Das zweitjüngste Team des FIBA 3×3 World Cup in Wien/AUT ist in der Gruppenphase ausgeschieden. Die deutsche Mannschaft, bestehend aus Denzel Agyeman (18), Linus Beikame (18), Niklas Geske (29) und Bastian Landgraf (28), kam in der Gruppe A nur auf den fünften Platz und muss die Heimreise antreten. Am zweiten Wettkampftag setzte es für die DBB-Herren Niederlagen gegen Serbien (14:21) und Frankreich (11:14). Daraus resultierte vor dem abschließenden Spiel zwischen Frankreich und Madagaskar die Rechnung, dass Frankreich verlieren musste und nicht mehr als zwölf Punkte machen durfte und dass Madagaskar gewinnen musste und nicht mehr als 17 Punkte machen durfte. Daraus wurde dann aber nichts, Madagascar gewann gegen Frankreich mit 21:20.
Serbien zu stark
Das 14:21 gegen Serbien spiegelt am Ende zwar den korrekten Unterschied zwischen den beiden Teams wieder, aber es gab im Verlauf des Spieles durchaus Momente, in denen die DBB-Auswahl dem Spiel eine Wende hätte geben können. Nach dem schnellen 0:2 (1.) vergaben die DBB-Korbjäger eine ganze Reihe an guten Chancen. Beikame punktete nach mehr als zwei Minuten erstmals für Deutschland (1:3), ehe Serbien mit seiner ganzen Routine erhöhte (1:6), aber bereits hoch foulbelastet war. Beim 4:7 (4.) war das DBB-Team gut im Spiel.
Als Geske per Zweier zum 7:8 traf (5.), war einer dieser angesprochenen Momente. Doch Serbien konnte sich befreien und war eine Minute später auf 8:12 enteilt. Bis auf 9:15 (7.) zog der Favorit davon, ehe Geske noch ein Zähler gelang. Das 10:20 (8.) bedeutete scheinbar das frühe Ende, aber die Moral im deutschen Team stimmte. Agyeman und Landgraf punkteten noch zum 14:20, ehe Serbien an der Freiwurflinie zum Sieg kam.
3×3-Disziplinchef Matthias Weber: „Es war ein bisschen nervig, dass wir am Anfang so viele Layups danebengelegt haben. Das hat unser Selbstbewusstsein geschwächt. Das ist auch das Thema des Spiels. Ja, Serbien ist amtierender Welt- und Europameister, aber wir haben an der ein oder anderen Stelle zu wenig daran geglaubt und haben dann auch zu wenig das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Da hat uns die Zielstrebigkeit gefehlt. Wir haben uns etwas unter Wert verkauft.“
Niklas Geske: „Es war das erwartet schwere Spiel. Serbien hat es unfassbar gut gemacht, in der Transition zu punkten. Wir haben aber leider auch einige Korbleger liegen lassen. Wir waren nicht bereit genug von der allerersten Sekunde an. Wir sind dem Rückstand hinterhergelaufen und haben es hinten heraus nicht mehr aufgeholt. Jetzt steht das Spiel gegen Frankreich im Vordergrund. Das wollen und müssen wir gewinnen.“