Sepp Straka muss bei den Genesis Invitational nach der Horrorrunde vom Samstag als letzter des Wertungsklassements allein die Finalrunde bestreiten, verabschiedet sich dabei vom Riviera CC mit einer 71 aber zumindest halbwegs versöhnlich.
Sepp Straka startete nach seinem Runner-up Finish in der Vorwoche in Pebble Beach, auch im Riviera CC durchaus ansprechend. Zunächst ließ er sich von einer langen Regenverzögerung und unangenehmen Windverhältnissen nicht aus der Ruhe bringen und startete mit einer durchwegs soliden 70 (-1). Am Freitag drückte er dann aufs Gas, kaschierte selbst eine Schwächephase zwischendurch gekonnt und brachte sich mit einer 68 (-3) sogar in Schlagdistanz für ein Topergebnis.
Am Samstag allerdings erwischte es Österreichs Nummer 1 in den Hollywood Hills eiskalt. Mit einem wahren Horrordrehbuch der Runde schlitterte Sepp mit der 80 (+9) in die bislang höchste Runde seiner beeindruckenden PGA Tour Karriere. Damit wurde er nicht nur bis ans Ende des Wertungsfeldes durchgereicht, am Sonntag muss er nun noch dazu mit allererster Startzeit alleine über den Platz marschieren. Der erste Drive sitzt dann zwar, die Attacke am Par 5 zieht jedoch ein wenig zu weit nach rechts und da der Chip zu ungenau ausfällt, geht sich das erhoffte anfängliche Birdie nicht aus.
In Folge schärft er von Tee bis Grün zwar sein Spiel, bringt die Annäherungen zumindest vorerst jedoch noch nicht nah genug zu den Fahnen um sich zwingende Birdiemöglichkeiten erarbeiten zu können. Das ändert sich dann aber am Par 3 der 6, denn mit einem ersten richtig starken Eisen nimmt er sich richtiggehend den Druck vom Putter und schnappt sich aus einem Meter das erste Birdie. Lange verweilt er jedoch nicht im roten Bereich, denn aus dem Rough zieht die nächste Annäherung zu weit nach links und da das Up & Down nicht gelingt, findet er sich postwendend bei Level Par wieder.
Pause vor nächsten Mega-Events
Noch vor dem Wechsel auf die letzten neun Löcher, zündet er dann aber ein weiteres hervorragendes Eisen ins Grün und krallt sich aus einem guten Meter auf der 9 abermals das Minus. Doch auch das lässt ihn nicht richtig durchstarten, denn zunächst verpasst er es am Par 5 der 11 weiter nachzulegen und kann sich auf der 12 und der 13 dann nach knapp verfehlten Grüns weitere Male nicht mehr zu Pars scramblen. Immerhin lässt dann im Finish das Par 5 der 17 mit Pitch & Putt noch etwas springen, womit er sein Tagesergebnis noch zur 71 (Par) zurechtrücken kann. Damit macht er auch noch einen Rang gut und teilt sich als 50. die rote Laterne mit Georgia Bulldog Kollege Brian Harman (USA).
Obwohl er im PGA National 2022 seinen ersten Sieg auf der PGA Tour feierte, lässt Sepp kommende Woche die Cognizant Classic notgedrungen aus, da im Anschluss gleich die nächsten Mega Events auf Österreichs Nummer 1 warten. In der spielfreien Woche wird er nun mit Sicherheit alles daran setzen die wilde 80 vom Samstag endgültig aus den Knochen zu schütteln um beim Arnold Palmer Invitational und danach beim Players wieder voll angreifen zu können.
Auch Matti Schmid gelingt ein recht versöhnliches Ende, bringt der einzige Deutsche im Feld doch am Sonntag mit der 70 (-1) noch seine erste Runde unter Par in dieser Woche ins Clubhaus.
Leaderboard Genesis Invitational