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ARD, ZDF und das Kino – Autor packt aus: "Branche ist extrem volatil"

Warum wirkt das deutsche Mainstream-Kino so einfallslos – und welchen Anteil daran haben Autoren? Hans-Gerd Raeth gewährt bemerkenswerte Einblicke. Die deutsche Film- und Fernsehbranche steht vor einem herausfordernden Jahr – wieder einmal. Das Kino leidet immer noch unter dem Einbruch der Besucherzahlen seit der Corona-Pandemie, und im Fernsehen werden die Budgets immer knapper. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk – einer der größten Auftraggeber für Filmproduktionen – ist zu Einsparungen verdammt, und Streamingdienste wie Netflix produzieren längst nicht mehr am Fließband wie noch vor einigen Jahren, als vom "Goldenen Zeitalter des Streaming" die Rede war. Einer, der weiß, wie es hinter den Kulissen der Branche zugeht, ist Hans-Gerd Raeth. Er gehört zu einer Gattung, die naturgemäß in den Hintergrund rückt, wenn es um Geschichten auf der großen Leinwand geht: Er ist Autor. Neben eigenen Romanen und Krimis schreibt er auch Drehbücher. Im Interview räumt er mit gängigen Klischees auf – und entlarvt andere mit schonungsloser Offenheit. t-online: Herr Raeth, Sie sind Befürworter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – stellen aber zugleich seine Größe infrage. Warum? Hans-Gerd Raeth: Ich halte den öffentlich-rechtlichen Rundfunk für wichtig. Aber ich weiß nicht, ob wir diese Konstruktion in dieser Größenordnung brauchen. Wir müssen überlegen, ob alle immer alles doppelt machen müssen – und ob wir derart viele Sender brauchen. Wo sehen Sie konkret das Problem? Ein erheblicher Teil der Mittel fließt in Pensionsverpflichtungen und Soziallasten. Für Produktionen bleibt am Ende weniger übrig. Und das spüren wir Autoren direkt. Wie wirkt sich der Spardruck konkret auf Ihre Arbeit als Drehbuchautor aus? Wenn Budgets knapper werden, wird überall gespart. Und dann entstehen oft Grabenkämpfe. Der Produzent will etwas Bestimmtes lesen, der Regisseur möchte es anders umgesetzt haben – und man schreibt mehrere Fassungen. Mehrere Fassungen? Ja. Man macht sogenannte "Hidden Drafts". Also Versionen, die am Ende nie gedreht werden, sondern nur dazu dienen, verschiedene Interessen auszutesten. Das kostet Zeit – und Zeit ist Geld. Wer bezahlt diese Mehrarbeit? Niemand, gerade bei öffentlich-rechtlichen Produktionen gibt es fixe Verträge. Man verpflichtet sich, ein Drehbuch zu liefern – unabhängig davon, wie viele Schleifen es dreht. Reich wird man als Autor ohnehin nicht. Klingt insgesamt nicht sehr rosig. Die Branche ist extrem volatil. Es gibt ständig Stühlerücken. Heute arbeitet man mit jemandem bei RTL oder Warner – morgen ist die Person weg. Ist der Druck auch bei Drehbüchern für Kinofilme gestiegen? Absolut. Die Zuschauerzahlen haben sich nach Corona noch immer nicht erholt. Eine Million Besucher gilt heute als riesiger Erfolg. Das führt dazu, dass man stärker auf bewährte Konzepte setzt. Also mehr Schema F? Teilweise ja. Wenn das Risiko steigt, wird man vorsichtiger. Bürgerliche Familie, heteronormative Ehe, zwei Kinder, hübsches Haus, gepflegter Rasen – und am Ende gibt es ein Happy End. Läuft man damit nicht Gefahr, das Publikum zu langweilen? Die Gelder sitzen längst nicht mehr so locker wie früher: Experimente sind riskant. Also setzen die Entscheider auf das, was immer funktioniert – zum Leidwesen von Vielfalt und Qualität. Gilt das auch für den Buchmarkt, Sie sind ja auch Romanautor? Der Leserschwund ist real und alarmierend. Gleichzeitig erscheinen jedes Jahr rund 90.000 Neuerscheinungen. Das ist ein enormer Konkurrenzdruck. In Ihrem neuesten Roman geht es um die Midlife-Crisis beim Mann – auch aus autobiografischen Gründen? Teilweise. Ich sage immer: 50 Prozent sind wahr, 50 Prozent erfunden – ich verrate nur nicht, welche. Mir geht es aber vor allem um etwas anderes. Was? Dass das Thema bisher unterrepräsentiert ist. Frauen haben es geschafft, ihre Wechseljahre öffentlich zu thematisieren. Männer versuchen eher, sie wegzudeklinieren. Dabei gibt es ähnliche Fragen: Wer bin ich jetzt? Was verändert sich? Wie gehe ich damit um? Der "alte weiße Mann" gilt eher als Problemfigur. Mich interessiert nicht der Mann, der einfach weitermacht wie bisher. Mich interessiert der, der merkt, dass sich etwas verändert. Wenn wir über männliche Wechseljahre sprechen, reden wir über das Bewusstsein für Veränderung. Wie genau zeigt sich diese Veränderung? Ich arrangiere mich inzwischen damit, dass es zwickt oder knackt, wenn ich morgens aufstehe. Der alltägliche, zur Selbstverständlichkeit gewordene Verschleiß ist Teil des Lebens – und das zu akzeptieren, fällt vielen Männern schwer. Manche sind dann in Radlerhosen auf dem Rennrad in den Alpen anzutreffen, andere mit Schweißbändern um die Stirn auf dem Laufband im Fitnesscenter, und wieder andere schreiben Bücher über diese Phänomene. Aber mangelt es nicht eher an weiblichen Perspektiven und Geschichten? Männliche Sichtweisen dominieren Kunst und Kultur doch ohnehin schon. In meinem Roman ist die wohl stärkste Figur eine Frau über 50. Sie besticht durch Lebenserfahrung und Intelligenz, nicht durch Äußerlichkeiten. ZDF-Star Teresa Weißbach: Sie hat Angst vor der 50 Die sind in der Filmbranche aber immer noch enorm wichtig. Ihre eigene Ehefrau, die Schauspielerin Michaela Wiebusch, hat der Filmbranche wegen mangelnder Angebote den Rücken gekehrt. Ja, weil Rollenangebote für Frauen ab etwa 50 deutlich seltener werden. Das ist eine Realität. Sie wollte sich nicht mehr ständig anbieten müssen, wenn sie am Ende doch nichts bekommt. Das ist frustrierend und nagt am Selbstwertgefühl. Wie hat sie den Teufelskreis durchbrochen? Sie hat sich nach Alternativen umgesehen. Heute arbeitet sie als Paartherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit eigener Praxis. Aber liegt es nicht auch an den Drehbüchern, dass es für Frauen über 50 keinen Platz mehr gibt? Da beißt sich die Katze in den Schwanz: Der fehlende Mut der Branche aufgrund der finanziell prekären Situation bestärkt die eingeübten, vermeintlich sicheren Rituale – und das führt sicher auch dazu, dass beim Kreativprozess des Schreibens bestimmte Rollen eher mitgedacht werden als andere. ZDF-Skandal: Dieser Fall muss Konsequenzen haben Rundfunkbeitrag: Kommission empfiehlt Erhöhung Merkel-Phantom: ARD muss sich für Fehler entschuldigen Haben Sie selbst mal versucht, wie in Ihrem Roman, solche Figuren in den Vordergrund zu stellen? Ich kann kaum verhehlen, dass mir beim Schreiben meines Buches aufgefallen ist, wie sehr es sich als Filmstoff eignen würde – und dass mir eine Drehbuchfassung sicher leicht von der Hand gehen würde. Diese Frauenfigur dort, grau meliert, mit viel Erfahrung auf dem Buckel und mit einer ungeheuren Anziehungskraft ausgestattet, würde sich ideal eignen, um dieses Problems Herr zu werden. Sie kennen die Gesetzmäßigkeiten der Branche und können daher vorab einschätzen, ob es Ihr Buch später mal auf die große Leinwand schafft? So weit würde ich nicht gehen. Aber ich spüre als Autor schon, ob es sich um einen verfilmbaren Stoff handelt oder nicht. Und bei diesem Thema sind viele Produzenten gesprächsbereit, weil sie ahnen, dass man damit eine kinoaffine Zielgruppe – also die Generation Ü50 – ansprechen kann. Nach dem, was Sie über die Branche geschildert haben, sind Ihnen Existenzängste aber auch nicht unbekannt. Stimmt. Ich bin aus einer sicheren Anstellung gestartet und hatte ein finanzielles Polster. Das war ein Luxus. Dennoch gilt für mich bis heute: Ich muss sehr viel arbeiten, um zu einer kleinen Gruppe zu gehören, die davon wirklich leben kann. Und das, obwohl Sie sich selbst "Unterhalter" nennen. Wie sehr hilft Ihr klares Bekenntnis zum Mainstream? Unterhaltung ist kein Makel, sondern ein Beruf. Dramaturgie ist Arbeit. Ich versuche, Geschichten so zu bauen, dass man weiterliest. Also stört es Sie nicht, dass das Feuilleton Sie mit Gleichgültigkeit straft? Ach, das interessiert mich nicht. Natürlich wäre es schön, vom Feuilleton gefeiert zu werden. Aber ich schreibe nicht für die Schublade und auch nicht für eine kleine Kritikerblase. Ich schreibe für Leser. Wann ist dann ein Buch für Sie erfolgreich? Wenn mir jemand sagt, er habe das Buch eigentlich nur anlesen wollen – und konnte es dann nicht mehr aus der Hand legen –, dann habe ich meinen Job gemacht. Das ist für mich relevanter als jede wohlwollende Randnotiz. Aber geht nicht auch beides: unterhalten – und dabei von der Kritik gefeiert werden? Sicherlich, aber am Ende lässt sich das nicht kalkulieren – und mein Publikum ist mir wichtiger. Zumal ich es liebe, auf humorvolle Art zu unterhalten. Peter Ustinov hat gesagt: "Comedy ist eine schiefgegangene Tragödie." Das trifft es gut. Lachen kann der erste Schritt zur Erkenntnis sein. Insofern sehe ich mich als Türöffner.

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