Saarland: Das Stauproblem hat sich 2025 verschärft
Im Saarland standen Autofahrer 2025 deutlich länger im Stau als im Vorjahr. Besonders betroffen war eine bestimmte Straße – der ADAC nennt konkrete Zahlen.
Saarbrücken (dap/lrs) - Verkehrsteilnehmer im Saarland haben 2025 deutlich mehr Zeit im Stau verbracht als im Vorjahr. Nach Angaben des ADAC Saarland summierten sich die Staustunden auf den Autobahnen im Land auf 5.935 Stunden. Das entspreche einem Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders häufig stockte der Verkehr auf der A620. Hier zählte der Club 3.055 Staus mit einer Länge von insgesamt 3.204 Kilometern. Hier stand der Verkehr für zusammengerechnet rund 3.596 Stunden.
46 Stunden im Stau
Der zeitlich längste Stau ergab sich mit 46 Stunden am 3. und 4. Dezember, als die A6 zwischen Waldmohr und Homburg wegen eines Unfalls über Nacht gesperrt werden musste.
Insgesamt hat der ADAC vergangenes Jahr 866.000 Kilometer Staus auf deutschen Autobahnen gezählt. Das waren 7.000 mehr als im Vorjahr. Die Staus auf den deutschen Autobahnen waren 2025 nicht nur länger, sie lösten sich auch langsamer auf. Insgesamt zählte der Verkehrsclub 478.000 Staustunden - 30.000 mehr als 2024. Klarer Stauschwerpunkt war Nordrhein-Westfalen. Dort wurden rund 35 Prozent aller Staustunden registriert. Das Saarland als kleinstes Flächenland hatte einen Anteil von 1,2 Prozent.
Entwarnung für 2026 gibt es vom ADAC nicht: Der Club rechnet mit einer leichten Zunahme des Verkehrsaufkommens auf den Autobahnen und damit auch weiter steigenden Stauzahlen. Zudem gebe es vielerorts Bauarbeiten: Diese seien dringend erforderlich, um das Autobahnnetz zu modernisieren und zu entlasten.