Gedenken an Menschen mit Behinderung als Opfer des NS: Es hat so elend lang gedauert
Gedenktage, zumindest so, wie sie die Bundesrepublik zelebrierte, als sie noch West war, hatten immer etwas mit Schuldentlastung zu tun. Schweigen, Würgen und das dabei Herausgekommene in eine kultivierte Form kleiden, die allgemein goutierbar ist. Das betrifft den Holocaust insbesondere.
Die Schuld gegenüber den Jüdinnen und Juden war nicht zu leugnen. Lange aber standen alle anderen Ausgegrenzten des nationalsozialistischen Regimes im Dunkeln: homosexuelle Menschen, Sinti und Roma, obdachlose und arme Menschen – und diejenigen, die für den sich kriegsfit agierenden Staat nicht taugten, die Opfer der Euthanasie, Menschen mit Behinderung. Es waren vor allem Kinder. Schätzungsweise sind 300.000 dem Euthanasieprogramm zum Opfer gefallen, 400.000 Frauen wurden zw
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