Bürgergeld | „Ich spiele nicht krank“: Wie ein schwerbehinderter Mann auf sein Jobcenter-Geld wartet
Die Briefe in Andrea Milanos Händen sind weich geworden an den Rändern, als wären sie zu oft herausgezogen worden. Der 53-Jährige – groß, mit Brille, dunklem Haar über der Stirn – sitzt an einem verregneten Novembermorgen im Wartezimmer des Jobcenters Berlin-Mitte. Der Raum ist fast leer: ein paar Stühle, Broschüren, grelles Licht. Milano umklammert den Stapel Briefe und starrt auf den Eingang. Dort soll gleich die Sachbearbeiterin kommen. Er sagt, das Jobcenter schulde ihm Tausende Euro für die Unterkunft.
Um nicht auf der Straße zu landen, erzählt Milano, der in Süditalien aufgewachsen ist, habe er sich Geld leihen müssen. In seiner Hosentasche steckt der Ausweis, der eine 80-prozentige Schwerbehinderung belegt.
Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag.