Wetter: Jetzt wird der Winter turbulent
Schnee, vereiste Straßen, Sturm, Temperaturen weit unter null - je nachdem, wo Sie wohnen, müssen Sie sich auf andere Wetterverhältnisse einstellen. Unproblematisch sind sie alle nicht.
Neuschnee, gefrierender Regen, stürmischer Wind, eisige Temperaturen - so sieht Winter aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Problemen im Verkehr. Verantwortlich ist ein Sturmtief namens "Elli", wie DWD-Meteorologe Fabian Chow erklärt, "und das hat es ganz schön in sich". Schon ab Donnerstagabend werde es "spannend".
Schnee, Regen, Glätte - was kommt wo?
"Elli" bringt zunächst verbreitet Niederschläge. In der Nacht kommen diese in Richtung Nordosten voran. "Was die Niederschlagsform angeht, so ist so ziemlich von allem etwas dabei", sagt Chow. Der Meteorologe fächert die Prognose für verschiedene Regionen auf:
In einem Streifen von der Nordsee bis in den Südosten Deutschlands fällt überwiegend Schnee. Dahinter geht der Schnee in der zunehmend milderen Luft im Südwesten in Regen über. Vor allem im Südosten bleibt es noch kalt. Der Regen kann auf den frostigen Böden gefrieren und zu Glatteis führen.
Am Freitag beweist "Elli" dann, warum sie als Sturmtief betitelt wird. Dann wird das Wetter laut DWD "turbulent". Auch hier sieht es in den Regionen unterschiedlich aus.
Im Südwesten wird es zunehmend stürmischer, jedoch auch milder, sodass die Schneefallgrenze deutlich ansteigt und der Niederschlag in tieferen Lagen als Regen fällt.Im Norden und Osten wird es zwar vor allem an der Küste auch stürmischer, jedoch kommt der Wind aus Osten und bringt daher weiterhin kalte Luft und die Niederschläge werden als teils mäßige Schneefälle fallen.
"Erhebliche Probleme im Straßenverkehr"
Der DWD warnt vor Folgen für den Verkehr: "Wind und Schnee in Kombination können dabei durch Verwehungen zu erheblichen Problemen im Straßenverkehr führen", schreibt der Wetterdienst. Der CDU-Vorstand hat seine Klausurtagung in Mainz wegen dieser Warnung abgesagt. In den Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie in Teilen Niedersachsens bleiben die Schulen geschlossen. Am Frankfurter Flughafen gab es bereits am Donnerstag Einschränkungen.
Am Samstag bewegt sich "Elli" in Richtung Tschechien und schwächt sich dabei ab. Für Deutschland bedeutet das, dass sich die Kaltluft wieder durchsetzt. Die Niederschläge ziehen allmählich in Richtung Südosten und die Schneephase dominiert erneut.
Am Wochenende wird es vor allem bitterkalt
"Die Nächte werden nun mit zunehmenden Auflockerungen von Norden her empfindlich kalt und strenger Frost unter minus 10 Grad ist keine Seltenheit", sagt der Meteorologe.
Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Wetterberuhigung. "Unter Hochdruckeinfluss zeigt der Winter, was er kann und lässt die Temperaturen kaum über null Grad steigen." In der Nacht fallen die Temperaturen aber rapide. Durch die fehlende dämpfende Wirkung der Wolken sinken die Temperaturen oft in den zweistelligen Minusbereich.