Haftbefehl beantragtNach Mord in Dresden: Polizei nimmt Syrer fest
DRESDEN. Im Fall des Anfang Oktober in Dresden gewaltsam getöteten Touristen aus Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die Polizei am Dienstag abend einen Verdächtigen festgenommen. Es handelt sich dabei laut Staatsanwaltschaft um einen 20 Jahre alten Syrer.
Der Verdächtige sei bei der Spurenauswertung in den Fokus der Ermittlungen geraten, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Er befinde sich nun in Polizeigewahrsam und soll am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden.
Syrer kam 2015 und ist polizeibekannt
Am Abend des 4. Oktober waren in der sächsischen Landeshauptstadt zwei Touristen aus NRW von einem Unbekannten hinter dem Kulturpalast mit einem Messer angegriffen worden. Ein 55 Jahre alter Mann aus Krefeld starb bei der Attacke, sein 53jähriger Begleiter wurde schwer verletzt. Der Täter hinterließ ein Küchenmesser am Tatort. Ermittler konnten daran DNS-Spuren sichern, die zu einem Treffer in der Polizeidatenbank führte.
AfD kritsiert Einwanderungspolitik der CDU
Laut Bild-Zeitung sei der Syrer bereist in der Vergangenheit strafrechtlich aufgefallen und der Polizei bekannt gewesen. Er befinde sich seit 2015 in Deutschland und verfüge über eine Duldung. Da er den beiden Opfern keine Wertsachen abgenommen habe, gehen die Ermittler nicht von einem Raub aus. Es wurde deshalb Haftbefehl wegen Mordes beantragt.
Sachsens AfD-Chef Jörg Urban zeiget sich erleichtert nach der Festnahme: „Es war für alle Dresdner in den letzten Wochen eine beklemmende Situation zu wissen, daß der Täter des Messermords frei herumläuft“, sagte er. Er sei deshalb sehr froh über die Festnahme.
„Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, erwarte ich ein hartes Urteil mit anschließender Abschiebung. Der Messermord von Dresden zeigt auf schreckliche Weise einmal mehr, welche Menschen die CDU nach Deutschland hat einwandern lassen.“ (krk)