Nach ausgeglichener erster Hälfte gegen Hannover reisst der Faden
Alles war angerichtet für das Duell der beiden zum Start in die Hauptrunde siegreichen Teams. Knapp 2500 Fans waren gekommen und gaben als Orange Wand ein fantastisches Bild ab. Zusammen mit den Kadetten-Junioren sorgten sie schon vor Spielbeginn für prächtige Stimmung. Odinn Thor Rikhardsson heizte mit dem 1:0 weiter ein. Danach entwickelte sich zunächst eine sehr umkämpfte Partie. Dank eines gut aufgelegten Moreno Car im Tor, der früh mehrmals sehenswert parierte, benötigten die Gäste mehr als drei Minuten für ihren ersten Treffer durch Leif Tissier. Doch weiter legten die Kadetten vor. Juan Castro Alvarez verwandelte zum 6:4 und liess die Arena kochen. Es dauerte etwas, bis sich die Norddeutschen auf die 5:1-Deckung der Orangen eingestellt hatte. Dann kamen sie immer besser in die Partie und gingen nach 13 Minuten zum ersten Mal in Führung.
Josip Peric ist zurück
«Wir starten eigentlich gut und haben es im Griff», fand auch Marvin Lier. Fünf Minuten vor der Pause war seine Equipe beim 12:13 weiter auf Tuchfühlung zum Bundesligisten. Das Tor dazu war einmal mehr ein ganz Besonderes. Josip Peric meldete sich nach langer Verletzungspause mit einem herrlichen Anspiel auf Rikhardsson zurück und der vollendete mit einem Kempa-Trick. «In den letzten fünf Minuten vor der Pause schmeissen wir jedoch kopflos die Bälle weg», ärgerte sich Lier. «Das bestraft Hannover.» Dennoch waren die Kadetten beim 13:15-Pausenstand gut im Rennen – und stellten direkt nach Wiederanpfiff auf 14:15. Das Offensivspiel der Gastgeber wirkte danach mit fortwährender Spieldauer immer zäher. Nach dem 17:19 (37.) folgten vier torlose Minuten, in denen die Niedersachsen auf 24:17 davonziehen konnten.
«Die Höhe tut extrem weh»
«Wir haben», fasste Lier zusammen, «den faden leider nicht mehr gefunden. Dann kommt so ein Resultat am Schluss zustande.» Eine verdiente Niederlage für den Flügelspieler, «aber in der Höhe tut es extrem weh.» In den letzten 13 Spielminuten wurde es nach dem 20:26 noch deutlich. Recken-Schlussmann Joel Birlehm war es, der seine starke Vorstellung mit 14 Paraden (36 Prozent Abwehrquote) mit einem Tor in das verwaiste Kadetten-Tor krönte und die Differenz erstmals zweistellig machte. Die Orangen hatten es mit dem siebten Feldspieler versucht, der jedoch nur kurzzeitig Erfolg brachte. Geknickte Kadetten schrieben nach der deutlichen 24:36-Niederlage noch lange Autogramme und machten Bilder mit den kleinen Fans. «Die Halle war super. Es wäre alles bereit gewesen. Danke an alle, die Lärm für uns gemacht haben», sprach Lier stellvertretend für die gesamte Mannschaft den Kadetten-Fans ein grosses Lob aus. Nun richtet sich der Blick sofort nach vorne. Lier: «Wir haben nicht viel Zeit zum traurig sein. Wir sehen auf die nächsten Spiele in der Schweiz und wollen natürlich auch in der European League eine Reaktion zeigen.» Nach dem knappen 34:33-Erfolg von Fredericia in Nasice rangieren die Kadetten punktgleich mit den Dänen weiter auf Platz zwei.
Am kommenden Dienstag kommt Hannover-Burgdorf
Schon am Samstag (18 Uhr) geht es für die Kadetten mit einem Heimspiel weiter. Dann gastiert der TSV St. Otmar St. Gallen in der BBC Arena. Am Montag fliegen die Kadetten nach Hannover, wo am kommenden Dienstag um 20.45 Uhr direkt das Rückspiel gegen die Mannschaft aus der stärksten Liga der Welt stattfindet.
Tickets für die Heimspiel sind im Online-Ticketshop erhältlich.
«Die Halle war super. Es wäre alles bereit gewesen. Danke an alle, die Lärm für uns gemacht haben.»
Kadetten Schaffhausen
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