Sucht ein Topklub einen neuen Trainer, fällt automatisch ein Name: Jürgen Klopp. Das ist auch bei Real Madrid so. Es ist noch nicht mal einen ganzen Tag her, dass Xabi Alonso bei Real Madrid entlassen wurde, da geistert schon ein Name rund um die Nachfolge bei den "Königlichen" durch den Raum: Jürgen Klopp . Der Klopp, der seine Trainerkarriere im Sommer 2024 mit seinem Aus beim FC Liverpool vorübergehend beendet hatte, um "Head of Global Soccer" von Red Bull zu werden. Xabi Alonso: Gefeuert von einem Exzentriker – ein Kommentar Es ist nicht das erste Mal, dass der Name Jürgen Klopp in Spaniens Hauptstadt herumwabert. Real träumt von ihm seit Jahren, will, dass er eines Tages den Klub trainiert und ihm zu weiterem Ruhm und Titeln verhilft. Schenkt man spanischen Medienberichten Glauben, ist vor allem Klub-Boss Florentino Pérez die treibende Kraft hinter dem Interesse an Klopp. Er soll ein Fan von Klopps Art und seiner Vita sein. Klar ist bisher nur: Real Madrid hat mit Álvaro Arbeloa einen Nachfolger für Alonso präsentiert, die Laufzeit seines Vertrags jedoch offengelassen. Allerdings dürfte der ehemalige Verteidiger wohl nur bis zum Sommer im Amt sein, bis dann die große Lösung gefunden ist. Und die heißt für viele bei Real nun mal Jürgen Klopp. Ein Blick in die sozialen Medien reicht, um zu erahnen, was in Spanien los wäre, wenn Klopp wirklich neuer Real-Trainer würde. Er genießt, obwohl er bisher nicht mal vor Ort ist, bei vielen Fans anscheinend schon jetzt Kultstatus. Den hatte er auch in Liverpool und bei Borussia Dortmund genossen, wo er jahrelang unter Vertrag stand. Die große Frage ist: Wie wahrscheinlich ist das Ganze? Inzwischen hat sich auch Klopp zu Wort gemeldet. Er schloss in der Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar-7" auf Servus TV ein Engagement bei Real aus – vorerst, ließe sich hinzufügen. Klopp erklärte: "Das hat mit mir gar nichts zu tun und hat in mir auch nichts ausgelöst." Und weiter sagte der 58-Jährige: "Der Trainermarkt wird durchgemischt, und es ist nicht schlimm, das Ganze mal aus der Beobachterrolle mitzubekommen und nicht darüber nachzudenken, was das für einen selber bedeuten könnte." Der Grund: "Weil man da, wo man ist, am richtigen Ort ist", so Klopp weiter. Ihm war es zudem wichtig, auf die Schnelllebigkeit im Trainerbusiness hinzuweisen. Alonsos Scheitern in Madrid wertete Klopp als "Zeichen, dass dort nicht alles zu 100 Prozent richtig ist". Der Spanier sei ein "überragendes Trainertalent", habe es als Nachfolger der "Legende" Carlo Ancelotti , "der eine ganz bestimmte Art hatte, seine Fußballmannschaften zu trainieren", aber nicht leicht gehabt. "Tut mir wirklich leid für ihn", ergänzte Klopp mit Blick auf Alonso, "denn ich halte ihn für einen großartigen Trainer". Im Frühjahr 2025, nur kurze Zeit nach Klopps Start bei Red Bull, hatte es letztmals Spekulationen rund um den Trainer und Real Madrid gegeben. Hintergrund war, dass Klopp mit seiner neuen Aufgabe als "Head of Global Soccer" im Red-Bull-Kosmos angeblich unzufrieden war. Klopps Berater Marc Kosicke sagte damals, auf die Gerüchte bezogen, nur kurz und knapp beim Sender Sky: "Jürgen ist mit seiner neuen Rolle als Head of Global Soccer bei Red Bull sehr glücklich." Das unterstrich später auch Klopp im Rückblick auf sein erstes Jahr im Red-Bull-Kosmos in der Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar-7" auf Servus TV: "Das letzte Jahr war sehr intensiv. In diesem einen Jahr habe ich fünf Jahre Erfahrungen gesammelt. Ich bin an einem ganz anderen Punkt, als ich vor einem Jahr war, und kann deshalb die Dinge viel besser einschätzen und freue mich sehr darauf, was wir in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren noch alles anstellen." Klopp begründete seinen Wunsch, die Trainerbank zu verlassen, erneut mit einem veränderten Arbeitsrhythmus, allerdings unter der Voraussetzung, weiter dem Fußball verbunden bleiben zu können. Er sagte: "Ich habe mich auf die Aufgabe, die ich jetzt habe, eingelassen. Ich habe Menschen kennengelernt, denen gegenüber ich mich verantwortlich fühle." "Ich mag lange Beziehungen" Und weiter: "Ich bin sieben Jahre in Mainz geblieben, obwohl ich jedes Jahr hätte wechseln können, bin sieben Jahre in Dortmund geblieben, obwohl ich relativ häufig woanders hätte hingehen können, und ich hätte in Liverpool, wo ich nicht so viele Anfragen hatte von anderen Vereinen, schon früher aufhören können. Also, ich mag lange Beziehungen, und die bei Red Bull hat gerade erst angefangen." Worte, die man bei Real Madrid nicht gern hören wird. Von denen man sich allerdings auch nicht abschrecken lassen wird, einen Versuch bei Klopp zu wagen. Allein der Versuch gehört nämlich zum Selbstverständnis der "Königlichen".