Film über First Lady: „Melania“-Doku schmiert an US-Kinokassen ab – und floppt in Deutschland total
Eine Doku, die keine sein will: Der Film „Melania“ begleitet die First Lady in den 20 Tagen vor dem Machtwechsel im Weißen Haus. Über den Erfolg entschied inzwischen das Publikum.
Mit dem Amazon-Film „Melania“ rückte US-First-Lady Melania Trump ins Rampenlicht. Der Film begleitet sie in den 20 Tagen vor dem Machtwechsel im Weißen Haus und sorgte bereits vor dem Kinostart für Diskussionen. Melania Trump fungierte bei dem Film auch als Co-Produzentin. Regie führte Brett Ratner.
Bei der Premiere im John F. Kennedy Center zeigte sich Präsident Donald Trump demonstrativ angetan. Er sagte Reportern, er sei stolz auf seine Frau; der Film sei „wirklich gut“ und „sehr glamourös“. Anders scheinen das jedoch die Kinobesucher dies- und jenseits des Atlantiks zu sehen.
„Überschaubare“ Nachfrage nach „Melania“-Streifen
Laut der Datenauswertung von IMDb verzeichnet das Machwerk am dritten Wochenende seit dem Erscheinen einen Besucherrückgang von 62,3 Prozent in den USA. Das Filmprojekt dürfte damit insgesamt circa 15,4 Millionen Dollar einspielen, wie das Portal errechnet. Damit sei der Film von einem kommerziellen Erfolg meilenweit entfernt. Von den geschätzten 40 Millionen Dollar, die Jeff Bezos' Firma Amazon zunächst für den Erwerb und die zusätzlichen 35 Millionen Dollar für die Vermarktung ausgab, wird wohl nur ein Bruchteil wieder eingespielt werden.
Und wie sieht es hierzulande aus? Genaue Zahlen für Deutschland liegen für den aktuellen Zeitraum bisher nicht vor. Einzelmeldungen aus verschiedenen Regionen Deutschlands zeichnen jedoch ein klares Bild. In Frankfurt am Main beispielsweise sprach das Portal t-online am Premierenwochenende von einer „überschaubaren“ Nachfrage.
Ein Kino in Braunschweig überlegte sich gar eine besondere Aktion, um überhaupt Kinogäste zu finden, wie das Portal Watson berichtet: „Wenn sich 100 Freiwillige finden, die bereit sind, ,für diesen Mist Geld auszugeben‘, wird der Film einmalig gezeigt und die Gewinne werden an die Menschenrechtsorganisation Amnesty International gespendet“, zitiert das Portal einen Verantwortlichen des Kinos „Universum“.
Das Fachportal The Spot fasst zusammen: „Gestartet in lediglich 44 Kinos, versammelten sich 767 Besucher”, um dem Film mit einem Einspielergebnis „von 8300 Euro den 47. Platz“ im Vergleich mit allen anderen aktuellen Kinofilmen zu bescheren.