Theater | Frank Castorf inszeniert „Hamlet“ in Hamburg: Er weiß, wie man aus Text eine Party macht
EUROPE steht in großen rostigen Buchstaben über der Bühne, das E schief und schon auf halbem Weg nach unten. Im Hintergrund ziehen bedrohliche Gewitterwolken auf, ein alter Bunker hält trotzig die Wacht und eine Coca-Cola-Werbung erinnert daran, dass der Kapitalismus auch bei Zeitenwenden noch ein Wörtchen mitzureden hat. So stellt man sich „ein Endspiel in der Morgenröte eines unbekannten Tags“ vor, wie Heiner Müller es nannte. Mit seinem Bühnenbild für Hamlet hat Aleksandar Denić ganze Arbeit geleistet, auch wenn das Budget diesmal vermutlich kleiner war als bei anderen Inszenierungen von Frank Castorf.
Am Wochenende eröffnete das Hamburger Schauspielhaus die neue Spielzeit mit dem Shakespeare-Klassiker. Aber was heiß
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