Wahlsonntag in Bayern: Wer sind die Stimmenkönige mit 72, 89 und 95 Prozent?
In vielen Städten und Landkreisen steht noch nicht fest, wer künftig Landrat, Oberbürgermeister oder Bürgermeister sein wird. Es gibt aber auch sehr eindeutige Ergebnisse.
Bei den Landrats- und Bürgermeisterwahlen in Bayern haben einige Kandidaten Ergebnisse von mehr als 90 Prozent der Stimmen erreicht. Das geht aus den vorläufigen Zahlen auf der Seite des Landeswahlleiters beim Statistischen Landesamt hervor.
Das beste Ergebnis aller Landräte fuhr am Sonntag demnach Sebastian Gruber (CSU) im niederbayerischen Freyung-Grafenau ein. Der Amtsinhaber verteidigte seinen Posten mit 89,1 Prozent. Der einzige Gegenkandidat, Sigi Bartl von den Grünen, kam dort auf 10,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,6 Prozent. Wie hoch Grubers Ergebnis ist, zeigt sich auch daran, dass der zweithöchste Wert für einen Landrat bei 75 Prozent liegt: Oliver Bär von der CSU holte diesen Stimmanteil im oberfränkischen Landkreis Hof - gegen Mitbewerber von SPD und FDP.
Gut 72 Prozent gegen sechs Mitbewerber
Das beste Ergebnis in einer kreisfreien Stadt fuhr Thomas Jung (SPD) im mittelfränkischen Fürth ein. Der Amtsinhaber setzte sich mit 72,1 Prozent der Stimmen durch. Er schlug sechs Gegenkandidaten und -kandidatinnen von CSU, AfD, Grünen, Linken, Freien Wählern und FDP aus dem Feld, von denen keiner ein zweistelliges Ergebnis erreichte.
Es geht allerdings noch höher als die 89,1 Prozent des neuen und alten Landrats von Freyung-Grafenau: In den Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern kamen insgesamt sieben Kandidaten auf mehr als 90 Prozent der Stimmen. Ganz vorn: Frank Kunz (CSU) mit 95,2 Prozent in der großen Kreisstadt Dillingen an der Donau in Schwaben. Auch er trat als Amtsinhaber an - und ohne Gegenkandidaten. Letzteres gilt für alle Kandidaten, die auf mehr als 90 Prozent kamen.
Zahlen für Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern lagen in der Nacht noch nicht zentral und zusammengefasst vor, daher ließen sich noch keine Vergleiche ziehen. Auch für die Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte lagen noch keine flächendeckenden Zahlen vor.