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Nahost-Krieg: Israels Luftwaffe greift Irans Ölreserven in Teheran an

Rund 30 Öltanks stehen in Flammen, dunkle Rauchschwaden ziehen über die Stadt: Eine weitere US-israelische Angriffswelle auf den Iran hat begonnen. Im Konflikt mit dem Erzfeind Iran hat Israel rund eine Woche nach Kriegsbeginn erstmals ein Öllager in Teheran bombardiert. In sozialen Medien kursierten Aufnahmen aus der Hauptstadt, die einen massiven Feuerball und aufsteigende, dunkle Rauchschwaden zeigten. Israels Armee erklärte, Irans Streitkräfte nutzten die Tanks für ihre militärische Infrastruktur. Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionsgarden die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden Teherans. Israels führte in der Nacht zudem nach eigenen Angaben in Libanons Hauptstadt Beirut einen Angriff auf Kommandeure der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden durch. Zugleich setzte Israel seine Angriffe gegen die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz im Süden Beiruts fort. Der Iran wiederum feuerte erneut Raketen auf Israel und attackierte Treibstofftanks des internationalen Flughafens in Kuwait sowie Ziele in Saudi-Arabien mit Drohnen. Iran-Newsblog: Alle aktuellen Meldungen Polizei vor Ort: Explosion an der US-Botschaft in Oslo Am Morgen begann wiederum die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle im Iran. Die Bundesregierung brachte unterdessen das Personal der deutschen Botschaft in Teheran nach den schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in Sicherheit. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, das Personal sei aufgrund der Bedrohungslage temporär verlegt worden. Die Erreichbarkeit der Botschaft sei aber gewährleistet. Israels Armee: Al-Kuds-Kommandeure in Beirut angegriffen Die israelische Armee machte keine Angaben zum genauen Ort des Angriffs auf Al-Kuds-Kommandeure in Beirut. Nach libanesischen Angaben griff Israels Militär in der Nacht gezielt ein Zimmer eines Luxushotels im Zentrum von Beirut an. Nach vorläufigen Informationen des Gesundheitsministeriums wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und acht weitere Personen verletzt. Sicherheitskreisen zufolge war eines der Todesopfer ein iranischer Staatsbürger. Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge setzte Teheran in der Nacht seine Angriffe fort gegen arabische Staaten, in denen es US-Militärstützpunkte gibt. Die Luftabwehr in Kuwait fing drei in den Luftraum eingedrungene ballistische Raketen ab und zerstörte sie, wie die Armee auf X mitteilte. Treibstofftanks an Kuwaits Flughafen im Visier Kurz zuvor waren laut Verteidigungsministerium bereits Treibstofftanks des internationalen Flughafens von Kuwait Ziel von Drohnenangriffen geworden. Nähere Angaben gab es zunächst nicht. Die Armee erklärte, zivile Einrichtungen seien durch Trümmerteile infolge des Luftabwehreinsatzes beschädigt worden. Auch das Verteidigungsministerium von Saudi-Arabien meldete in der Nacht, dass im Osten der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden seien. Irans Präsident Massud Peseschkian nannte zuvor als Bedingung für eine Einstellung der Luftangriffe auf die Nachbarländer, dass von dort keine Attacken auf sein Land erfolgten. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte, der Krieg werde "mit voller Kraft" fortgesetzt. US-Präsident Donald Trump sagte zur Länge der Kampfhandlungen: "Was auch immer nötig ist". Iran und die USA beschuldigen sich gegenseitig Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte den USA zuvor vorgeworfen, eine Entsalzungsanlage auf der in der Straße von Hormus gelegenen Insel Qeschm angegriffen zu haben. Die Wasserversorgung von 30 Dörfern sei beeinträchtigt, schrieb er auf der Plattform X. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Ein Angriff auf die Infrastruktur des Irans sei ein "gefährlicher Schritt mit schwerwiegenden Folgen", schrieb Araghtschi. Trump wiederum beschuldigte Teheran, für die Bombardierung einer Mädchenschule im Iran am ersten Kriegstag verantwortlich zu sein. Auf die Frage, ob die USA dafür verantwortlich seien, sagte er zu Journalisten: "Nein, meiner Meinung nach, basierend auf dem, was ich gesehen habe, wurde das vom Iran getan". US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte vor Journalisten, der Vorfall werde untersucht. Bei dem Angriff wurden nach iranischen Angaben vergangenen Samstag unter anderem rund 170 Schülerinnen getötet. Trump erweist gefallenen US-Soldaten letzte Ehre Trump nahm derweil an der Überführung der sechs im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten teil. Er reiste dafür zum Luftwaffenstützpunkt Dover im US-Bundesstaat Delaware, wo er auch auf die Familien der Gefallenen traf. Die Soldaten waren nach US-Angaben in den ersten Kriegstagen bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet worden. Inmitten zumeist schwarz gekleideter Gäste stach Trump auch deshalb hervor, weil er eine weiße Baseball-Kappe mit der Aufschrift "USA" trug. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff teilte derweil Russland nach eigenen Angaben mit, dass Moskau Teheran nicht mit Informationen in dem Krieg unterstützen soll. Auf eine entsprechende Frage sagte Witkoff vor Journalisten: "Das habe ich deutlich gesagt." Weitere Details nannte er nicht. Mehrere US-Medien hatten berichtet, Russland liefere dem Iran Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen. Netanjahu: "Moment der Wahrheit" rückt näher Trump schloss unterdessen die Einbindung von Kurden in den Iran-Krieg aus. Kurdische Kämpfer in der Region seien bereit dazu, aber er habe ihnen gesagt, dass er das nicht wolle, sagte Trump vor Journalisten. Die USA hätten eine gute Beziehung zu den Kurden, "aber wir wollen den Krieg nicht komplizierter machen, als er ohnehin schon ist." Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte in einer Videoansprache an die Menschen im Iran gewandt, der "Moment der Wahrheit" rücke näher. "Wir wollen den Iran befreien und in Frieden mit ihm leben", sagte Netanjahu. Aber "die Befreiung vom Joch der Tyrannei" hänge letztlich vom iranischen Volk ab.

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