Daniela Schmitt will ihre Partei in der Regierung halten – doch die Umfragen setzen sie unter Druck. Das ist die FDP-Spitzenkandidatin in Rheinland-Pfalz. Nur einen halben Monat ist es her, dass sich die FDP in Baden-Württemberg bei der Landtagswahl mehr als die Hälfte der Stimmen verloren hat und aus dem Landtag geflogen ist – und das, obwohl das "Ländle" immer als sichere Bank für die Liberalen galt. Nun tritt die FDP bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz an, einem Land, in dem sie Regierungspartei ist und bleiben will. Die Chancen dafür stehen jedoch denkbar schlecht. Die FDP-Spitzenkandidatin Daniela Schmitt muss sich anstrengen – laut aktuellen Umfragen ist es keineswegs sicher, dass ihre Partei die Fünfprozenthürde bei der Rheinland-Pfalz-Wahl schafft. Das, obwohl Schmitt politikerfahren ist. Immerhin ist sie seit zehn Jahren in der Landesregierung, seit 2021 als Landwirtschaftsministerin. FDP-Spitzenkandidatin Schmitt: Leben, Karriere und politischer Werdegang Daniela Schmitt wurde 1972 in der rheinhessischen Stadt Alzey geboren, in der sie heute mit ihrem Ehemann lebt. Nach dem Schulabschluss machte sie eine Ausbildung bei der Kreissparkasse, die sie 1991 abschloss. Berufsbegleitend studierte Schmitt zunächst Sparkassenbetriebswirtschaft und schloss ihr Studium an der Frankfurt School of Finance 2011 als Diplom-Bankbetriebswirtin ab. Anschließend war sie im Firmenkundengeschäft tätig und wechselte später als Regionaldirektorin zur Mainzer Volksbank. Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Das ist die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Eder SPD-Kandidat für die Rheinland-Pfalz-Wahl: Alexander Schweitzer will wieder ins Amt Zur FDP kam Schmitt 2006 über ihre Aktivität unter anderem als Sprecherin der Wirtschaftsjunioren Mainz. 2013 wurde sie stellvertretende FDP-Landesvorsitzende und Mitglied des Bundesvorstandes, beide Ämter hatte sie bis 2025 inne. 2016 wurde Schmitt im ersten Ampelkabinett von Malu Dreyer zur Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau ernannt. Nach der RLP-Wahl 2021 stieg sie zur Ministerin des gleichen Ministeriums auf, nachdem ihr Vorgänger Volker Wissing auf Bundesebene gewechselt war. Schon 2021 war Schmitt die Spitzenkandidatin ihrer Partei für die RLP-Wahl. Damals erreichte die FDP 5,5 Prozent und bildete mit SPD und Grünen die Ampelregierung unter Malu Dreyer, und nach ihrem Rücktritt Alexander Schweitzer, der nun für die SPD antritt. Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Alle Spitzenkandidaten der RLP-Wahl im Überblick Im Vorfeld der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Kritik an Schmitt Im Jahr 2025 geriet Schmitt in die Kritik, nachdem der "Business Insider" herausgefunden hatte, dass das Unternehmen ihres Ehemannes, ebenfalls FDP-Mitglied, 2020 Fördergelder der landeseigenen Investitionsbank erhalten hatte. Schmitt war zu dieser Zeit die stellvertretende Verwaltungsratschefin der Bank. Die Ministerin sagte dem "Business Insider" damals, sie sei "an der Entscheidung zur möglichen Eingehung einer Beteiligung" an dem Unternehmen ihres Mannes nicht beteiligt gewesen und habe "auch keinen Einfluss genommen". Erwiesen worden war auch, dass Schmitt ihren Partner als einen von 15 Begleitern einer Wirtschaftsdelegation auf eine Dienstreise nach Brasilien mitgenommen hatte. Die Teilnehmenden kamen dabei in einem Fünf-Sterne-Hotel unter.