Kino | Fatih Akins „Amrum“: Heimat heißt, man hat mit Nazis zu tun
Anfang Juni, wenige Wochen nachdem Fatih Akins neuer Film Amrum in Cannes seine Premiere gefeiert hatte, landete eine E-Mail im Postfach. Sie lud zum Interview mit Akin ein und enthielt folgendes Zitat des Regisseurs: „Viele Freunde und Bekannte reden davon, Deutschland zu verlassen, weil sie in einer Art Disneyland Deutschland lebten. Aber Goethe sagte: ‚Wo wir uns bilden, da ist unser Vaterland.‘ Und dieses möchte ich nicht den Nazis überlassen.“
Ohnehin ist Amrum für Fatih Akin ein besonders persönliches Projekt. Der inzwischen 86-jährige Filmemacher Hark Bohm, der als Autor schon an Akins Tschick und Aus dem Nichts beteiligt gewesen war, hatte seine Kindheit auf der Nordseeinsel Amrum in einem Drehbuch verarbeitet. Aus gesundheitlichen Gr
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