Identitäten | Das Diverse ist gerade das Deutsche: Nava Ebrahimis Roman „Und Federn überall“
Aus dem Blickwinkel von sechs Figuren wird die Handlung erzählt; ein vertrautes Muster. Aber gegen Ende dieses bemerkenswerten Romans outet sich Roshi, eine der sechs Figuren, als Schöpferin der anderen fünf – und damit positioniert sich, umgekehrt, die Autorin als Teil der Handlung, die sie erfindet. Es ist eine produktive Überraschung: Roshi blickt von außen auf das Geschehen, ist aber zugleich ein Teil davon. Der auktoriale Blick kann nicht gelingen.
Roshi ist eine junge deutsche Schriftstellerin iranischer Herkunft, aus Köln, ganz wie ihre Autorin. Ihre paradoxe Doppelrolle im Roman illustriert Nava Ebrahimis großes Thema: die doppelte Identität, die Kölnerin und die Perserin, drinnen und draußen, dabei und nicht dabei. 16 Wör
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