Gil Ofarim ist Dschungelkönig. Noch nie gab es eine so kontroverse Dschungelcamp-Staffel. Moderator Jan Köppen fand sich inmitten dieser Aufregung und zog die Reißleine. Rund 195.000 Menschen folgen RTL-Moderator Jan Köppen bei Instagram. Auf der Social-Media-Plattform fand er einen Ort, wo er seine Gedanken mit seiner Community teilen konnte, mal tiefgründig, mal unterhaltsam banal. Doch nach dem Dschungelcamp nahm sich Köppen eine Auszeit. Nun ist er wieder zurück und erklärte seine Pause. Es sei in diesem Jahr "sehr hart"gewesen, nach dem Dschungelcamp wieder in den Alltag zurückzufinden, erklärte der 42-Jährige. Einerseits sei das bedingt gewesen durch die körperliche Umstellung wegen der Zeitverschiebung in Australien . Mehrere Wochen verlagerte Köppen seinen Wohnsitz nach Down Under und präsentierte von da aus an der Seite von Sonja Zieltow täglich das Dschungelcamp. Die Zeitverschiebung von neun Stunden und das Arbeitspensum im Rahmen der Produktion sei körperlich, aber auch "mental" belastend gewesen. Dschungelcamp-Nachspiel: RTL scheitert an Gil Ofarim In Kombination mit der medialen Aufmerksamkeit, die beim Dschungelcamp ohnehin groß ist und in diesem Jahr wegen der Teilnahme von Gil Ofarim noch einmal höher war, habe sich Köppen in einer Ausnahmesituation wiedergefunden. "Das ist mit nichts vergleichbar", sagte er. "Ich habe sehr viel versucht, bei mir zu sein" und sich nicht zu viele Gedanken zu machen. "Es war unfassbar viel Lärm von außen", Dinge über ihn als Person hätten sich verselbstständigt. "Um es ganz platt zu sagen: Es war mir einfach zu viel, zu laut", erklärte Köppen. Er sei offen für Kritik, aber das was ihm nach dem Dschungelcamp begegnet, bezeichnete er als "oft weit weg von Kritik" als "einfach nur Rumgebrülle". Er habe deswegen einen harten Schnitt gemacht: "Es hat sich nicht gut angefühlt. Ich hatte keinen Bock drauf." Er habe sich auf Instagram nicht mehr wohlgefühlt und sich manches Mal die Frage gestellt: "Was ist denn mit den Menschen los?" Ihm sei bewusst, dass es eine hohe Erwartungshaltung gegeben habe. Das ganze Thema lasse ihn nicht los, er mache sich viele Gedanken. Weil Köppen während der gut zwei Wochen Dschungelcamp keine klare Haltung zu Gil Ofarim positioniert hat, warfen ihm viele Zuschauende vor, er habe seine eigenen Werte verloren. Köppen sprach in diesem Zusammenhang von vielen Anteilen, die einen Menschen ausmachen. Bei ihm seien das unter anderem sein Beruf und sein Privatleben, wobei beides manchmal ineinander übergehen würde. Diese Anteile hätten unterschiedliche Wertesysteme, zwar mit gleicher Basis, aber verschiedenen Ausprägungen. Er versuche so auch auf andere Menschen zu blicken. Schwierig würde es werden, wenn man einzelne Werteansprüche von eigenen Anteilen in sich selbst mit anderen messen würde. Die Welt sei nicht schwarz und weiß und man müsse sich irgendwo in der Mitte im Grau treffen, schloss Köppen seine Überlegungen ab. Am vergangenen Sonntag zeigte RTL "Das Nachspiel", bei dem alle Camper aus dem Dschungel nocheinmal aufeinandertrafen. Am Ende der Sendung äußerte sich Köppen und erklärte, er habe sich im Nachhinein geärgert, dass er Ofarim nicht mit verschiedenen Dingen konfrontiert habe. Deswegen stellte er nun beim Nachspiel mehrere Fragen unter anderem auch die, ob Ofarim bewusst Zweifel gesät hätte, bezüglich seiner Lüge von 2021 in Leipzig .