In weiten Teilen Deutschlands sorgen Schnee und Eisglätte für Probleme. In der Nacht ist es zu zahlreichen Unfällen gekommen. An der Wetterlage ändert sich vorerst wenig. Wegen vereisten und zugeschneiten Straßen ist es in der Nacht an vielen Orten in Deutschland zu Unfällen gekommen. In Bayern und Norddeutschland blockierten Lkw Autobahnen, die dann für Aufräumarbeiten gesperrt wurden. In Hamburg waren bereits am Freitagnachmittag Dutzende Fahrzeuge auf der Köhlbrandbrücke stecken geblieben. Laut dem Deutschen Wetterdienst können Straßen wie auch Gehwege am Samstagvormittag glatt sein. In der kommenden Nacht muss dann erneut mit glatten Straßen und Wegen durch überfrierende Nässe, Schnee und Schneematsch gerechnet werden. Zudem bleibt es in vielen Regionen windig bis stürmisch. Besonders an der Küste und in höheren Lagen sind stürmische Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h zu erwarten. In der Nacht zum Sonntag kann der Wind vor allem im Norden und Osten noch weiter zunehmen, während der Schnee weiterhin in einzelnen Regionen fällt. Hausmittel hilft: Eiskratzen am Auto bei vereisten und verschneiten Scheiben Alarmstufe Orange: Wintereinbruch bringt Schnee und Glätte in ganz Deutschland Lastwagen kippt um – Lachs fällt auf Autobahn in Bayern Auf der A 93 in der Oberpfalz kippte ein Lastwagen mit Lachs um. Durch den Unfall war der Anhänger des Lastwagens aufgeplatzt und der Fisch verteilte sich über die Fahrbahn, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte. Die Autobahn war bei Wernberg-Köblitz (Landkreis Schwandorf) unter anderem wegen der Bergungs- und Aufräumarbeiten für mehr als zehn Stunden gesperrt. Grund für den Unfall war laut Polizei die glatte Straße, auf der der Lastwagen ins Rutschen geriet. Der Fahrer blieb unverletzt. Lastwagen blockiert A1 kurz vor Bremen Auch auf der A1 kurz vor Bremen rutschte ein Lastwagen auf der glatten Straße und kollidierte unter anderem mit einem LED-Schild und der Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt. Die Beamten sperrten die Autobahn. Um die Fahrbahn von Eis und Schnee zu befreien, musste die Polizei die Streufahrzeuge durch die Rettungsgasse zum Unfallort lotsen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern kam es zu zahlreichen Glätteunfällen. Die Polizeidirektion in Neubrandenburg zählte in der Nacht zwölf Unfälle wegen glatter Straßen. Die Direktion in Rostock registrierte 57 Unfälle in den vergangenen 24 Stunden. Dabei wurden neun Menschen leicht verletzt. Verkehrschaos in Hamburg – Dutzende Fahrzeuge bleiben stecken Bereits am Freitagnachmittag hatte das Wetter auch für ein größeres Chaos in Hamburg gesorgt. Auf der Köhlbrandbrücke, die die Hansestadt mit der A7 verbindet, blieben Dutzende Lastwagen und Autos stecken. Sie schafften es nicht mehr die Brücke nach oben zufahren, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Lastwagen sei auch ins Rutschen gekommen und habe sich gedreht. Die Polizei war mehr als sechs Stunden damit beschäftigt, den Verkehr zu regeln. Erst als der Winterdienst die Brücke streute, konnten Fahrzeuge die Brücke wieder passieren. Zu Unfällen sei es nicht gekommen. DWD: Nacht zu Sonntag wird wieder glatt Im Laufe des Vormittags soll das Eis nach Prognosen des DWD auf den Straßen wegtauen. Nur im Süden kann es bei Frühwerten bis zu minus neun Grad glatt bleiben. In Teilen Norddeutschlands soll es immer wieder Schneeschauer und kurze Graupelgewitter geben. Gegen Abend werden an der Nordsee schwere Sturmböen erwartet. In der Nacht sinken die Temperaturen auf Tiefstwerte zwischen null und minus neun Grad. In den Alpen sind sogar minus zehn Grad möglich. Dabei rechnen die Wetterexperten wieder mit glatten Straßen. Im Laufe des Sonntags soll sich dann vor allem im Süden die Sonne zeigen. Im restlichen Land soll es überwiegend bewölkt bleiben. Nördlich des Mains kann es vereinzelt Schneeschauer geben. Die Temperaturen steigen auf bis zu drei Grad. In den Bergen wird das Thermometer aber nicht über minus fünf Grad steigen.