3. Handball-Liga: Stefan Pohl warnt vor Bruchköbel
Heidelberg. (tib/hm/soz) Der Start in die Rückrunde ist dem Handball-Drittligisten TV Germania Großsachsen mit einem Sieg und einem Remis geglückt. Trotzdem liegt der TVG nur vier Punkte vor den Abstiegsrängen. Diesen Abstand möchte man am Samstag (20 Uhr) im Heimspiel gegen die SG Bruchköbel vergrößern. Die Hessen sind Vorletzter, benötigen jeden Punkt und ließen zuletzt durch ein 32:20 gegen den SC Magdeburg aufhorchen. Mit diesem Sieg stellte Bruchköbel die Verbindung zum rettenden Ufer wieder her und ist ganz nah dran, die Abstiegsränge wieder zu verlassen.
"Der hohe Sieg der SG zeigt, dass sie klar besser spielt als der Tabellenplatz aussagt. Wer da immer noch anderer Meinung ist, braucht sich nur noch einmal das Hinspiel in Erinnerung rufen", sagt Großsachsens Trainer Stefan Pohl. Damals unterlagen die Germanen in Bruchköbel mit 20:23.
Großsachsen ist also gewarnt und täte gut daran, den Gegner nicht zu unterschätzen. Bei einem Sieg würden sich die Bergsträßer weiter von der Abstiegszone absetzen. Bei einer Heimniederlage allerdings wäre man wieder mitten drin im ungeliebten Abstiegskampf.
Das Jahr startet für die SG Leutershausen mit einem Auswärtsspiel. Am Sonntag um 15.30 Uhr gastiert die Mannschaft von Cheftrainer Marc Nagel bei der Reserve des HC Erlangen. Mit 22:10 Punkten steht Leutershausen aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz, der Gegner aus Erlangen lauert mit lediglich einem Zähler weniger auf dem dritten Rang. Die Hausherren haben aber bereits eine Partie mehr absolviert, als die Leutershausener. Mark Wetzel, Sportlicher Leiter der SGL: "Wir möchten natürlich den Fehlstart in die Rückrunde korrigieren und ein gutes Spiel abliefern - wir wissen aber auch, dass die Aufgabe in Erlangen eine sehr schwierige wird."
Abwehrchef Manel Cirac fällt aufgrund eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel aus und kann nicht mit nach Erlangen reisen. Erstmals wird dafür Neuzugang Philipp Jaeger auf dem Feld stehen. Der Rückraumspieler kam vergangene Woche aus Nizza an die Bergstraße, trainierte mit den Roten Teufeln und steht nun vor seinem Debüt.
3. Liga Ost, Samstag, 20 Uhr: TVG Großsachsen - SG Bruchköbel (Sachsenhalle Großsachsen); Sonntag, 15.30 Uhr: HC Erlangen II - SG Leutershausen (Karl-Heinz-Hiersemann-Halle).
Schmerzlich erinnert sich Christian Job an das Hinspiel gegen Oppenweiler, das unentschieden und damit mit einer Enttäuschung endete. Das ist einer der Punktverluste aus der Vorrunde, die der SG Nußloch und seinem Trainer besonders weh tun, denn die Gäste zählen inzwischen zu den Abstiegs-Kandidaten der 3. Handball-Liga Süd. Deshalb geht Nußloch als klarer Favorit ins Rückspiel - will die SG weiterhin vom erneuten Meister-Titel träumen, ist ein Sieg notwendig. Nußloch kann nach 11:1 Punkten in Folge mit breiter Brust ins Schwäbische fahren. "Wir sind wieder richtig gut drauf", hat Job erkannt.
Für die Rhein-Neckar Löwen II steht viel auf dem Spiel. Die Mannschaft des Trainergespanns Michel Abt und Andre Bechtold gastiert am Samstag um 20 Uhr beim Spitzenreiter. Salamander Kornwestheim steht überraschend mit 24:10 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz. Die Junglöwen haben lediglich zwei Zähler mehr verbucht und können mit einem Sieg gleichziehen.
Auch die HG Oftersheim/Schwetzingen muss auswärts ran. Am Sonntag um 17 Uhr gastiert die Mannschaft von Holger Löhr beim TSV Neuhausen/Filder. Die HG ist inzwischen auf den neunten Tabellenplatz abgerutscht, hat aber dennoch nur fünf Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter. Auch das zeigt, wie eng es in der Südstaffel momentan zu geht. Der Gastgeber aus Neuhausen ist - wie drei weitere Teams - punktgleich mit der HG. Am Sonntag wird sich dann zeigen, in welche Richtung der Trend geht…
3. Liga Süd, Samstag, 20 Uhr: HC Oppenweiler/Backnang - SG Nußloch, SV Salamander Kornwestheim - Rhein-Neckar Löwen II (Sporthalle Ost); Sonntag, 17 Uhr: TSV Neuhausen/Filder - HG Oftersheim/Schwetzingen (Egelsee-Sporthalle Neuhausen).