eher um meinen Vater gesorgt. Deswegen bedeutete für mich stark sein nie, männlich sein. Würden Sie sagen, Sie haben davon profitiert, dass Sie eine starke Mutter hatten? Das würde ich nicht sagen. Ich hätte mir gewünscht, dass meine Eltern mehr in der Balance gewesen wären. Eine zu starke Vaterfigur zu haben, ist meiner Meinung nach ebenso ungesund wie eine zu starke Mutterfigur. Mein Vorteil war eher, dass ich mich gegen das aufgelehnt habe, was ich in der Welt mitbekommen habe. Es hat mir dabei geholfen, gesellschaftliche Zustände zu überdenken. Sie sind selbst Vater. Was bringen Sie Ihren Kindern in Bezug auf Geschlechterrollen bei? Ich habe meine Kinder nicht nach den klassischen Geschlechterrollen erzogen. Meiner Tochter habe ich auch Autos geschenkt. Das hat sie aber nicht interessiert, im Gegensatz zu meinen Söhnen. Das erkläre ich mir mit ihrer gesellschaftlichen Prägung. Am Ende sind wir ein Produkt unserer Gesellschaft. Gilt das auch für Beziehungen? Ihre Serienfigur Erik wird auf einmal mit einem offenen Beziehungskonzept konfrontiert. Ja, auf jeden Fall. Monogamie ist das klassische Beziehungsmodell. Erik lebt mit seiner Freundin Kim ebenfalls monogam – auch wenn er sie betrügt. Dann will Kim die Beziehung öffnen – und Erik bekommt Angst. Wovor hat er Angst? Er hat Angst, die Frau, die er liebt, zu verlieren. Kim ist ihm weit überlegen. Sie hat ein modernes Verständnis von Beziehung und keine Angst, sich auszuprobieren. Er dagegen verhält sich wie ein kleiner Junge, dem sein Lieblingsspielzeug weggenommen wird. Er will alles haben, aber nichts dafür hergeben. Männer sollten mehr sein wie Kim. Woran scheitern offene Beziehungen noch? An fehlendem Vertrauen. Gerade wenn man selbst fremdgegangen ist, kann man nur schwer anderen Menschen vertrauen. Und an der fehlenden Kommunikation über Bedürfnisse. Das sehe ich auch bei mir. Es ist problematisch, wenn ich mich nach etwas sehne, das ich nicht äußern kann. Dann entstehen innere und äußere Konflikte. Sind offene Beziehungen in Teilen unserer Gesellschaft inzwischen akzeptiert? Ja, das denke ich schon. Ich kenne Menschen sowohl in offenen als auch in geschlossenen Beziehungen, die glücklich sind. Aber für offene Beziehungen muss die Basis stimmen. Wenn also das Vertrauen da ist, kann man den Partner oder die Partnerin ein Stück weit freilassen und ihnen geben, was sie sich wünschen. Ohne zu fürchten, dass einem selbst etwas genommen wird. Wie kann man Menschen die Angst vor diesen ganzen Veränderungen nehmen? Eine Krise oder eine Übergangsphase, in der Dinge in Bewegung geraten, muss nicht heißen, dass es sich zum Schlechteren verändert. Es wird einfach nur anders und im besten Fall für alle Menschen besser. Diese Botschaft soll auch die Serie "Alphamännchen" vermitteln. Also eine Art gesellschaftliches Lehrstück? Lehrstück klingt so trocken. Aber sie soll definitiv einen Mehrwert liefern. Die Figuren können Räume öffnen, in denen sich Menschen wiederfinden können. Vielleicht kann sich ja jemand mit Eric identifizieren und das hilft ihm dabei, eigene Handlungen und Sichtweisen zu reflektieren. Genau so beginnen doch Veränderungen.

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