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Industrie verzeichnet Auftragsplus: Top-Ökonom Hüther über neues Wachstum

Die Industrie verzeichnet ein unerwartet starkes Auftragsplus. Reicht das schon für den erhofften Stimmungsumschwung? Und was heißt das für die Reformanstrengungen der Regierung? Antworten gibt der Ökonom Michael Hüther. Bis zuletzt war die Lage eindeutig, und zwar eindeutig schlecht. Deutschlands Wirtschaft trat auf der Stelle. Während andere Industrienationen mit teils großen Wachstumsraten glänzten, kamen deutsche Unternehmen nicht vom Fleck, im Gegenteil: Vielerorts bauten große Firmen Stellen ab, die Zahl der Insolvenzen stieg stark an. Jetzt aber scheint sich etwas zu drehen, wie auch der bekannte Ökonom Michael Hüther feststellt. Für die Industrie vermeldete das Statistische Bundesamt vergangene Woche einen überraschend großen Sprung bei den eingegangenen Aufträgen. Auch in anderen Branchen werden die Perspektiven wieder besser. Was daraus folgt – und warum die Politik jetzt trotzdem handeln muss, erklärt Hüther im t-online-Interview. t-online: Herr Hüther, Deutschlands Industrie verzeichnet einen Auftragsboom. Was macht das mit der Stimmung in Deutschland? Michael Hüther: Mein Eindruck ist, die Schwermut verfliegt gerade ein wenig. In der Industrie hat sich die Lage tatsächlich merklich verbessert. Nicht nur die Inlandsaufträge sind zuletzt gestiegen, auch die internationalen Aufträge haben sich stabilisiert. Das sieht nach einer Trendwende aus. Zugleich vermelden Binnenbranchen wie der Bau, dass vom Investitionspaket der Bundesregierung allmählich etwas bei ihnen ankommt. Insofern wage ich die These: Wir könnten am Ende dieses Jahres eine positive Überraschung sehen. Also sogar mehr als das zuletzt prognostizierte Wachstum von nur einem Prozent? Das würde ich zumindest nicht ausschließen, ja. Deutschland ist für Investoren weitaus interessanter, als es viele zuletzt unkten. Die Auslandsinvestitionen in Deutschland lagen vergangenes Jahr ein knappes Drittel über dem Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2024. Das ist schon was. Ich gebe zu, lange fehlte auch mir die Fantasie dafür, jetzt aber würde ich sagen: Es dreht sich was. Nach drei Stagnationsjahren geht es jetzt wieder aufwärts. Das heißt, der von Kanzler Friedrich Merz versprochene Stimmungswandel kommt einfach nur mit etwas Verzögerung. Ein Stück weit, ja. Das zeigt sich auch an ganz handfesten Dingen: Viele Jahre stand für Deutschlands Unternehmen im Vordergrund, die Kosten zu drücken, investiert wurde maximal in den Ersatz älterer Anlagen, selten aber in etwas Neues. Auch so was drückt auf die Stimmung. Jetzt sehen wir, dass viele Firmen endlich wieder neue Produkte auf den Markt bringen, die gut sind, die gefragt sind. Zum Beispiel in der Autoindustrie: BMW hat den neuen vollelektrischen X3 an den Start gebracht, Mercedes hat seine S-Klasse so überarbeitet, dass es weit über die normale Modellpflege hinausgeht. Beide Modelle kommen gut an. Um den Standort Deutschland steht es besser, als wir es uns teilweise einreden. Muss die Regierung dann also gar nichts mehr machen, braucht’s den großen Reformaufschlag damit überhaupt nicht? Nein, das wäre der falsche Schluss. Im Gegenteil: Wir brauchen umfassende Reformen, um Deutschland fit für die Zukunft zu machen. Was wir aber nicht brauchen, ist eine Kakofonie aus forschen Vorschlägen und simplen Sätzen wie "Ihr seid alle zu faul". Das macht nicht nur die Stimmung kaputt, sondern auch die nötige Diskussion über eine neue Agenda fürs Land. Sie meinen die jüngsten Vorstöße aus dem CDU-Umfeld, Stichwort "Lifestyle-Teilzeit", Stichwort "Zahlt eure Zahnarztrechnung selbst". Genau. Das ist einfach nicht hilfreich, das verärgert die Menschen. Und zwar zu Recht. Und der Debatte schaden solche kontroversen Vorschläge, weil sie überdecken, was ihr wahrer Kern ist: Die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden geht von ihrem Höhepunkt im Jahr 2019 bereits zurück. Das Arbeitsvolumen droht weiter zu sinken, wenn die Anzahl der Personen im Erwerbsalter in den kommenden Jahren demografisch bedingt um mehrere Millionen abnimmt – sofern es nicht gelingt, gegenzusteuern. Dies kann durch eine Intensivierung der Fachkräftezuwanderung, die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung und die Ausweitung der Pro-Kopf-Arbeitszeit erfolgen. Was schlagen Sie dafür vor? Viel von dem, was jetzt schon debattiert wird, geht in die richtige Richtung. Ein höheres Renteneintrittsalter; Anreize, die es attraktiver machen, mehr zu arbeiten – das ist alles gut. Ein zentraler Punkt kommt mir allerdings zu kurz. Nämlich? Die Frage, wie uns Migration helfen kann, um die demografische Lücke im Arbeitsmarkt zu füllen. Derzeit geht es immer nur darum, den Zustrom von Migranten zu begrenzen, es geht um weniger Fluchtmigration, um Abschiebungen und Rückführungen. Völlig verkannt wird dabei: Wir brauchen Menschen aus dem Ausland, die bei uns arbeiten, bestenfalls hoch qualifizierte junge Leute, die Lust haben, hier etwas anzupacken. Es ist darum das völlig falsche Zeichen, wenn jetzt manche Bundesländer die Mittel für die Hochschulen kürzen und Studienplätze für ausländische Studenten reduzieren. Der beste Weg aus dem Ausland in den Arbeitsmarkt führt über ein Studium in Deutschland. Dringend nötig wäre es, in der Migrationsdebatte klar zwischen Asylmigration und der Fachkräfteeinwanderung zu trennen. Was halten Sie vom Vorstoß, die Einkommensteuer sowie die Körperschaftsteuer noch dieses Jahr zu senken? Das wäre sicherlich ein gutes Signal an die Unternehmen. Und langfristig dürften sich Steuersenkungen auch rechnen – weil das daraus folgende Wachstum wiederum zu mehr Steuereinnahmen führt. Das lässt sich historisch belegen. Ich bezweifle allerdings, dass diese Regierung dafür den finanziellen Spielraum findet. Die großen Steuerreformen von Helmut Kohl und Gerhard Stoltenberg , später die von Gerhard Schröder und Hans Eichel, funktionierten deshalb, weil man die Ausfälle über Schulden vorfinanziert hat. Mit der Schuldenbremse in ihrer aktuellen Form geht das jetzt nicht mehr. Die Schuldenbremse ist noch so ein Reformprojekt, das sich Schwarz-Rot vorgenommen hat. Wie groß ist Ihre Hoffnung, dass die dafür zuständige Expertenkommission Vorschläge macht, die dann auch umgesetzt werden? Ganz ehrlich? Meine Erwartungen, was diese Kommission angeht, tendieren gen null. Selbst wenn dabei gute Ideen herauskommen sollten – die nötige Zweidrittelmehrheit im Bundestag wird es kaum geben, weil man bei dem Thema nicht mit der Linken paktieren kann. Und die AfD wird niemand mit ins Boot holen. Was die Experten sich da auch überlegen, gleicht einem Glasperlenspiel. Wie blicken Sie auf die Rentenkommission, die bis zum Sommer fertig sein soll mit ihrer Arbeit? Bei der Rente ist nun wirklich alles gesagt. Die Vorschläge zur Reform des Umlagesystems sind seit 15 Jahren dieselben. Spannend wird am Ende die Frage, ob die Ideen auch tatsächlich noch in dieser Legislatur umgesetzt werden. Was ist Ihre Prognose? Jetzt bin ich Ökonom und kein Politologe, aber ich denke, das ist vor allem eine Machtfrage innerhalb der SPD . Ein Parteichef und Vizekanzler Lars Klingbeil scheint die Notwendigkeit für Reformen verstanden zu haben, bei seiner Co-Vorsitzenden Bärbel Bas an der Spitze des zuständigen Arbeitsministeriums bin ich mir da nicht so sicher. Bei aller eingangs verbreiteten Zuversicht: Gibt es aus Ihrer Sicht noch Stolperfallen, wo uns das Wachstum doch wieder verloren gehen könnte? Für uns als Exportnation hängt wie immer viel vom Weltmarkt ab, und damit auch von der Geopolitik. Welche wirtschaftlichen Schocks nur Zolldrohungen aus dem Weißen Haus auslösen können, hat die jüngste Grönland-Zuspitzung ja gerade erst wieder gezeigt. Doch auch die deutschen Unternehmen müssen ihre Hausaufgaben machen. Sie müssen an ihrer Agilität arbeiten, müssen sich weiter entfetten. Der damit verbundene Stellenabbau ist schmerzhaft, aber es führt vielerorts kein Weg daran vorbei. Wir dürfen das Wachstum jetzt nicht verspielen. Herr Hüther, vielen Dank für dieses Gespräch.

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