In Beirut ist ein Hochhaus durch israelische Raketen eingestürzt. Im Iran wurde das Atomkraftwerk von einem Geschoss getroffen. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 18. März Iran richtet mutmaßlichen Mossad-Spion hin Irans Justiz hat einen mutmaßlichen Spion für den israelischen Geheimdienst Mossad hinrichten lassen. Das Todesurteil sei am Morgen vollstreckt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Mann sei im vergangenen Jahr während des Zwölftagekriegs in einer ländlichen Region westlich der Hauptstadt Teheran festgenommen worden. Bei der Festnahme seien eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden worden, hieß es bei Tasnim weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sensible Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben. Angeworben habe ihn ursprünglich ein Führungsoffizier in Schweden . Es habe auch ein Treffen in Berlin stattgefunden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren. IAEA: Atomkraftwerk Buschehr im Iran von Geschoss getroffen Das iranische Atomkraftwerk Buschehr ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA von einem Geschoss getroffen worden. Sie sei "vom Iran darüber informiert worden, dass am Dienstagabend ein Geschoss das Gelände des Kernkraftwerks Buschehr getroffen hat", erklärte die UN-Organisation mit Sitz im österreichischen Wien am Mittwoch in Onlinediensten. "Es wurden weder Schäden an der Anlage noch Verletzungen von Mitarbeitern gemeldet", hieß es weiter. IAEA-Chef Rafael Grossi "bekräftigt seinen Aufruf zur Zurückhaltung während des Konflikts, um jedes Risiko eines Atomunfalls zu vermeiden", hieß es in der Erklärung der Behörde. Das Akw Buschehr im Südwesten des Iran verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes, der nach Angaben der IAEA im Jahr 2011 erstmals ans Stromnetz angeschlossen worden war. Nach Einschätzung der IAEA ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben, was Teheran bestreitet. US-Präsident Donald Trump bezeichnete das iranische Atomprogramm als einen der Gründe für den Iran-Krieg. Israelische Rakete bringt Hochhaus in Beirut zum Einsturz Bei israelischen Luftangriffen in der Hauptstadt Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 6 Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden. Am frühen Mittwochmorgen erschütterte eine Explosion das Stadtviertel Baschura: Laut einem Fotografen der Deutschen Presse-Agentur wurde ein Hochhaus getroffen und komplett in Trümmer gelegt. Zuvor hatte Israels Militär vor Angriffen gewarnt. Das Viertel war bereits in der vergangenen Woche Ziel von Luftangriffen gewesen. Staatlichen Medien zufolge traf ein Angriff eine Wohnung im Stadtzentrum, unweit der kürzlich vom israelischen Militär attackierten Filiale eines Finanzinstituts der Hisbollah-Miliz. Weitere Geschosse schlugen Medienberichten zufolge im ebenfalls zentral gelegenen Viertel Basta ein. Anwohner berichteten von mehreren deutlich vernehmbaren Explosionen. Alle am Mittwochmorgen getroffenen Gebiete liegen in der Nähe libanesischer Regierungsgebäude wie dem Finanzministerium und dem Amtssitz des Premierministers. USA setzen Bunkerbrecher gegen Stellungen an Straße von Hormus ein Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus anzugreifen. "Mehrere" der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien "erfolgreich eingesetzt" worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit. Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten "eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge" dargestellt. Iranische Rakete nahe Militärflugplatz in den Emiraten eingeschlagen Nahe dem australischen Armeehauptquartier in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist nach Angaben des australischen Premierministers Anthony Albanese ein iranisches Geschoss eingeschlagen. "Heute Morgen um 9.15 Uhr schlug in der Nähe des australischen Stützpunkts al-Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein iranisches Geschoss ein", sagte Albanese am Mittwoch vor Journalisten in Sydney . Bei dem Vorfall sei kein australisches Personal verletzt worden. Jetzt doch: Israelische Armee ruft Menschen zur Evakuierung auf Die israelische Armee hat die Bewohner eines zentralen Viertels der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung aufgerufen. Der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee verbreitete in Onlinediensten am Mittwoch eine "dringende Warnung an die Einwohner des Viertels Baschura". Die israelische Armee werde dort in Kürze gegen eine Anlage der pro-iranischen Hisbollah-Miliz vorgehen. Adraee veröffentlichte eine Karte des Viertels mit einem Gebäude, dem Anwohner "zu ihrer eigenen Sicherheit" auf eine Distanz von mindestens 300 Metern fernbleiben sollten. Kurz zuvor hatte die israelische Armee libanesischen Medien zufolge ohne Vorwarnung zwei Angriffe im Zentrum von Beirut ausgeführt. Dabei wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens sechs Menschen getötet und 24 weitere verletzt. Golfstaaten melden Drohnen- und Raketenangriffe Mehrere Golfstaaten haben am Mittwochmorgen erneut Drohnen- und Raketenangriffe auf ihr Territorium gemeldet. Die Flugabwehr "reagiert auf die Bedrohungen durch Raketen und Drohnen aus dem Iran", teilten die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate mit, während Journalisten der Nachrichtenagentur AFP von mehreren lauten Explosionen in der emiratischen Metropole Dubai berichteten. Die Behörden in Saudi-Arabien und Kuwait meldeten ebenfalls Angriffe. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium erklärte, die Armee habe insgesamt sechs Drohnen im Osten des Landes zerstört. Die kuwaitische Armee teilte derweil im Onlinedienst X mit: "Die kuwaitische Luftabwehr fängt derzeit feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab." Libanesische Medien: Israelische Armee greift ohne Warnung an Die israelische Armee hat libanesischen Medien zufolge ohne Vorwarnung das Zentrum von Beirut angegriffen. Ein israelischer Angriff traf eine Wohnung im Viertel Sukak al-Blat an, wo die israelische Armee vergangene Woche eine Filiale des Hisbollah-nahen Finanzunternehmens Al-Kard Al-Hassan attackiert hatte, wie libanesische Medien am Mittwochmorgen berichteten. Ein weiterer israelischer Angriff traf demnach das zentrale Viertel Basta, das die israelische Armee während des Krieges mit der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Jahr 2024 angegriffen hatte. Das Viertel Sukak al-Blat liegt nahe dem Hauptsitz der libanesischen Regierung und mehreren Botschaften. Die israelische Armee führte libanesischen Medien zufolge außerdem zwei Angriffe in südlichen Vororten der Hauptstadt des Libanon aus. Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP in Beirut hörten mehrere Explosionen. Vor ihrem Angriff im Zentrum von Beirut in der vergangenen Woche hatte die israelische Armee einen Evakuierungsaufruf veröffentlicht. Das geschah dieses Mal nicht. Ältere Nachrichten zur Lage im Iran lesen Sie hier .