Eintrittsboom bei der SPD: In Heidelberg waren Parteibücher ausgegangen
Heidelberg/Stuttgart. (dns/dpa-lsw) Der geplante Mitgliederentscheid über die Neuauflage der Großen Koalition sorgt bei der Heidelberger SPD für einen wahren Eintrittsboom: Seit dem 1. Januar dieses Jahres sind 124 Menschen neu in die Partei eingetreten, das ist eine Steigerung um 9,4 Prozent auf aktuell 1154 Mitglieder. Wer an der Abstimmung teilnehmen möchte, musste bis einschließlich Dienstagabend 18 Uhr aufgenommen werden. Im Regionalzentrum der Partei gingen zeitweise die Parteibücher aus.
Der Zuwachs fiel in Heidelberg deutlich stärker aus in den benachbarten Kreisverbänden: In Mannheim stieg die Mitgliederzahl um 5,3 Prozent, im Rhein-Neckar-Kreis um 3,9 Prozent. Außerdem sind die Neumitglieder in Heidelberg mit einem Durchschnittsalter von 40,1 Jahren klar jünger als in der Nachbarschaft.
In Baden-Württemberg sind insgesamt 2723 neue Mitglieder eingetreten. Damit können im Südwesten 37.828 Sozialdemokraten über den geplanten Koalitionsvertrag mit der Union abstimmen - ein Zuwachs von rund acht Prozent seit Neujahr. Das teilte die Partei am Dienstagabend mit. "Das ist einfach großartig. Es zeigt, dass die SPD die Mitglieder- und Mitmachpartei in Deutschland ist", erklärte Generalsekretärin Luisa Boos. "Ob für oder gegen die GroKo – jedes Mitglied, das für die SPD Verantwortung übernehmen will, ist uns herzlich willkommen."
Der Altersdurchschnitt bei den SPD-Neumitgliedern in Baden-Württemberg liegt bei Mitte 40, zwei Drittel sind über 35 und ein Drittel unter 35 Jahre alt. Bundesweit kommen die Sozialdemokraten seit Neujahr auf 24.339 Neumitglieder.