Heftiges Winterwetter: Sturmtief wirbelt Alltag im Nordwesten durcheinander
Schneeverwehungen, Busausfälle und Schulschließungen: Das Sturmtief Elli hat starke Auswirkungen auf Niedersachsen und Bremen. Worauf müssen sich die Menschen einstellen?
Das Sturmtief "Elli" verschärft das Winterwetter in Niedersachsen und Bremen. Starker Wind, Sturmböen, viel Neuschnee und Schneeverwehungen werden erwartet. Auf den ostfriesischen Inseln besteht die Gefahr einzelner orkanartiger Böen mit Geschwindigkeiten bis 110 Kilometern pro Stunde. Welche Auswirkungen hat das heftige Winterwetter?
Schulen
Wegen der anhaltenden Schneefälle und erwarteter spiegelglatter Straßen fällt der reguläre Schulunterricht in Niedersachsen und Bremen aus. Vielerorts - vor allem bei Berufsschulen - soll es Distanzunterricht geben. Für die Jahrgänge bis zur zehnten Klasse müssen die Schulen eine Notbetreuung anbieten.
Straßen
Schnee, Eis und Glätte sorgen für große Herausforderungen und Behinderungen im Straßenverkehr. Der öffentliche Nahverkehr ist eingeschränkt, vielerorts kommt es zu Verspätungen und Ausfällen. In der Stadt Oldenburg fahren keine Busse mehr - aus Sicherheitsgründen wurde der Busverkehr eingestellt. Autofahrerinnen und -fahrer müssen sich auf schneebedeckte und glatte Straßen einstellen. Extreme Vorsicht ist geboten - auch mit Blick auf Schneeverwehungen. Vielerorts sind Räumdienste im Dauereinsatz, können aber nicht alle Straßen frei halten. Mancherorts wie in Hildesheim ist das Streusalz knapp, dort wurde deshalb der Winterdienst eingeschränkt.
Bahnverkehr
Bundesweit gibt es witterungsbedingte Einschränkungen im Zugverkehr. Züge fallen aus oder verspäten sich. Auch der Regionalverkehr in Norddeutschland ist betroffen. Die Deutsche Bahn bittet Fahrgäste, sich genau zu informieren und Fahrten nach Möglichkeit zu verschieben. Die privaten Anbieter Metronom, Enno und Erixx kündigen ebenfalls Zugausfälle an.
Fähren
Der erwartete Wintersturm betrifft auch den Fährverkehr an der niedersächsischen Nordseeküste - er wird weitgehend eingestellt. Das betrifft etwa die Strecke von und nach Langeoog. Eine sichere An- und Abreise der Gäste sei bei diesem Wetter nicht möglich, teilte eine Sprecherin der Inselgemeinde mit. Auch die Nordseeinseln Wangerooge, Spiekeroog, Norderney und Juist sind am Freitag nicht per Schiff zu erreichen.
Starker Wind und viel Neuschnee
Viel Neuschnee und heftiger Wind können gefährlich werden. Für die Region in und um Hamburg, den Norden Niedersachsens sowie den Süden und Westen Schleswig-Holsteins hat der Deutsche Wetterdienst eine amtliche Unwetterwarnung vor starken Schneeverwehungen herausgegeben. Äußerste Vorsicht ist geboten. Bis zur Nacht zum Samstag werden im Norden und der Mitte Niedersachsens bis zu 15 Zentimeter Neuschnee erwartet. Im Harz können nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes stellenweise bis 30 Zentimeter Neuschnee fallen.