Im Prozess gegen Marius Borg Høiby schildert seine Ex-Freundin ein Treffen mit dem Kronprinzenpaar. Nora Hauklands Aussagen über Mette-Marit lassen aufhorchen. "Schickt ihn in die Reha, so geht es nicht weiter." Mit diesen eindringlichen Worten soll Nora Haukland das norwegische Kronprinzenpaar um Hilfe für Marius Borg Høiby angefleht haben. Die Ex-Freundin des Sohns von Kronprinzessin Mette-Marit hat am 13. Prozesstag vor dem Bezirksgericht in Oslo ein dramatisches Treffen auf Schloss Skaugum geschildert, wie die norwegische Zeitung "Verdens Gang" (VG) berichtet. Nach einem emotionalen Zusammenbruch von Høiby habe sie ihn zum Wohnsitz seiner Mutter gefahren. Während er duschte, sei sie mit Mette-Marit und Kronprinz Haakon allein gewesen. "Ich stehe da mit seiner Mutter und Haakon und breche einfach zusammen", beschrieb die 29-Jährige die Situation. Laut ihrer Aussage habe sie das Kronprinzenpaar eindringlich gebeten: "Ihr müsst ihm jetzt helfen. Seht ihr nicht, dass er Hilfe braucht?" Die Antwort des Paares sei gewesen: "Das ist nicht deine Verantwortung." Doch Nora Haukland habe nicht locker gelassen und konkrete Maßnahmen gefordert: "Nein, aber tut doch etwas. Schickt ihn in die Reha, so geht es nicht weiter." Nach diesem Gespräch sei sie weiter mit dem Kronprinzenpaar in Kontakt geblieben. Mette-Marit und Haakon hätten ihr mitgeteilt, dass ihr Sohn in eine Entzugsklinik kommen würde. Dieser Plan wurde jedoch nicht umgesetzt. Die Begründung dafür habe die Influencerin überrascht: "Es war so nach dem Motto: 'Diese Reha ist sehr schön, aber genau in diesem und im nächsten Monat sind dort eher ältere Leute, und dann macht es Marius nicht so viel Spaß, dort zu sein.'" Haukland zeigte sich ungläubig: "Da dachte ich mir: 'Aber Marius ist ja nicht dort, um Spaß zu haben.'" Im Prozess wurden auch weitere Details über die Beziehung zwischen Nora Haukland und Marius Borg Høiby bekannt. Die beiden waren von 2022 bis 2023 ein Paar. Haukland berichtete von mehreren gewalttätigen Übergriffen. "Er schlug mich mit der Faust, sodass ich zu Boden fiel. Er schrie weiter und trat mich dann", schilderte sie einen Vorfall. Vergewaltigungsprozess: Erschreckende Aussagen von Marius Borg Høiby Vergewaltigte er sein Tinder-Date? Marius Borg Høiby widerspricht sich vor Gericht Insgesamt soll Høiby sie während ihrer Beziehung achtmal gewürgt haben. Trotz dieser Erfahrungen betonte Haukland vor Gericht: "Ich wollte ihn unbedingt retten. Ich habe Marius immer sehr gemocht und tue dies auch heute noch. Und er hat viele gute Eigenschaften, von denen ich mir wünschte, er würde sie nutzen. Das ist der Marius, in den ich sehr verliebt war und den ich sehr mochte." Die Influencerin beschrieb auch, wie sie sich von Høiby kontrolliert und überwacht fühlte. Er habe ihren Standort per GPS-App verfolgt und mit ihren Freunden gesprochen, "um sicherzustellen, dass ich nichts Unüberlegtes tat". Sie habe sich permanent beobachtet gefühlt: "Ich hatte oft das Gefühl, dass er nach einem Fehler bei mir suchte. Denn dann könnte er mich betrügen oder etwas tun – und dann wäre es irgendwie meine Schuld." Vor Gericht wurde zudem eine Tonaufnahme abgespielt, die Nora heimlich während eines Streits gemacht hatte. Als sie Marius mit den Worten "Du hast mir ins Gesicht geschlagen" konfrontierte, antwortete er: "Ich habe dich verdammt hart angepackt." Nach dem Abspielen der Aufnahme bat Haukland unter Tränen um eine Pause. Marius Borg Høiby bestreitet die Vorwürfe. In Chatnachrichten, die vor Gericht verlesen wurden, schrieb er: "Ich bin zutiefst schockiert. Ja, ich war vielleicht hart, aber ich war niemals gewalttätig. Wirklich." Er wurde in 38 Punkten angeklagt, darunter Vergewaltigung und Misshandlung.