Kino I | Kein Mitleid mit Nazis: Der Film „Das Verschwinden des Josef Mengele“
Im brasilianischen Bertioga kam es im Februar 1979 zu einem Badeunfall. Ein alter Mann ertrank nach einem Schlaganfall im Meer. „Und dann stirbt er, einfach so“, heißt es im Tatsachenroman Das Verschwinden des Josef Mengele von Olivier Guez, in dem der französische Autor Mengeles Fluchtgeschichte nacherzählt. „Von einer dunklen Kraft angezogen, taucht er allein, mit gesenktem Kopf, in das türkisfarbene Wasser.“ In der Adaption von Kirill Serebrennikow sieht man den „Todesengel von Auschwitz“ aus gottgleicher Perspektive sterben. Aus weiter Ferne in Schwarzweiß.
Der russische Theater- und Filmregisseur hat sich nämlich für eine radikale Distanzierung entschieden. Nicht nur von Mengele, dessen Leben in verschiedenen Verste
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