Die Türkei schützt den eigenen Luftraum. Ein iranischer Reaktor steht unter Beschuss. Alle Entwicklungen im Newsblog. Montag, 30. März Zwei Blauhelmsoldaten sterben bei Einsatz im Libanon Zwei Soldaten der internationalen UN-Friedenstruppe (Unifil) sind im Libanon bei einer Explosion ums Leben gekommen. Zwei weitere Blauhelmsoldaten seien verletzt worden, einer davon schwer, gab die Mission bekannt. Die Explosion, bei der ihr Fahrzeug zerstört wurde, ereignete sich demnach in der Nähe von Bani Haian im Südlibanon. Die Mission gerät derzeit zwischen die Fronten der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und dem israelischen Militär. Die Mission teilte allerdings nicht mit, ob die jüngste Explosion mit der Auseinandersetzung zwischen Israel und der Hisbollah zusammenhing. Nach Unifil-Angaben ist der Zwischenfall der zweite innerhalb von 24 Stunden, bei dem Soldaten der Truppe sterben. Erst am Sonntag war ein indonesischer Blauhelmsoldat bei einer Explosion getötet worden. Trump erwägt Kostenabwälzung auf arabische Länder US-Präsident Donald Trump erwägt nach Angaben des Weißen Hauses, die Kosten für den Krieg gegen den Iran auf die arabischen Länder abzuwälzen. "Ich denke, es ist etwas, woran der Präsident durchaus interessiert wäre, sie dazu aufzufordern", sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor Reportern auf die Frage, ob arabische Länder sich an den Kosten des Krieges beteiligen würden. "Es ist eine Idee, von der ich weiß, dass er sie hat, und etwas, worüber Sie meiner Meinung nach noch mehr von ihm hören werden." Israel: Knesset beschließt Todesstrafe für Terroristen Das israelische Parlament hat einen Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen gebilligt. 62 der 120 Abgeordneten der Knesset stimmten in dritter Lesung für den Vorstoß, der als rassistisch kritisiert wird, weil er de facto nur Palästinenser betrifft. Auch der rechtskonservative Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gab seine Stimme für den Vorstoß ab. Deutschland hatte sich mit weiteren europäischen Ländern gegen das Gesetz ausgesprochen. Palästinenser, die vor Militärgerichten in den besetzten Gebieten wegen eines terroristisch motivierten Mordes verurteilt werden, droht die Todesstrafe, die Richter in so einem Fall verhängen müssen. Das Urteil kann angefochten werden. Im Falle einer Verurteilung soll die Todesstrafe binnen 90 Tagen durch Erhängen von einem Gefängniswärter vollstreckt werden. Vor zivilen Gerichten in Israel kann nach dem Gesetzentwurf eine Person, die wegen eines terroristisch motivierten Mordes mit dem Ziel der Vernichtung des Staates Israel verurteilt wird, entweder mit der Todesstrafe oder mit lebenslanger Haft bestraft werden. Bisher gab es in Israel die Todesstrafe nur für Straftaten nach dem Völkermordgesetz sowie für Hochverrat. Für gewöhnliche Straftaten wurde die Todesstrafe 1954 abgeschafft. Seit der Staatsgründung im Jahr 1948 wurde sie nur einmal vollstreckt – gegen den deutschen NS-Verbrecher Adolf Eichmann im Jahre 1962. Bericht: USA testen neue Rakete im Iran-Krieg Bei einem Angriff im Süden des Iran sollen mindestens 21 Menschen getötet worden sein. Experten vermuten den Einsatz einer bislang kaum getesteten US-Rakete. Mehr dazu lesen Sie hier . Iranisches Geschoss von Nato in der Türkei abgefangen In der Türkei ist erneut ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden. Es sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit. Alle notwendigen Maßnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, hieß es. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht. Es ist bereits der vierte Vorfall dieser Art in den vergangenen Wochen. Die Nato hatte die bisherigen Abfang-Aktionen bestätigt. Zuletzt war eine ballistische Rakete in den türkischen Luftraum eingedrungen und zerstört worden. Die iranische Führung dementierte bisher stets, die Türkei beschossen zu haben. Die Türkei verhält sich im Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran neutral und hat sich lange um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht. Das Land verstärkte zuletzt die Flugabwehr. Im Rahmen der Maßnahmen der Nato werde ein Patriot-Raketenabwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya für den Einsatz vorbereitet. Merz warnt vor weiterer Eskalation in Nahost Der Krieg in Nahost stört den weltweiten Waren- und Rohstoff-Verkehr. Der Bundeskanzler sieht ähnlich schlimme Folgen wie durch die Corona-Pandemie. Mehr dazu lesen Sie hier . Libanesischer Soldat bei israelischem Angriff getötet Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon ist ein Soldat der libanesischen Streitkräfte laut Armeeangaben getötet worden. Weitere seien verletzt worden, teilte die libanesische Armee mit. Israels Militär erklärte auf Anfrage, es gehe den Vorwürfen nach. In der Auseinandersetzung zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah ist die libanesische Armee keine Kriegspartei. Bei der jüngsten Eskalation wurden dennoch mehrere libanesische Soldaten getötet. Nach Angaben der israelischen Armee wurde auch einer ihrer Soldaten im Südlibanon getötet. Der 19-Jährige kam demnach bereits am Sonntag ums Leben. Israelische Medien meldeten, er sei durch Raketenbeschuss der Hisbollah getötet worden. In Nordisrael heulten am Nachmittag nach Raketenbeschuss durch die Hisbollah erneut die Sirenen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die Hisbollah reklamierte erneut mehrere Angriffe auf Israel und Stellungen des israelischen Militärs im Südlibanon für sich. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, das israelische Militär rücke weiter in Richtung des Litani-Flusses vor. Der Litani verläuft zum Teil nur wenige Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt. An anderen Stellen fließt er etwa 30 Kilometer weit im Landesinneren. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte kürzlich gesagt, Israel wolle bis auf weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. Ein Toter bei Angriff auf Entsalzungsanlage in Kuwait Bei einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage in Kuwait sind offiziellen Angaben zufolge ein Mensch getötet und ein Gebäude beschädigt worden. Das Opfer sei indischer Staatsbürger, hieß es in einer Mitteilung des zuständigen kuwaitischen Ministeriums. Auf der Anlage befinde sich zudem ein Kraftwerk. Kuwait, Saudi-Arabien und Katar verurteilten diesen und weitere Angriffe auf Kuwait als "abscheuliche Attacken" des Iran. Zehn kuwaitische Soldaten seien in einem separaten Angriff auf ein Militärlager verletzt worden, hieß es in einer Stellungnahme der Arabischen Liga. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf einen Militärsprecher, die Angriffe auf die Entsalzungsanlage seien von Israel durchgeführt worden. Dies sei unter dem Vorwand erfolgt, den Iran zu beschuldigen. Trump droht Iran: Werden gesamtes Öl vernichten US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit massiven Angriffen, falls es keine rasche Einigung zur Beendigung der Kämpfe und zur Öffnung der Straße von Hormus gibt. Zugleich schrieb er auf seiner Plattform Truth Social , die USA führten "ernsthafte Gespräche mit einer NEUEN UND VERNÜNFTIGEREN REGIERUNG", um die Militäroperation zu beenden. Es seien "große Fortschritte erzielt" worden. Sollte es jedoch keine Einigung geben und die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden, "werden wir unseren netten "Aufenthalt" im Iran abschließen, indem wir alle ihre Stromkraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (sowie möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) sprengen und vollständig auslöschen", schrieb der US-Präsident. Diese Ziele habe man bislang bewusst nicht angegriffen. Dies wäre Vergeltung für getötete US-Soldaten und andere Opfer, die der Iran während der "47-jährigen 'Terrorherrschaft' des alten Regimes abgeschlachtet und getötet" habe. Spanien schließt Luftraum für US-Angriffe auf den Iran Spanien sperrt seinen Luftraum für US-Flugzeuge, die an Angriffen auf den Iran beteiligt sind. "Wir genehmigen weder die Nutzung von Militärstützpunkten noch die Nutzung des Luftraums für Aktionen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran", erklärte Verteidigungsministerin Margarita Robles. Spanien hatte sich bereits zuvor geweigert, gemeinsam mit den USA betriebene Militärbasen zur Verfügung zu stellen. Zuerst hatte die Zeitung "El Pais" unter Berufung auf Militärkreise über die verschärften Maßnahmen berichtet. Die Sperrung des Luftraums zwingt US-Militärmaschinen dazu, das Nato-Mitglied Spanien auf dem Weg in den Nahen Osten zu umfliegen. Notfälle seien davon ausgenommen. Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo sagt dem Radiosender Cadena Ser, Spanien wolle sich nicht an einem völkerrechtswidrig begonnenen Krieg beteiligen. IAEA: Schwerwasserreaktor im Iran getroffen Irans Forschungsreaktor Chondab ist nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch Beschuss stark beschädigt worden. Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärte die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Sie berief sich dabei unter anderem auf Satellitenbilder und eigene Kenntnisse der Einrichtung. Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Der Iran habe den Beschuss des Reaktors am 27. März gemeldet, hieß es. Seit einem Monat führen Israel und die USA Krieg gegen das Land. Trump: Iran-Krieg hat "Regimewechsel" in Teheran erreicht Der Iran-Krieg hat nach der Auffassung von Donald Trump einen "Regimewechsel" in Teheran erreicht. "Wir haben einen Regimewechsel gehabt", sagte Trump am Sonntag vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Seine Regierung habe es bei Gesprächen mit der iranischen Führung "mit anderen Leuten zu tun als mit denen, mit denen jemals zuvor jemand zu tun hatte", sagte Trump. Die Regierung in Teheran sei "eine ganze andere Gruppe von Leuten", sagte der US-Präsident. "Daher würde ich das als Regimewechsel betrachten." Experten betrachten die derzeitige Führung im Iran hingegen als noch radikaler als ihre Vorgänger. Zugleich deutete Trump erneut ein baldiges Abkommen mit Teheran über eine Beendigung des Krieges an. "Ich denke, wir werden ein Abkommen mit ihnen schließen, ich bin mir fast sicher", sagte er. Teheran habe zudem zugestimmt, seine Blockade der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus zu lockern, teilte Trump mit. Die iranische Führung erlaube 20 Öltankern die Durchfahrt durch die Meerenge. "Das beginnt morgen früh, für die nächsten Tage", sagte Trump. Blatt: Trump will iranisches Öl und erwägt Einnahme von Insel Charg US-Präsident Donald Trump würde nach eigenen Angaben gerne die Kontrolle über Irans Öl übernehmen. "Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen", sagte der Republikaner in einem Interview mit der britischen Zeitung "Financial Times" (FT). Er fügte demnach hinzu: "Aber einige dumme Leute in den USA sagen: 'Warum tust du das?' Aber das sind dumme Leute." Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden. Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10.000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, berichtete die Zeitung. Ein Angriff auf den Exportknotenpunkt Charg wäre jedoch riskant. "Vielleicht nehmen wir die Insel Charg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen", wurde Trump von der FT zitiert. "Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort (auf Charg) bleiben müssten." Israels Armee bestraft Bataillon nach Gewalt gegen Reporter Nach Gewalt israelischer Soldaten gegen Journalisten des US-Fernsehsenders CNN im besetzten Westjordanland hat die Armeeführung ein ganzes Reservebataillon vom Dienst suspendiert. Das Bataillon werde einem Prozess zur Stärkung seiner "fachlichen und ethischen Grundlagen" unterzogen, teilte das Militär in der Nacht mit. Ein CNN-Team hatte die Folgen eines Angriffs israelischer Siedler und die Errichtung eines illegalen Außenpostens dokumentieren wollen, als sie nach eigenen Angaben von israelischen Soldaten angegriffen und gewaltsam festgesetzt worden waren. CNN filmte den Vorfall. Korrespondent Jeremy Diamond hatte auf X geschrieben, die Soldaten hätten einen Fotografen angegriffen und sein Team festgehalten. Laut dem internationalen Presseverband Foreign Press Association (FPA) hatten sich die Journalisten deutlich ausgewiesen. Die Soldaten aber hätten wiederholt versucht, die Aufnahmen zu verhindern. Einer der israelischen Soldaten habe daraufhin einen CNN-Journalisten in den Würgegriff genommen, ihn zu Boden geworfen und seine Kamera beschädigt. Geschoss explodiert: UN-Blauhelmsoldat im Libanon getötet Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Friedenstruppen im Libanon ist ein Blauhelmsoldat getötet worden. Ein weiterer wurde bei dem Vorfall im Süden des Landes schwer verletzt, wie die UN-Beobachtermission Unifil mitteilte. "Niemand, der dem Frieden dient, sollte sein Leben verlieren", mahnte die Mission der Vereinten Nationen. Es war demnach zunächst unklar, woher das Geschoss kam. Ermittlungen wurden eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären. Angriffe auf Unifil-Truppen stellten einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar, erklärte die Mission weiter. Im Libanon sind im Zuge des Iran-Kriegs die Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und Israel wieder aufgeflammt. Immer wieder geraten die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten. Netanjahu: Lateinischer Patriarch soll "sofortigen" Zugang erhalten Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem den "vollständigen und sofortigen Zugang" zur Grabeskirche zugesichert. Er habe die zuständigen Behörden angewiesen, Kardinal Pierbattista Pizzaballa den Zutritt zu gewähren, erklärte Netanjahu am Montagmorgen im Onlinedienst X. Am Sonntag hatte die Polizei in Israel Pizzaballa am Betreten der Grabeskirche gehindert, wo er zum Beginn der Karwoche die traditionelle Palmsonntagsmesse abhalten wollte. Mullahs veröffentlichen neue Botschaft von Chamenei Einen Monat nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei hat sich dessen Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei mit einer weiteren schriftlichen Botschaft an die Bevölkerung gewandt. Darin danke der neue oberste Führer den Iranern für ihre Unterstützung im Krieg gegen die USA und Israel, berichteten die Staatsmedien am Sonntag. Seit seiner Ernennung ist Modschtaba Chamenei bislang nicht öffentlich aufgetreten und hat nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben. Diese Tatsache hat Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und Aufenthaltsort ausgelöst. Nach Berichten des Staatsfernsehens erholt er sich von den Folgen des Luftangriffs, bei dem sein Vater am 28. Februar getötet wurde. US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Tagen gesagt, Washington führe Verhandlungen mit einer "hohen Person" im Iran, bei der es sich jedoch nicht um den obersten Führer handele. "Wir haben nichts von dem Sohn gehört", sagte Trump mit Blick auf Modschtaba Chamenei, "wir wissen nicht einmal, ob er lebt." Die iranischen Staatsmedien veröffentlichen regelmäßig Aufnahmen des 56-Jährigen, ohne jedoch anzugeben, ob es sich um aktuelle Bilder handelt. Israelische Polizei untersagt Patriarchen Kirchen-Zugang Inmitten des Iran-Kriegs hat die Polizei in Israel den Lateinischen Patriarchen von Jerusalem am Betreten der Grabeskirche gehindert, wo er zum Beginn der Karwoche die traditionelle Palmsonntagsmesse abhalten wollte. Israels Regierungschef Netanjahu begründete den Schritt mit Sicherheitsbedenken. Kardinal Pierbattista Pizzaballa als Oberhaupt des Patriarchats und einem weiteren Kirchenvertreter sei "zum ersten Mal seit Jahrhunderten" das Betreten der Grabeskirche untersagt worden, erklärte das Lateinische Patriarchat am Sonntag. Dem Patriarchat zufolge waren die beiden Kirchenvertreter privat unterwegs – ohne zeremonielle Prozession – und mussten umkehren. "Die Tatsache, dass dem Kardinal und dem Kustos als anghöchsten Vertretern der katholischen Kirche an den heiligen Stätten der Zutritt verwehrt wurde, stellt eine offensichtlich unangemessene und völlig unverhältnismäßige Maßnahme dar", hieß es in der Stellungnahme der Patriarchats. Die israelische Polizei verwies darauf, dass alle heiligen Stätten in Jerusalem seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar geschlossen seien. Der Antrag des Patriarchen "konnte deshalb nicht genehmigt werden", hieß es in einer Erklärung. Die Polizei verwies zudem auf die "komplexe Situation" in der Jerusalemer Altstadt, die einen Einsatz von Rettungsfahrzeugen bei einem "Massen-Vorfall" erschweren würde. Netanjahu ordnet Ausweitung von Pufferzone im Libanon an Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine Ausweitung der Pufferzone im Libanon zum Schutz israelischer Ortschaften angeordnet. Er habe die israelische Armee angewiesen, die bereits bestehende Sicherheitszone in dem nördlichen Nachbarland "weiter auszudehnen", sagte Netanjahu am Sonntag in einer Videobotschaft. Damit solle "die Gefahr einer Invasion" durch die pro-iranische Hisbollah-Miliz "endgültig neutralisiert und der Beschuss der Grenze mit Panzerabwehrraketen verhindert werden". Während eines Besuchs bei Soldaten sagte Netanjahu, die Hisbollah verfüge zwar noch über "Restkapazitäten" zum Abfeuern von Raketen auf Israel. Die Miliz sei aber von den israelischen Streitkräften schwer getroffen worden. "Der Iran ist nicht mehr derselbe Iran, die Hisbollah ist nicht mehr dieselbe Hisbollah und die Hamas ist nicht mehr dieselbe Hamas", sagte er. "Das sind keine terroristischen Armeen mehr, die unsere Existenz bedrohen – es sind besiegte Feinde, die um ihr Überleben kämpfen." Netanjahu bezog sich dabei auf die islamistische Palästinenserorganisation im Gazastreifen , die mit ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 den Gaza-Krieg ausgelöst hatte. Sowohl die Hamas als auch die Hisbollah gehören der vom Iran angeführten "Achse des Widerstands" an, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist. Ältere Nachrichten zum Krieg im Nahen Osten lesen Sie hier .